11. Juli 2018 / 08:10 Uhr

Hartha besteht Feuertaufe und hat noch Luft nach oben

Hartha besteht Feuertaufe und hat noch Luft nach oben

Henry Lickfeldt
Und weg damit: Tormann Marvin Bauch sichert mit seinen Mannschaftskollegen vom BC Hartha den Klassenerhalt.
Und weg damit: Tormann Marvin Bauch sichert mit seinen Mannschaftskollegen vom BC Hartha den Klassenerhalt. © Bettina Finke
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Jubel über den verdienten Klassenerhalt: Die Fußballer des BC Hartha haben unter der Regie von Trainer Benjamin Bamburski mit Platz 13 ihr Hauptziel in der Kreisoberliga geschafft.

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Jubel über den verdienten Klassenerhalt: Die Fußballer des BC Hartha haben unter der Regie von Trainer Benjamin Bamburski (37) mit Platz 13 ihr Hauptziel in der Kreisoberliga geschafft. Die sportliche Analyse des Coaches fällt dennoch sachlich aus: „Platz 13 mit 42:87 Toren und nur 20 Punkten am Saisonende entspricht nicht unserem Ansinnen. Mit mehr Willen und Einsatz wäre Platz zehn oder elf möglich gewesen.“

Ungünstig war der langweilige Abstiegskampf nach zwei Rückzügen für die gesamte Liga. Von 30 Spielen blieben nur noch 26 übrig. Der Ausstieg von Belgershain schon vor dem Start und des FC Grimma II in der Winterpause sowie der sportliche Abfall des abgeschlagenen Falkenhainer SV ließen Hartha in den letzten Punktspielen schludern. „Nach dem klaren 5:1 in Falkenhain stand unser Klassenverbleib ja schon frühzeitig fest. Es fehlte dann einfach die Motivation im Abstiegskampf, die Teams von Chemie Böhlen, TSV Burkartshain und TSV Großsteinberg in der Endtabelle hinter uns zu lassen. Das war enttäuschend und wurde kritisch ausgewertet“, so Bamburski.

Dem Trainer passten auch die zahlreichen Gegentore und zuletzt die drei hohen Niederlagen in Bennewitz (1:6), daheim gegen SV Ostrau (0:4) und in Gnandstein (0:8) überhaupt nicht. Aber die Harthaer Zuschauer werden auch in der kommenden Spielzeit wieder Kreisoberliga-Fußball sehen können, das ist erstmal das Wichtigste. Mit dem Trainingseinsatz war der Coach zufrieden. Aber wie in anderen Vereinen auch fehlten die Schichtarbeiter, angeschlagene und kranke Spieler sowie Akteure mit beruflichen Verpflichtungen am Wochenende.

Erstes Training steht kommende Woche an​

Leistungsträger wie Verteidiger Manuel Klötzer (26), Spielmacher Christian Arnold (22), Kopfballspezialist Martin Gutknecht (31), alle mit jeweils 24 Einsätzen, Keeper Marvin Bauch (29 Jahre/22 Spiele), Philipp Lorenz (28 Jahre/20 Spiele) und Toni Brabandt (21 Jahre/19 Spiele) bleiben. Es gibt nur zwei Abgänge: Stürmer Christoph Claus (27) wechselt nach 18 Spielen für den BC zum Döbelner SC und Maximilian Erbert zum SV Brehmer Leipzig. Nick Kouba wechselte schon zur Winterpause zum VfB Leisnig.

In der kommenden Woche ruft Trainer Bamburski seine Männer zur ersten Übungseinheit der neuen Saison. Bamburski setzt auf die bewährten Führungsspieler und auch auf den vorhandenen Nachwuchs. Die Talente Robin Fritzsche (kann sogar noch A-Junioren spielen) und Willi Roitzsch (beide 18) wollen angreifen. Franzisko Eschner (22) wurde reaktiviert und wird nach einer langen Pause wieder Fußball spielen. Der schnelle Eschner kann beidfüßig schießen und erhielt seine fußballerische Ausbildung im Nachwuchsbereich des BC. Bereits in der letzten Winterpause kehrten Benjamin Gohl aus Dresden (sechs Einsätze in der Rückrunde), Toni Fischer (neun Einsätze in der Rückrunde) und Nachwuchsspieler Emil Herfurth (13 Einsätze) zurück.

Diese junge Mannschaft hat eine sportliche Perspektive. Man freut sich auch auf die kommenden Derbys gegen Nachbar und Aufsteiger VfB Leisnig. Mit Domenique Liebernickel (19) und Paul Klimsch (19) haben sich bereits zwei starke Nachwuchsakteure eindrucksvoll in der Kreisoberliga durchgesetzt. Liebernickel absolvierte stolze 22 und Klimsch 21 Punktspiele. Letzterer ist ein athletischer offensiver Mittelfeldspieler, der genau 1402 Spielminuten auf dem Platz stand.

Lukas Ellendt zeigt sich am treffsichersten​

Mit Abstand der beste Vollstrecker war der 25-jährige Lukas Ellendt mit seinen elf Saisontoren in 21 Einsätzen. Dann folgen Liebernickel mit fünf Toren sowie Willi Roitzsch, Toni Brabandt, Martin Gutknecht und Manuel Klötzer mit jeweils drei Toren. Durch eine schlechte Chancenverwertung gingen überlegen geführte Spiele wie in Böhlen (2:3), in Großsteinberg (1:2) und daheim gegen Regis-Breitingen (1:2) unnötig verloren.

Die sechs Siege gelangen beim 4:2 und 5:1 gegen Falkenhain, 3:1 in Regis-Breitingen, 3:2 gegen SG Gnandstein, 3:2 gegen Alemannia Geithain und 3:1 gegen Chemie Böhlen. Drei Spieler und Stützen schafften jeweils 24 Einsätze. Manuel Klötzer, Christian Arnold und Martin Gutknecht.

Außenverteidiger Klötzer (kam vom TSV Leipzig-Wahren) brachte über die linke Außenposition viel Tordrang und absolvierte 24 Einsätze immer über die volle Spielzeit (2160 Spielminuten) – die meisten aller 31 Akteure. Im Mittelfeld stechen die beiden Techniker und Spielgestalter Christian Arnold (2147 Spielminuten) mit seiner Rückennummer 8 und Martin Gutknecht mit seiner Rückennummer 4 heraus. Arnold ist Freistoßspezialist und Antreiber im offensiven Mittelfeld. Gutknecht wirft sich in jede Flanke zum Kopfball. Beide Spielmotoren holten beim ersten Sieg (4:2 gegen Falkenhain) die Kastanien aus dem Feuer. Dann folgen mit je 22 Spielen Torwart Marvin Bauch (1914 Spielminuten) und Nachwuchsspieler Liebernickel.

Herbe Klatsche zum Abschluss in Gnandstein​

Die größten Pleiten gab mit dem 0:8 in Gnandstein, 1:7 in Frohburg und zweimal 1:6 in Bennewitz und in Ostrau. In der Region lebt der Reiz der Derbys. Es wurmt deshalb den BC Hartha mächtig, dass man ausgerechnet gegen den Roßweiner SV (0:2 und 1:3) und Ostrau (1:6 und 0:4) vier Derby-Niederlagen kassierte.

Trotz 31 eingesetzter Akteure kam es bisweilen zu Besetzungsproblemen. So musste selbst der 37-jährige Coach Bamburski siebenmal die Fußball-Töppen schnüren. Drei Spieler halfen nur einmal aus: Eric Reichenbach, Tobias Naumann und der 45-jährige Enrico Seifert. Abgang Nick Kouba, Robin Fritzsche und Thomas Berger (Karriereende) verbuchten nur zwei Einsätze, Jens Wadewitz und Willi Roitzsch aus beruflichen Gründen nur drei Spiele. Die Mittelfeldspieler Philipp Lorenz und Felix Stockmann aus Gersdorf kamen auf je 20 Spiele.

Der dynamische Toni Brabandt ist der antrittsschnellste Spieler mit viel Offensivdrang, der mit 19 Einsätzen (nur vier Wechsel) glänzte. Der 24-jährige Willi Kreher aus Waldheim hat mit 18 Einsätzen und dabei 1360 Minuten den Sprung zum Stammspieler geschafft. Bamburski sieht seine Mannschaft noch im Lernprozess: Taktische Fehler führten zu hohen Niederlagen, die zu beseitigen sind. Nun gilt der neuen Serie die volle Konzentration.

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