Bernardo und Ralph Hasenhüttl auf der PK vor dem Spiel von RB Leipzig in Porto. Bernardo und Ralph Hasenhüttl auf der PK vor dem Spiel von RB Leipzig in Porto. © dpa
Bernardo und Ralph Hasenhüttl auf der PK vor dem Spiel von RB Leipzig in Porto.

Heimlichkeit und freie Zeit: RB Leipzigs Plan für die ersten Auswärtspunkte in der Champions League

Im „Stadion des Drachens“ will RB Leipzig am Mittwochabend eine große Hürde auf dem Weg ins Achtelfinale der Champions League nehmen. Es bleibt sogar Zeit, um den Kopf in Portugal ein bisschen frei zu bekommen. Der Einsatz von Naby Keita wackelt allerdings.

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Porto. So viel Heimlichkeit, dabei ist noch gar keine Weihnachtszeit. RB Leipzig achtet mit viel Bedacht darauf, vor dem Champions-League-Spiel am Mittwochabend (20.45 Uhr) beim FC Porto, so wenig wie möglich Informationen an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Geheimes Training am Cottaweg, statt einer Einheit im portugiesischen Stadion Estádio do Dragão. Coach Ralph Hasenhüttl gab das am Dienstagabend auf der Pressekonferenz unumwunden zu: „Wir wollten noch ein paar Inhalte reinpacken, die der Gegner nicht sehen sollte. Wir wollten ein bisschen auffrischen, was uns im Hinspiel ausgemacht hat.“

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Die Geheimniskrämerei bei RB Leipzig verdeutlicht, wie enorm wichtig das Spiel ist. Nach dem 3:2-Sieg vor zwei Wochen im heimischen Rund gegen den portugiesischen Tabellenführer sollen nun die ersten Auswärtszähler auf europäischer Bühne erobert werden. „Es geht um den direkten Vergleich. Da ist jedes Ergebnis gut, bis auf eine Niederlage. Aber ein Sieg wäre ein riesen Schritt, um zu überwintern“, sagt Hasenhüttl. Verteidiger Bernardo, der neben dem Trainer auf dem Podium in dem kinoähnlichen Saal im Bauch das Stadions sitzt, empfindet die verschenkte Einheit in der Spielstätte nicht als dramatisch: „In der Bundesliga machen wir auch kein Training vor dem Spiel. Das ist egal.“

"Spieler können machen, was sie wollen“

Empfangen wurde die Mannschaft am Nachmittag gegen 15 Uhr Ortszeit in Porto am Flughafen mit Sonnenschein, sommerlichen 23 Grad und von ihren Securitys. Der Vorteil am Training daheim – ungeahnte Freizeit für die RB-Kicker in Portugal, um sich in den engen Gässchen der 240.000-Einwohnerstadt umzuschauen, oder den Blick über die Atlantikküste schweifen zu lassen. „Heute Abend haben wir frei“, freute sich Bernardo. Sein Trainer erklärte: „Die Spieler können machen, was sie wollen. Die Jungs haben auch die Möglichkeit, sich das Stadion anzuschauen.“

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Das legendäre Estadio do Dragao, das seinen Namen bekam, weil es aus der Vogelperspektive an einen Drachen erinnert. Im Innenbereich zieren Bilder alter Vereinserfolge des FC Porto den Weg. Doch das Rund hat mehr zu bieten, als „nur“ Fußball und Platz für 50.000 Zuschauer. Eine Klinik, nicht nur für Sportverletzungen, ein Einkaufszentrum sowie zahlreiche Restaurants und Bars.

Keitas Einsatz wackelt

Zurück zum Fußball. Wie ähnlich wird die Startelf der sein, die vor zwei Wochen den ersten CL-Sieg gegen Porto holte? Hasenhüttl lässt sich natürlich nicht in die Karten schauen, sonst wäre ja das Geheimtraining völlig umsonst gewesen. Seine Herangehensweise gleicht jedoch der im Hinspiel, auch wenn die Portugiesen zuletzt in der Liga taktisch anders agierten. Es geht darum, von Beginn an Akzente nach vorne zu setzen und der Partie den eigenen Stempel aufzudrücken. Das gelang im Hinspiel so gut, dass RBL nach 41 Minuten bereits 3:1 führte.

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Einziges Sorgenkind im 20-Mann-Kader der Leipziger ist Naby Keita. Der Guineer konnte das Training wegen seiner Schienbeinprellung am Dienstag in Leipzig nicht voll durchziehen, weil er nach dem Foul von Thiago am Samstag in München noch Schmerzen im Bein hat. Sein Coach hofft aber auf das Adrenalin der Champions League: „Ich gehe davon aus, dass er morgen aufwacht und auf die Zähne beißt.“

Denn die Ausgangslage vor dem vierten von sechs Spielen hat es in sich: Porto ist der ärgste Konkurrent um Platz zwei und den damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale. Ein Remis würde zumindest reichen, um den direkten Vergleich zu gewinnen. Denn der ist am Ende der Gruppenphase entscheidend, wenn zwei Teams punktgleich sind. Derzeit steht RBL mit einen Zähler vor Porto auf Rang zwei.

Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) FC Porto FC Porto (Herren) Champions League FC Porto-RB Leipzig (01/11/2017 20:45)

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