Vedad Ibisevic jagt bei Hertha BSC seine eigenen Rekorde. Vedad Ibisevic gastiert mit Hertha BSC zum Rückrundenauftakt bei seinem Ex-Verein VfB Stuttgart. © Imago/Archivbild
Vedad Ibisevic jagt bei Hertha BSC seine eigenen Rekorde.

Hertha BSC will Start-Lethargie abschütteln

Bundesliga: Seit dem Wiederaufstieg vor vier Jahren warten die Berliner auf einen Startsieg nach der Pause - es folgte jeweils eine schlechtere Rück- als Hinserie.

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„Wir müssen gleich am Samstag anfangen, die Punkte zu sammeln“, fordert Kapitän Vedad Ibisevic deshalb vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei den Schwaben.

Dem 33 Jahre alten Stürmer droht in seiner alten sportlichen Heimat dabei allerdings zunächst erneut die Ersatzrolle. Hertha-Coach Pal Dardai liebäugelt mit einem System ohne Doppelspitze im Angriffszentrum, derzeit liegt dabei Davie Selke nach starken Auftritten zum Jahresende vorne. Für die Rückrunde steht zudem Julian Schieber nach überwundenen Knieproblemen als dritter Stoßstürmer wieder zur Verfügung.

Das prognostizieren die Hertha-Legenden für die Rückrunde:

Ibisevic geht nach außen aber entspannt mit der für ihn ungewohnten Situation um. „Er kann von mir aus auch noch zwei Stürmer holen“, sagte der Bosnier. „Konkurrenzkampf ist immer da, das ist alles wunderbar.“

Dabei haben alle drei Angreifer eine Stuttgarter Vergangenheit: Selke spielte in der Jugend für den VfB, Schieber begann seine Profikarriere bei den Schwaben, Ibisevic erzielte 33 Bundesligatore im Trikot des fünfmaligen Meisters.

„Sie haben nach vorne eine hohe individuelle Qualität, mit ganz viel Kaltschnäuzigkeit und Abgezocktheit, sind sehr effektiv“, betont Stuttgarts Trainer Hannes Wolf mit Blick auf die Offensive der Hertha und warnt vor einer besonderen Stärke des Teams von Dardai: „Hertha ist eine Mannschaft, die sehr gefährlich bei offensiven Standards ist. Diese müssen wir top verteidigen.“

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Maßgeblich dafür verantwortlich ist Freistoß- und Eckenschütze Marvin Plattenhardt. „Der Rückrundenauftakt ist sehr wichtig, wir wollen ins obere Tabellenviertel reinrutschen“, fordert der deutsche Nationalspieler des Tabellenzehnten. Mindestens erneut 24 Punkte zu holen, gibt Geschäftsführer Michael Preetz als sportliches Ziel der Hertha für die Rückrunde aus. Nur vier Zähler trennen die Berliner trotz einer inkonstanten Vorrunde mit reichlich Auf und Ab von den Europapokalplätzen.

Auch deshalb kommt den Neustart nur 27 Tage nach dem 3:2 bei RB Leipzig gleich eine besondere Bedeutung zu. Außer Karim Rekik (Fußprellung), Alexander Esswein (nach Erkältung) und dem gesperrten Jordan Torunarigha stehen alle Leistungsträger zur Verfügung. „Uns erwartet auf jeden Fall ein schweres Spiel“, sagt Ibisevic vor Ende der kurzen Unterbrechung. „Direkt nach der Pause weiß man noch nicht genau, wer wo steht.“ So wird der Auftritt in Stuttgart gleich zum wichtigen Fingerzeit für den weiteren Weg der Hertha.

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