RB Leipzigs Jean Kevin Augustin bejubelt mit seinen Mannschaftskameraden den Treffer zum 3:1 RB Leipzigs Jean Kevin Augustin bejubelt mit seinen Mannschaftskameraden den Treffer zum 3:1 © Imago
RB Leipzigs Jean Kevin Augustin bejubelt mit seinen Mannschaftskameraden den Treffer zum 3:1

Historischer Abend: RB Leipzig feiert ersten Sieg in der Königsklasse 

Fünf Tore, Powerfußball und ein verdienter Erfolg gegen den FC Porto: RB Leipzig meldet sich eindrucksvoll im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League zurück.  

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Leipzig. Nur drei Tage nach dem 3:2-Sieg in Dortmund das nächste Spektakel in der Champions League: RB Leipzig feiert vor rund 41.500 Zuschauern wieder einen 3:2 (3:2)-Erfolg, diesmal gegen den FC Porto. Im heimischen Stadion zeigt das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl eine starke Vorstellung mit viel Offensivdrang und schiebt sich dank des Siegs an dem portugiesischen Vizemeister vorbei auf Platz zwei der Gruppe G.

In einer spektakulären ersten Halbzeit erzielt Orban (9.) früh die Führung. Porto trifft aus dem Nichts zum 1:1. Mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten erhöhen Forsberg (38.) und Augustin (41.) auf 3:1. Die extrem effizienten Portugiesen verkürzen noch vor der Pause auf 3:2.

Ralph Hasenhüttl trat zufriedenen und mit einem Lächeln vor die Presse: „Ich bin sehr glücklich, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben uns heute zum Ziel gesetzt, etwas mehr von dem zu zeigen, was RB Leipzig ausmacht. Wenn man ein Haar in der Suppe finden will, dann dass wir das Spiel nicht viel höher gewonnen haben.“

Porto-Coach Sergio Conceicao war so sauer, dass er direkt nach der Partie in die Kabine verschwand: „Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr machen müssen. Uns war bewusst, wie stark der Gegner ist. Wir haben es versäumt, die Räume zu schließen. Wir haben defensive Fehler begangen, die wir sonst nicht begehen.“

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Werner erneut nur auf der Bank

Seine Startelf verändert Hasenhüttl im Vergleich zum BVB-Sieg auf drei Positionen: Lukas Klostermann beginnt als rechter Verteidiger, neben ihm trägt Willi Orban wieder die Kapitänsbinde. Im 4-3-3-System darf Emil Forsberg neben Augustin und Bruma stürmen. Größte Überraschung beim Kontrahenten: Rekordspieler Iker Casillas steht nicht zwischen den Pfosten. Für ihn hütet José Sà das Tor, der bisher noch keine einzige Partie in einem europäischen Vereinswettbewerb absolviert hat.

Der 24-Jährige steht bereits nach neun Minuten im Fokus: Portos Keeper kann einen Schuss von Bruma nicht halten, Augustin setzt nach, RB-Verteidiger Orban versenkt zur frühen Führung. Das Stadion tobt. Die Leipziger sind heiß, setzten die Gäste weiter unter Druck, dominieren die Partie.

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Zwei RB-Tore innerhalb von drei Minuten

Bitter: Mit dem ersten Schuss aufs Tor gleicht Porto aus. Aboubakar dreht sich mit dem Rücken zum RB-Kasten stehend und netzt aus sechs Metern volley ein. Die Roten Bullen lassen sich nicht schocken, bleiben überlegen. Sabitzer, Augustin, Bruma – der Offensivreigen ballert los was das Zeug hält. Die Mühe wird belohnt: Forsberg steht nach schönem Pass von Sabitzer nicht im Abseits – schiebt zum 2:1 und seinem zweiten Treffer in der Königsklasse ein.

Eiskalt das 3:1 nur drei Minuten später: Augustin nutzt einen Patzer der FC-Abwehr, setzt dem versprungenen Ball nach und schießt die Kugel unten rechts ein. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Wieder sind die Portugiesen extrem effizient. Nach einer Ecke köpft Herrera scharf ins Zentrum. Dort kommt Marcano in Harakiri-Manier angesprungen und trifft zum 3:2. Es ist erst der dritte Torschuss des FC in Halbzeit eins. Die Leipziger haben bereits 14 Mal den Abschluss gesucht.

Erster Champions-League-Sieg von RB Leipzig: Kommentar von Guido Schäfer

Nationalstürmer für Schlussoffensive

Der Unterhaltungswert im zweiten Durchgang bleibt hoch. Leipzig geht allerdings offensiv nicht mehr ganz so viel Risiko. Bruma mit der ersten Chance nach der Pause in der 62. Minute: Er schließt in Bedrängnis ab, der Ball rollt gen Tor. Doch Portos Marcano klärt kurz vor der Linie.
Ab der 70. Minute müssen die Gäste dann etwas fürs Spiel tun. RB lauert auf Konter, bekommt seine Chancen, doch nutzt sie nicht. In der Schlussviertelstunde bringt Hasenhüttl neue Offensivpower: Werner und Poulsen ersetzen Bruma und Augustin. Der deutsche Nationalstürmer hat in der 83. Minute das 4:2 auf dem Fuß.

In der 90. Minute kommt Bernardo für Forsberg, bloß keinen Treffer mehr kassieren. Drei Minuten Nachspielzeit. Die Zuschauer pfeifen, wollen das der Schiedsrichter endlich abpfeift. Um 22.38 Uhr ist es soweit - der erste Sieg in der Leipziger Champions-League-Geschichte perfekt.

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Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulácsi – Klostermann, Orban (C), Upamecano, Halstenberg – Keita, Kampl – Bruma (75. Werner), Forsberg (90. Bernardo) – Sabitzer, Augustin

Porto: José Sá – Layún, Felipe, Marcano, Telles - Danilo, Oliveira (57. Torres), Herrera (80. Hernani), Marega – Brahimi (76. Corona), Aboubakar

Tore: 1:0 Orban (9.), 1:1 Aboubakar (18.), 2:1 Forsberg (38.), 3:1 Augustin (41.), 3:2 Marcano (44.)

Zuschauer: 41.496

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