Die Sparkassen-Tribüne der Lübecker Lohmühle dürfte beim Pokalspiel Eichede - Kaiserslautern gut gefüllt sein. Die Sparkassen-Tribüne der Lübecker Lohmühle dürfte beim Pokalspiel Eichede - Kaiserslautern gut gefüllt sein. © Felix König
Die Sparkassen-Tribüne der Lübecker Lohmühle dürfte beim Pokalspiel Eichede - Kaiserslautern gut gefüllt sein.

Heimspiel im fremden Stadion

SV Eichede weicht am Samstag gegen Lautern im DFB-Pokal auf die Lohmühle aus.

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Die erste Runde im DFB-Pokal verkauft der Deutsche Fußballbund gern als „den großen Tag der kleinen Amateure“. Denn es ist die Chance für Ober- und Verbandsligisten sich unter Wettbewerbsbedingungen mit Bundesligisten zu messen. In diesem Jahr ist auch der SV Eichede dabei – das Los hat den Stormarnern den 1. FC Kaiserslautern beschert. Und die Cup-Statuten garantieren ihnen, den Amateuren, eigentlich Heimrecht. Aber das Jahreshighlight des Fünftligisten steigt auswärts – nämlich am Samstag um 15.30 Uhr in Lübeck.

„Das Interesse an der Partie ist groß“, sagt der SVE-Vereinsvorsitzende Olaf Gehrken. „Daher war die Entscheidung, schweren Herzens für diese Partie umzuziehen und nicht im Dorf zu spielen, goldrichtig.“ Im klubeigenen Ernst-Wagener-Stadion hätten nach seiner Aussage auch nach der Errichtung von Zusatztribünen maximal 2000 Besucher Platz gefunden. Dabei hat der SVE im Juni 2016 gegen Altona 93 schon mal 3562 Zuschauer gezählt. Rekord waren sogar rund 4000 Fans, die zur Stadioneröffnung am 17. Juli 1982 gegen den HSV Einlass fanden.

Allerdings gibt’s längst Klauseln im DFB-Pokal. Die Sicherheit spielt eine Rolle. Und vor allem die mächtigen TV-Sender reden mit. Die Zeiten sind vorbei, als ein FC Schönberg auf dem eigenen Dorfplatz gegen den FC Bayern München antreteten durfte. Beim 0:4 im Pokalspiel der Mecklenburger am 26. August 2000 drängten sich 15700 Zuschauer um den Sportplatz an der Rudolf-Hartmann-Straße.
Soviele werden morgen nicht kommen, aber schon jetzt sind mehr als 4000 Tickets für das Match der Eicheder gegen Lautern verkauft, der Umzug zur Lohmühle macht also Sinn (und wohl auch Kasse).

Und es trifft ja nicht nur die Stormarner. Neun von 32 Spielen der ersten Pokalhauptrunde sind keine echten Heimspiele, wurden verlegt – aus verschiedensten Gründen. Besonders skurril: Koblenz „genießt sein Heimrecht“ aus Sicherheitsgründen im 430 Kilometer entfernten Zwickau gegen Dynamo Dresden, der Gast muss derweil nur 130 Kilometer reisen . . .
Da haben es die „Bravehearts“, wie sich die Eicheder nennen, besser. Sie legen die 30 Kilometer Wegstrecke von ihrem Stadion bis zur Lohmühle in maximal einer halben Stunde zurück – wenn sie nicht sowieso schon in oder bei Lübeck wohnen.

Morgen werden die Abläufe jedenfalls schon mal geübt. Der VfB Lübeck gewährt dem SVE um 17.30 Uhr eine Trainingseinheit auf dem Rasen der Lohmühle, Samstag werden sich die Spieler selbstverständlich in der gerade renovierten VfB-Kabine, die Profiniveau aufweist, ihre roten Heimtrikots, roten Hosen und roten Stutzen anziehen, werden sich dann vor ihrem Fanblock vor der Pappelkurve aufwärmen. Die „Roten Teufel“, wie sich die Lauterer wegen der Farbe ihrer Originalspieltracht nennen, müssen als Gäste ausweichen, werden ganz in Schwarz spielen. Das Team des FCK wird Freitag in der Hansestadt erwartet.

Region/Lübeck Kreis Lübeck Kreis Stormarn VfB Lübeck SV Eichede 1. FC Kaiserslautern Fussball 2. Bundesliga Altona 93 FC Schönberg 95 Bayern München Fussball Bundesliga TuS Koblenz SG Dynamo Dresden Fussball DFB-Pokal SV Eichede (Herren) 1. FC Kaiserslautern (Herren)

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