Schiedsrichter Daniel Siebert bemüht im Ligaspiel von RB bei Bayern München den Videobeweis und zeigt anschließend Willi Orban die rote Karte. Schiedsrichter Daniel Siebert bemüht im Ligaspiel von RB bei Bayern München den Videobeweis und zeigt anschließend Willi Orban die rote Karte. © Imago
Schiedsrichter Daniel Siebert bemüht im Ligaspiel von RB bei Bayern München den Videobeweis und zeigt anschließend Willi Orban die rote Karte.

Hasenhüttl unzufrieden: „Durch Videobeweis gibt es mehr strittige Situationen“

Das häufigere Eingreifen des Videoschiedsrichters sorgt auch beim DFB-Chef für Unmut.

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Dicke Luft beim DFB: Präsident Reinhard Grindel hat die heimliche Modifizierung des Videobeweises heftig kritisiert und eine Aussprache mit Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich angekündigt. „Dieses Schreiben wurde mit mir nicht abgestimmt. Ich bin darüber nicht glücklich“, sagte Grindel „NDR Info“ über die am 25. Oktober an die Bundesligavereine verschickte DFB-Mitteilung. Darin hatte der Deutsche Fußball-Bund mitgeteilt, dass der Videoassistent entgegen der vor der Saison festgelegten Richtlinie künftig auch dann eingreifen soll, wenn keine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorliegt.

Grindel lehnt diese Regelanpassung für den Einsatz des Videobeweises ab. „Ich bin dafür, dass der Videoassistent nur dann eingreift, wenn glasklar dem Schiedsrichter auf dem Platz ein Wahrnehmungsfehler unterlaufen ist und er seine Entscheidung mit Sicherheit anders getroffen hätte“, sagte er. Der Schiedsrichter solle weiter „das Sagen“ haben und der Videoassistent „kein Oberschiedsrichter“ sein.

Unzufriedenheit bei RB Leipzig

RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl kann mit dem elektronischen Beweis bisher insgesamt wenig anfangen. „In den Spielen wo wir den Videoassistenten gebraucht hätten, war keiner da. Wenn wir ihn nicht gebraucht hätten, da war er da“, sagte er. Im Moment laufe es für sein Team bei diesem Thema noch nicht so gut. „Es ist generell die Frage, ob wir noch mehr Platzverweise bekommen, weil irgendwo ein Kontakt gesehen wird. Dann haben wir öfter die Situation das wir Elf gegen Zehn spielen. Ob das die Leute alle wollen?“, so Hasenhüttl. Es sei noch vieles im Argen beim Videobeweis und bei weitem noch nicht das Gerechtigkeitsmittel, das vor der Saison groß angepriesen wurde. Ganz im Gegenteil: „Es gibt noch viel mehr strittige Situationen. Es ist alles andere als zufriedenstellend“, findet der Coach.

Im DFB-Pokal gegen Bayern versuchte es RB-Sportdirektor Rangnick mit einem eigenen Videobeweis. Im DFB-Pokal gegen Bayern versuchte es RB-Sportdirektor Rangnick mit einem eigenen Videobeweis. © Imago

Die nun vorgenommene umstrittene Kurskorrektur hatte der DFB schon Mitte September nach dem 5. Spieltag vorgenommen. Warum die Vereine erst viel später darüber informiert wurden, ist noch unklar. Auf eine entsprechende Anfrage blieb der Verband zunächst eine Antwort schuldig.

Erst am 25. Oktober hatte der DFB die Vereine in einem dreiseitigen Brief, der mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) abgestimmt war, über die Änderungen informiert. „Bei schwierigen Situationen, in denen die Einordnung der Schiedsrichterentscheidung in die Kategorie 'klarer Fehler' nicht zweifelsfrei gewährleistet ist, der Videoassistent aber starke Zweifel an der Berechtigung der Schiedsrichterentscheidung hat, soll er das dem Schiedsrichter unverzüglich mitteilen“, zitierte das Fachmagazin „kicker“ aus dem Schreiben.

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