02. November 2018 / 23:01 Uhr

HC Elbflorenz bejubelt den ersten Saisonsieg

HC Elbflorenz bejubelt den ersten Saisonsieg

Astrid Hofmann
Die Dresdner Handballer hoffen auf einen Sieg gegen Bayer Dormagen.
Die Dresdner Handballer hoffen auf einen Sieg gegen Bayer Dormagen. © Matthias Rietschel
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Nach zehn erfolglosen Anläufen hat es das Team von Trainer Christian Pöhler endlich geschafft: In einem umkämpften Spiel  wurde der DJK Rimpar Wölfe mit 27:26 geschlagen

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Dresden. Als Gabor Pulay wenige Sekunden vor dem Ende den Ball im gegnerischen Tor versenkt, recken die Spieler auf der Bank schon die Fäuste in die Luft, hüpfen auf und ab. Der letzte Treffer der Gäste geht dann schon im Freudentaumel unter. Für die Handballer des HC Elbflorenz gibt es kein Halten mehr. Mit 27:26 (12:13) ringen sie die Rimpar Wölfe nieder und lösen damit endlich den „gordischen Knoten“, feiern am elften Zweitliga-Spieltag den so ersehnten ersten Saisonsieg. Wie kleine Kinder springen und tanzen die Dresdner übers Spielfeld. Man ahnt, ihnen fallen nicht nur Steine, sondern ganze Berge von den Schultern. Eine Last, die sie in den letzten Wochen fast zu erdrücken schien. „Uns ist wirklich ein Riesenstein vom Herzen gefallen.

Wir haben echt lange auf diesen ersten Sieg warten müssen. Es hätte schon viel früher passieren müssen“, sagte ein überglücklicher Sebastian Greß, der an diesem Abend zu den Besten im HC-Dress gehörte. „Den Ausschlag gab, dass wir zum entscheidenden Moment hohes Tempo gegangen sind. Da sind wir immer am besten“, fügte er an. Torhüter Mario Huhnstock, der in der Schlussphase mit vielen Glanzparaden maßgeblich zum Erfolg beitrug, unterstrich das: „Dieses Tempospiel sollten wir mitnehmen. Wichtig ist, dass wir jetzt was draus machen und das in den nächsten Spielen fortsetzen.

Der Druck, der auf dem Tabellenschlusslicht lastete, war vor dieser richtungsweisenden Partie enorm. Das war auch in den ersten Minuten zu spüren. Die Gäste aus Rimpar erwischten den deutlich besseren Start. Nach dem Auftakt-Tor durch Julian Sauer vergab Nils Kretschmer einen Siebenmeter und damit die Chance zum Ausgleich. Stattdessen sorgte Patrick Gempp für die 2:0-Führung (4.) der Wölfe. Erst danach erzielte Tim-Philip Jurgeleit endlich den Anschluss. Als Gabor Pulay nun den nächsten Strafwurf zum 2:2 (6.) verwandelte, schien alles im grünen Bereich zu sein. Aber der HC-Motor stotterte im Angriff weiter und als sich Rimpar auf 6:3 (12.) abgesetzt hatte, warf Christian Pöhler erstmals den grünen Karton. Seine Worte halfen, zumindest vorerst. Seine Jungs kämpften sich wieder auf ein Tor heran. Aber nach zwei vergebenen Siebenmetern (Pulay/Kretschmer) setzten sich die Gäste erneut ab und führten in der 25. Minute mit 12:7. Dann aber starteten die Hausherren eine Aufholjagd. Der eingewechselte Torhüter Hendrik Halfmann gab seinem Team mit einigen guten Paraden Rückendeckung und bis zur Pausensirene minimierten die Elbestädter den Rückstand auf ein Tor. „Wie wir da zurückgekommen sind, war der pure Wille. Und der ist nötig, um so ein Spiel zu gewinnen“, sagte später Christian Pöhler.

Nach dem Seitenwechsel drehten seine Jungs dann richtig auf. Beim 15:15 (34.) war endlich wieder der Ausgleich hergestellt, aber Rimpar konterte noch einmal und ging erneut mit 19:17 (39.) in Führung. Dann aber ging mit der nächsten Parade von Mario Huhnstock noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. In der 49. Minute dann endlich die erste Führung für die Hausherren (23:22). Nun ließ sich das Team die beiden Punkte nicht mehr aus der Hand nehmen. Christian Pöhler gab zu: „Einen Schönheitspreis gab es sicher nicht, aber man muss das Glück auch manchmal erzwingen. Natürlich ist uns ein ganzer Klotz vom Herzen gefallen. Erstmals haben wir seit langem über 25 Tore geworfen. Daran müssen wir jetzt anknüpfen.“

Elbflorenz-Tore: Pulay 8/6, Jurgeleit, Greß je 5, Pechstein 3, Kretschmer 3/2, Gugisch, Buschmann, Quade je 1.

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