12. Oktober 2018 / 18:07 Uhr

"Held der Woche" im Interview: Als der Ilsede-Pokal zum Katschinski-Pokal wurde

"Held der Woche" im Interview: Als der Ilsede-Pokal zum Katschinski-Pokal wurde

Redaktion Sportbuzzer
Gehalten! An Bültens Torwart Kevin Katschinski sind schon viele Stürmer in der 1. Kreisklasse gescheitert. Für seine Top-Leistung gegen Groß Lafferde II wurde der 28-Jährige jetzt zum „Helden der Woche“ gewählt.
Gehalten! An Bültens Torwart Kevin Katschinski sind schon viele Stürmer in der 1. Kreisklasse gescheitert. Für seine Top-Leistung gegen Groß Lafferde II wurde der 28-Jährige jetzt zum „Helden der Woche“ gewählt. © Ralf Büchler
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An ihm verzweifelten die Stürmer des SV Teutonia Groß Lafferde II: Bültens Keeper Kevin Katschinski hat die Wahl zum SPORTBUZZER-„Helden der Woche“ unter gewonnen. Im Interview verriet der 28-Jährige auch seinen schönsten Fußballer-Moment, als er im Ilsede-Pokal-Finale zwei Elfer hielt und zwei andere Katschinskis trafen. 

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An ihm verzweifelten die Stürmer des SV Teutonia Groß Lafferde II: Bültens Keeper Kevin Katschinski hat die Internet-Wahl zum „Helden der Woche“ unter paz-sportbuzzer.de gewonnen. BSC-Trainer Markus Puschmann freute sich riesig für seinen Schlussmann, der beim 0:0 in der 1. Kreisklasse bärenstark parierte. Denn: „Kevin ist nicht nur sportlich ein richtig Guter, auf den man auch mal einen Rückpass spielen kann, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass der den nicht verwerten kann. Er engagiert sich auch sehr für die Mannschaft“, lobte Puschmann. Ob auswärts oder zu Hause: Wenn die Spieler des BSC in die Kabine kommen, hat Katschinski für jeden Spieler bereits ein Trikot aufgehängt und Hose und Stutzen zurechtgelegt. Die Trikots hat seine Mutter gewaschen. Im Interview mit der PAZ verrät der 28-jährige gelernte Einzelhandelskaufmann, wen er für den besten Fußballer in der Familie hält und warum Markus Puschmann der perfekte Trainer für den BSC ist.

Kevin, Sie sind Teil einer großen Katschinski-Fußballer-Familie. Jetzt mal Hand aufs Herz: Sie, die Cousins Christopher und Marvin oder ihre Onkel Karsten und Bernd – wer ist denn nun der beste Fußballer im Hause?

Marvin – der konnte nämlich alles außer Torwart spielen. Er hatte eine wahnsinnige Passqualität und eine hohe Präzision in seinen Torschüssen. In meinem zweiten Jahr beim TSV Münstedt haben wir mal zusammen gespielt. Leider hat er aus beruflichen Gründen aufgehört. Ich würde mich freuen, wenn ich mit ihm noch einmal zusammenspielen könnte.

Sie hatten beim 0:0 gegen Teutonia Groß Lafferde II viel zu tun. Sonntag dürfte es ruhiger werden, sie treffen schließlich mit dem BSC auf Schlusslicht Blumenhagen.

Ich würde mich freuen, wenn das so wäre, aber ich glaube es nicht. Blumenhagen muss punkten und wird sich deshalb sicher nicht hinten reinstellen. Und mit Patrick Tschapke hat die Mannschaft einen Top-Stürmer der 1. Kreisklasse, den man nie ganz ausschalten kann. Ich würde gerne meine Leistung aus dem Lafferde-Spiel bestätigen, möchte aber auch betonen, dass Teutonia-Keeper Michael Klemme auch stark gehalten hat. Es ging hoch und runter, 0:0 ist es nur ausgegangen, weil beide Keeper so gut drauf waren.

Das sah auch ihr Trainer Markus Puschmann so. Er hat seit dieser Saison das Traineramt beim BSC inne. Wie macht er sich?

Super! Er hat ein unglaubliches Fachwissen und erklärt gut. Sein Training ist abwechslungsreich. Wir machen viele Übungen mit Ball und trainieren Spielformen. Das hat sich schon ausgezahlt. Gegen den TSV Sierße/Wahle zum Beispiel hat er an der Viererkette festgehalten, obwohl wir 1:3 hinten lagen. Doch wir haben das Spiel noch gedreht, in der vergangenen Saison wäre uns so etwas nicht gelungen.

Wie erklären Sie sich das gute Abschneiden bisher?

Markus hat einen großen Anteil an unserem Erfolg. Er bringt sehr viel Ruhe rein und blökt von draußen auch nicht blöd rein, wenn ihm etwas nicht gefällt, sondern löst das seriös. Das überträgt sich aufs Spielfeld. Wir reden viel mehr positiv miteinander – das hat vergangene Saison gefehlt. Deshalb ist derzeit auch eine super Stimmung in der Mannschaft.

Dazu tragen Sie auch bei. Warum engagieren Sie sich so im Umfeld und sind immer der Erste aus der Mannschaft auf dem Sportplatz?

Ganz einfach: Weil es mich freut, wenn ich der Mannschaft helfen kann.

Mit dem BSC Bülten liegen sie in der Tabelle derzeit sogar weiter vorne als ihr Lieblingsklub, der FC Bayern, in der Bundesliga. Woran hapert es beim Deutschen Rekordmeister?

Im Sommer hat mir der Verein zu wenig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Die Mannschaft ist in sehr identischer Besetzung zum sechsten Mal hintereinander Meister geworden. Deshalb hätte unbedingt frisches Blut in den Kader gehört. So wie es Borussia Dortmund gemacht hat. Unser Kapitän Kevin Danisch ist BVB-Fan, der hat derzeit richtig gute Laune und piesackt mich. Ich habe mir das Bayern-Spiel gegen Gladbach die vollen 90 Minuten angesehen – das war hart. Mir kommt das Spiel derzeit sehr ideenlos rüber und ich kann einige Personal-Entscheidungen nicht verstehen. James muss spielen, wenn er fit ist, und Renato Sanches würde ich auch mehr Spielzeit schenken – in der Champions League hat er gegen Benfica Lissabon überragend gespielt.

Mit den Bayern haben Sie aber mehr schöne als schlechte Momente erlebt. Doch welches war ihr schönster Moment als Fußballer?

Im Gemeinde-Pokal-Finale 2012 habe ich mit dem BSC Bülten den Ilsede-Pokal gegen den Kreisligisten Ölsburg gewonnen. Es war ein Spiel für die Katschinskis. Christopher hat uns mit seinem Ausgleich ins Elfmeterschießen gerettet, ich habe zwei Elfmeter gehalten und Karsten hat den entscheidenden verwandelt. Das war einfach klasse!

Von Christian Meyer

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