22. Mai 2018 / 10:52 Uhr

Hasenhüttl nach RB-Leipzig-Aus: »Entscheidung war gut und auch richtig!«

Hasenhüttl nach RB-Leipzig-Aus: »Entscheidung war gut und auch richtig!«

dpa
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl.
Ralph Hasenhüttl © Imago
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Keine Spur von Trennungsschmerz. Trainer Ralph Hasenhüttl bereut es nicht, seinen Vertrag bei RB Leipzig aufgelöst zu haben. Er räumt in einem Interview aber auch eigene Fehler ein. Seine Zukunft? Erstmal Durchatmen. Die Zeit werde zeigen, was kommt.

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Ralph Hasenhüttl hat nach seinem vorzeitigen Aus bei RB Leipzig Fehler im Umgang mit den Spielern eingeräumt und sein vorzeitiges Ende bei dem sächsischen Bundesligisten als »ehrliche Entscheidung« bezeichnet. Kurzfristig will er auch keinen anderen Verein übernehmen, sondern erstmal »Kraft tanken, die letzten zwei Jahre aufarbeiten. Die Zeit wird zeigen, was danach kommt«, sagte Hasenhüttl in einem Interview der »Bild« vom Dienstag. Darin kündigte er auch an, am liebsten in der englischen Premier League hospitieren zu wollen.

Hasenhüttl bei RB Leipzig: eine Erfolgsgeschichte in Bildern

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Hasenhüttl und RB Leipzig hatten sich am Mittwoch vergangener Woche nach nur zwei Jahren getrennt. Der 50 Jahre alte Trainer hatte um die Auflösung seines Vertrags gebeten, der noch bis Ende Juni 2019 gültig gewesen wäre. Die Vereinsführung um Sportdirektor Ralf Rangnick und Vorstandschef Oliver Mintzlaff hatte Hasenhüttl kein Angebot für eine vorzeitige Verlängerung der bis dahin recht erfolgreichen Zusammenarbeit gemacht. Im Gegensatz zu seiner Haltung im Winter sei er mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass ein weiteres gemeinsames Jahr zunächst einmal ausgereicht hätte, begründete Rangnick.

Hasenhüttl zog daraufhin die Konsequenzen. Die Trennung sei für ihn auch mit etwas Abstand »gut – und auch richtig gewesen«, sagte der ehemalige RB-Trainer. »Weil es einfach eine ehrliche Entscheidung für alle Seiten war.« Er habe auch langfristig Missverständnisse untereinander vermeiden wollen. Dass er im Dezember, als der Verein noch mit ihm verlängern wollte, erstmal um Aufschub gebeten hatte und abwarten wollte, wie sich die Mannschaft weiter entwickelt, bereut Hasenhüttl auch nicht. »Nur, um eine Absicherung zu haben, macht es keinen Sinn zu verlängern. Deswegen bereue ich die Entscheidung nicht.«

Den Vorwurf teilweise mangelender Kommunikation mit der Mannschaft bezeichnete Hasenhüttl indes als absolut berechtigte Kritik. »Wenn man fast jeden Tag vor der Mannschaft spricht, bleibt es nicht aus, dass das eine oder andere Einzelgespräch auch der Co-Trainer führt«, sagte er.

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Hasenhüttl hatte die Leipziger im Sommer 2016 übernommen und den damaligen Bundesliga-Debütanten zur deutschen Vizemeisterschaft geführt. In der abgelaufenen Spielzeit kam RB auf den sechsten Platz, lag zwischenzeitig allerdings erneut aussichtsreich auf den Champions-League-Rängen. In der europäischen Meisterklasse war Leipzig als Gruppendritter ausgeschieden, in der Europa League aber bis ins Viertelfinale gekommen. Für ein Angebot für eine Vertragsverlängerung reichte es dennoch nicht.

Ein Nachfolger für Hasenhüttl ist noch nicht in Sicht. Rangnick hat in der »Leipziger Volkszeitung« und im Sportbuzzer klargestellt, dass er nicht auf den Trainerposten bei RB zurückkehrt wie vor dem Aufstieg in die Bundesliga. Die Zeit drängt allerdings. Am 26. Juli bestreitet Leipzig das erste Pflichtspiel in der 2. Qualifikationsrunde der Europa League. Der Direktstartplatz ist nach dem DFB-Pokalsieg von Eintracht Frankfurt futsch, die Hessen sicherten sich diesen.

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Mit Hasenhüttl verabschiedete sich auch ein Sympathieträger in Leipzig. Der letzte Tag sei sehr emotional verlaufen, »auch mit der einen oder anderen Träne und verbunden mit großem Zuspruch. Das ist der wahre Erfolg: Denn es hat mir gezeigt, dass wir Menschen berührt haben mit dem, was wir als Team getan haben«, sagte er im »Bild«-Interview. Sein Wohnung in Leipzig hat er auch noch nicht gekündigt.

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