Steht seit Oktober 2013 beim 1. FC Lok Leipzig an der Seitenlinie: Trainer Heiko Scholz. © Jan Kuppert\Archivbild

Heiko Scholz mit einem Versprechen an den Gegner

Regionalliga Nordost: Der Trainer gastiert mit Lok Leipzig am Sonnabend bei Babelsberg 03.

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Die Serie ist durchaus beeindruckend: Seit 34 Punktspielen sind die Fußballer des 1. FC Lok Leipzig ungeschlagen. Nach einer verlustpunkfreien Saison 2015/16 in der NOFV-Oberliga Süd, die nach zwei Jahren Abstinenz die Rückkehr in die Regionalliga Nordost bedeutete, blieben die Sachsen auch an den ersten vier Spieltagen der laufenden Saison ungeschlagen. „Das wollen wir aber nicht überbewerten“, tritt Lok-Trainer Heiko Scholz, der von 1986 bis 1990 als Spieler für Lok aktiv war und 1987 im Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen Ajax Amsterdam stand (0:1),  vor dem Gastspiel beim SV Babelsberg 03 (27. August, 14.05 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) auf die Euphoriebremse. „Das waren zehn Punkte gegen den Abstieg. Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten.“

Vor der anstehenden Partie sieht er den Gastgeber aus Babelsberg „als klaren Favoriten" an. „Wir wissen, dass es ein ganz schweres Spiel wird. Wir haben Babelsberg zuletzt gegen Freiburg im DFB-Pokal spielen sehen – das ist eine Mannschaft, die immer versucht Fußball zu spielen“, weiß Scholz um die Stärke der Filmstädter und fügt an: „Eins kann ich aber versprechen: Sie müssen richtig gut sein, um uns zu schlagen.“ An diesem Versuch scheiterten im bisherigen Saisonverlauf auch schon die hoch gehandelten Teams von Energie Cottbus (1:1) und Wacker Nordhausen (1:2).

Lok-Fans rufen zum Boykott auf

Mit Daniel Becker wird Samstagnachmittag auch ein alter Bekannter in Babelsberg aufdribbeln. Der 29-Jährige schloss sich den Kiezkickern nach dem Drittliga-Abstieg an und kam in der Regionalliga-Saison 2013/14 auf 26 Ligapartien. Dabei gelangen dem Linksfuß drei Treffer. Nach nur einer Spielzeit kehrte der Offensivkicker zunächst zurück zum FSV 63 Luckenwalde, ehe er sich im Juli 2015 dem 1. FC Lok Leipzig anschloss. Bei den Sachsen hatte er maßgeblichen Anteil am Aufstieg. Nach einigen Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heiko Scholz in der Vorbereitung, musste er sich zuletzt aber einige Male mit der Reservistenrolle zufrieden geben. „Das ist Schnee von gestern. Auf Becks kann man sich immer verlassen – er ist ein richtig geiler Fußballer“, unterstreicht Heiko Scholz, der seit Oktober 2013 bei den Leipzigern als Trainer in der Verantwortung steht, den Wert des gebürtigen Cottbusers für die Mannschaft. Mit Defensivakteur Ronny Surma steht ein weiterer Ex-Babelsberger in den Reihen des 50-jährigen Lockenkopfes. Der 28-Jährige, der von Juli 2008 bis Juli 2012 am Babelsberger Park aktiv war, steht gegen seinen Ex-Verein aber definitiv nicht im Kader. „Er kann aufgrund von Rückenproblemen leider nicht voll trainieren und wird deshalb nicht mit von der Partie sein“, bestätigt Scholz.

Sein Team wird in Babelsberg von deutlich weniger Anhängern unterstützt, als es im Vorfeld erwartet werden durfte. „Auch wenn es einem Großteil unserer Truppe möglich gewesen wäre, eine Karte zu erwerben, ist es für uns nicht akzeptabel, einen gewissen Teil draußen oder vor den heimischen Bildschirmen sitzen zu lassen. Wir können jedem nur empfehlen, das Spiel in Babelsberg nicht zu besuchen“, ruft die Fanszene Lokomotive Leipzig zum Boykott auf und bringt damit ihr Unverständnis zum Ausdruck, dass seit Montag lediglich Vereinsmitglieder und Dauerkarteninhaber ein Ticket erwerben dürfen. Diese Einteilung kommt nicht von ungefähr: Im August 2013 gab es schon vor dem Anpfiff der Partie Ausschreitungen. Anhänger von Lok stürmten die Fankurve der Babelsberger. In der zweiten Hälfte war das Spielfeld dran.

„Wir konzentrieren uns auf den sportlichen Aspekt – der Rest ist Vereinssache“, lässt sich Heiko Scholz von diesen Nebengeräuschen nicht irritieren und legt den Fokus auf den Ausbau der Serie und das Einlösen seines Versprechens.

SVB-Kapitän Philip Saalbach fehlt gesperrt

  • Nach seiner Gelb-Roten Karte im letzten Liga-Spiel beim FC Carl Zeiss Jena (0:3) fehlt Philip Saalbach seinem SV Babelsberg 03 im Heimspiel gegen Lok Leipzig.
  • Der vor der Saison von seinen Mitspielern zum neuen Kapitän gewählte Defensivakteur wird im zentralen Mittelfeld aller Voraussicht nach von Nils Fiegen ersetzt.
  • Hinter dem Einsatz von Linksverteidiger Ugurtan Cepni steht aufgrund muskulärer Probleme noch ein Fragezeichen.
  • Im Tor könnte Marvin Gladrow erneut den Vorzug vor Kevin Otremba erhalten, der zuletzt im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg (0:4) und im Landespokal beim Kolkwitzer SV (4:0) zwischen den Pfosten stand.
  • SV Babelsberg 03 1. FC Lokomotive Leipzig SV Babelsberg 03-1. FC Lokomotive Leipzig (27/08/2016 16:05) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Lübeck SV Babelsberg 03 (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren)

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