04. September 2018 / 16:42 Uhr

"Herzensangelegenheit": Eintracht Braunschweig verpflichtet Tobias Rau als Aufsichtsrat

"Herzensangelegenheit": Eintracht Braunschweig verpflichtet Tobias Rau als Aufsichtsrat

Alex Leppert
Neu im Braunschweiger Aufsichtsrat: Ex-Profi Tobias Rau.
Neu im Braunschweiger Aufsichtsrat: Ex-Profi Tobias Rau. © imago/Martin Hoffmann
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Mit einer überraschenden Personalie hat Eintracht Braunschweig aufgewartet. Der ins Taumeln geratene Drittligist hat Ex-Nationalspieler Tobias Rau geholt – allerdings nicht als Fußballer, sondern als Aufsichtsrat.

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„Tobias verfügt durch seine jahrelange Erfahrung im Profifußball über das entsprechende Fachwissen, stammt zudem aus Braunschweig und identifiziert sich mit der Eintracht.“ Rau spielte für die Blau-Gelben in der Jugend sowie von 1999 bis 2001 bei den Profis, ging dann zum VfL Wolfsburg und zu Bayern München. Später kickte der siebenfache Nationalspieler noch für Arminia Bielefeld, studierte dort und ist auch heute noch in Ostwestfalen Lehrer an einer Gesamtschule.

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Rau "liegt die Eintracht sehr am Herzen"

„Die Eintracht liegt mir sehr am Herzen. Durch meine Familie und meine Freunde bin ich regelmäßig in der Stadt und habe den Weg des Clubs immer verfolgt. Es ist eine Herzensangelegenheit und ein großes Bedürfnis, den Verein zu unterstützen“, sagt der 36-Jährige. Er soll bereits jetzt beratend im hauptsächlich aus Wirtschaftsgrößen bestehenden Aufsichtsrat tätig sein. Im Dezember könnte er dann in das Gremium gewählt werden. „Ich werde mich mit großem Engagement einbringen“, verspricht Rau.

Sportliche Kompetenz für den Aufsichtsrat: Damit wurde eine kurz zuvor gestellte Forderung des Fan-Rats erfüllt, laut Eintracht-Präsident Sebastian Ebel habe der Plan mit Rau aber schon vorher festgestanden. Freilich löst das Engagement des früheren Linksverteidigers nicht die aktuellen Probleme. Die lauten: letzter Platz, Team ohne Selbstvertrauen, nicht funktionierendes Spielsystem, kein Sportdirektor, Fans in Panik.

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Lässt Pedersen mit neuem System spielen?

„Es tut uns gut, dass wir jetzt zwei Wochen richtig gut trainieren können. Nach der Länderspielpause wollen wir mit neuer Energie zurückkommen“, hat Trainer Henrik Pedersen nach dem desaströsen 0:3 bei der SpVgg Unterhaching angekündigt. Am Mittwochabend bestreitet sein Team bei Magdeburg einen Test gegen den Sechstligisten FSV Barleben. Der Däne wird nicht umhinkommen, sein 4-3-3-System überdenken zu müssen.

Und er muss sich fragen, ob von ihm vorgesehene Korstettstangen wie Felix Burmeister, Jonas Thorsen und Stephan Fürstner als solche derzeit wirklich geeignet sind. „Der Kopf spielt momentan bei jedem Einzelnen mit, das ist unverkennbar und das braucht man auch nicht wegzudiskutieren“, sagt Kapitän Fürstner.

"Müssen wieder an einem Strang ziehen"

Der bundesligaerfahrene Onur Bulut hat gesagt: „Wir müssen wieder zurück zum einfachen Fußballspielen kommen und alle an einem Strang ziehen.“ Daraus kann man lesen: Es wird nicht einfach gespielt – und es ziehen nicht alle an einem Strang. Dies erkennt ein Ex-Nationalspieler wie Tobias Rau vielleicht auch schneller als so mancher Aufsichtsrat-Kollege. Das Ruder herumreißen wird er aber auch nicht können.

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