12. September 2018 / 10:20 Uhr

Null Toleranz nach Hitlergruß-Foto: Amateurklub SC 1920 Myhl setzt sieben Spieler vor die Tür

Null Toleranz nach Hitlergruß-Foto: Amateurklub SC 1920 Myhl setzt sieben Spieler vor die Tür

Redaktion Sportbuzzer
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Der Breitensport ist ein bedeutender Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Umso wichtiger, dass der Vorsitzende des SC 1920 Myhl hier schnell eingeschritten ist.
Der Breitensport ist ein bedeutender Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Umso wichtiger, dass der Vorsitzende des SC 1920 Myhl hier schnell eingeschritten ist. © imago/Patrick Scheiber
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Unfassbar: Sieben Hobby-Kicker von einem Verein in Nordrhein-Westfalen zeigen auf einem Mannschaftsfoto den Hitlergruß. Die Verantwortlichen reagieren schnell und setzen mit der Suspendierung der Spieler ein wichtiges Zeichen.

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Dieses Mannschaftsfoto ist ein handfester Skandal - und jenseits des guten Geschmacks. Sieben Fußballer der zweiten Mannschaft des SC 1920 Myhl (Nordrhein-Westfalen) wurden suspendiert, weil sie beim gemeinsamen Fotoshooting den Hitlergruß zeigten. Die Verantwortlichen des Klubs reagierten umgehend, nachdem der Trikotsponsor das Bild bei Facebook online gestellt hatte.

Gegenüber der Bild äußerte sich der erste Myhl-Vorsitzende Marc Winkens zu dem Vorfall und machte deutlich, dass der Verein darauf mit null Toleranz reagierte: "Als wir davon erfuhren, haben wir direkt eine Vorstandssitzung einberufen. Nach unserer Vereinssatzung konnten wir nur zu dem Schluss kommen, die Mitglieder auszuschließen." Zudem wurde die Zusammenarbeit mit besagtem Sponsor beendet. "Es wäre nicht konsequent, ihn jetzt weiterhin als Sponsor zu haben", so Winkens. Der SC 1920 Myhl wird demnächst also mit neuen Trikots auflaufen müssen.

Die Entschuldigung für den Hitlergruß kam zu spät

Zwar versuchten die sieben suspendierten Amateurkicker, den Schaden mit Hilfe eines Banners mit der Aufschrift "Sorry... an alle Menschen, die wir durch unsere unüberlegte Aktion verletzt haben" noch abzuwenden, doch besänftigen konnten sie die Vereinsverantwortlichen damit nicht mehr, wie der Vorsitzende klarstellte: "Es war gut, dass sie sich so entschuldigt haben. Trotzdem wird der Ausschluss nicht rückgängig gemacht werden."

Den Fußballern könnte sogar weiterer Ärger drohen. In den kommenden Tagen werden die sieben Personen von der Polizei vernommen, da wegen des "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" ermittelt wird. Ihnen sowie dem Sponsor und Imbissinhaber drohen im schlimmsten Fall eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft.

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