12. März 2018 / 12:33 Uhr

Hemkens traumhaftes Comeback beim Delmenhorster TB

Hemkens traumhaftes Comeback beim Delmenhorster TB

Ralf Kilian
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Mergim Bajqinovci (vorne) scheiterte mit seinem Schuss noch am Pfosten, dafür stand Comebacker Hendrik Hemken goldrichtig und staubte für den Delmenhorster TB zum 1:0-Siegtor ab. © Ingo Möllers
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Siegtor mit erstem Ballkontakt erzielt - Kreisligist feiert eminent wichtiges 1:0 gegen SVG Berne

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„Besser hätte man das Drehbuch nicht schreiben können." Delmenhorster TB-Trainer André Tiedemann atmete nach 94 Minuten harter Arbeit an der Seitenlinie kräftig durch. Fünf Spieler hatten nach langer Verletzungspause am Sonntag gegen die Spielvereinigung Berne ihr Comeback in der Fußball-Kreisliga gegeben, einer von ihnen wurde zum Matchwinner. Hendrik Hemken hatte nach seinem Kreuzbandriss am vergangenen Dienstag zum ersten Mal wieder mit dem Ball trainiert. Gegen Berne war sein erster Ballkontakt gleich das Siegtor zum verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg. Eingewechselt in der 73. Minute staubte er 60 Sekunden später nach einem Pfostenschuss von Mergim Bajqinovci ab.

Nach fast vier Monaten Winterpause war dieser Dreier eminent wichtig. „Dadurch haben wir Berne mit unten reingezogen, sonst hätten wir die wohl nicht mehr einholen können. Vor allem haben wir den Abstand nach unten ausgebaut“, rechnete Tiedemann vor. Nach zuvor nur zwei Punkten aus acht Spielen war der vierte Saisonerfolg für Tiedemann eine
Erlösung: „Ich wusste vorher überhaupt nicht, wo wir stehen. Die Vorbereitung auf die Rückrunde war eine Katastrophe, in den drei Testspielen haben wir 29 Gegentore kassiert.“

Die neu gewonnene Stabilität lag auch an der Rückkehr der in der Hinrunde fast komplett ausgefallenen Lukas Benthien und Luis Wilchez, die beide eine überragende Zweikampfquote einbrachten. So gab es zwar kein Spektakel wie beim 8:5-Sieg im Hinspiel, dafür das erste zu Null in dieser Spielzeit. Berne brachte die Hausherren nur in der Anfangsphase in Gefahr, als Florian Röhrl einen Kopfball zwei Meter vorbei setzte (5.) und Daniel Rüscher mit zwei Schüssen (7./16.) zu ungenau zielte. Nach dieser etwas instabilen Viertelstunde ließ der Turnerbund bis zur 80. Minute nichts mehr zu und startete ab Minute 30 erste eigene Versuche. Can Celik – einer von drei A-Junioren in der Startelf – zwang mit einem Schuss aus
15 Metern Bernes Keeper Daniel Anders zu einer ersten Parade. Die größte Möglichkeit hatte Torjäger Daniel Fastenau nach 44 Minuten, als er freistehend vom Sechzehner abzog und nur um Zentimeter das Gehäuse verfehlte.

Das Bild änderte sich trotz zweier Wechsel bei Berne auch in Durchgang zwei nicht. Fastenaus Schrägschuss nach 54 Minuten ging ebenfalls nur knapp vorbei. Die größte Chance bestaunten die 60 Zuschauer zwei Minuten später: Marcel Blaschke hatte einen Freistoß schnell ausgeführt, Daniel Mehrdadi tauchte völlig blank vor Anders auf und dessen Abpraller setzte Daniel Glander per Kopf neben das leere Tor. Als die Kräfte bei den Gastgebern langsam schwanden und die Zuschauer schon über technische und läuferische Unzulänglichkeiten zu murren begannen, erlöste sie Hemken mit seinem 1:0-Abstauber, nachdem Bajqinovci aus 16 Metern den rechten Pfosten getroffen hatte.

Erst jetzt taten auch die Gäste etwas für die Offensive, brachten Standardspezialist Bastian Wendorff und schickten Kopfballturm Röhrl ins Sturmzentrum. Wendorffs Freistoß aus 20 Metern brachte erstmals auch DTB-Schlussmann Fabian Blaschke ins Schwitzen. Die größte Möglichkeit hatte Pierre Litzcobi (83.) nach dem nächsten Wendorff-Standard, als er
aus zwei Metern etwas zu hoch zielte. Ein Kopfball von Röhrl (89.) zwang Blaschke noch einmal zu einer Glanzparade, dann war der Dreier im Sack und Bernes Trainer Michael Müller „enttäuscht“. Das Gegentor bezeichnete Müller als überflüssig, außerdem war er „nicht einverstanden“ mit der Zweikampfführung der Gastgeber in der Schlussphase.

Angesichts der schwindenden Kräfte war die härtere Gangart allerdings zu erwarten. „Ich bin froh, dass das Tempo vorher nicht so hoch war, sonst wäre das noch schwieriger geworden“, atmete Tiedemann erst mal durch. „Der Schlüssel für den Klassenerhalt liegt in unseren Heimspielen, wir haben in der Rückrunde fast alle Konkurrenten zu Hause.“ Nach dem Gastspiel in Hude kann der Turnerbund in der Osterwoche gegen Jahn, Ganderkesee und Ahlhorn wichtige Punkte zum Klassenerhalt einfahren.

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