07. Oktober 2018 / 19:51 Uhr

Höchster Bundesligasieg: RB Leipzig ballert sich mit Offensiv-Feuerwerk auf Platz zwei

Höchster Bundesligasieg: RB Leipzig ballert sich mit Offensiv-Feuerwerk auf Platz zwei

Anne Grimm
LEIPZIG, GERMANY - OCTOBER 07: Kevin Kampl of RB Leipzig celebrates with team mates after scoring his team's first goal during the Bundesliga match between RB Leipzig and 1. FC Nuernberg at Red Bull Arena on October , 2018 in Leipzig, Germany.  (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)
Torfestival für RB Leipzig: den bunten Reigen eröffnet Kevin Kampl bereits in der dritten Spielminute. © 2018 Getty Images
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Fußballfest wie im Bilderbuch gegen den Aufsteiger aus Nürnberg: RB Leipzig katapultiert sich mit einem 6:0-Erfolg erstmals in dieser Saison auf einen Champions-League-Platz.  

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Leipzig. Schützenfest und große Fußballparty: RB Leipzig verwandelt das eigene Stadion am Sonntagabend beim höchsten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte in einen Tempel der Torekstase. Mit 6:0 (4:0) schießt das Team von Trainer Ralf Rangnick den Aufsteiger 1. FC Nürnberg vom Rasen, ballert sich erstmals in dieser Saison auf einen Champions-League-Platz. Die Rasenballer verabschieden sich vor 37.389 Zuschauern auf Rang zwei in die Länderspielpause, punkt- und torgleich mit Gladbach.

Kevin Kampl (3.) sowie Yussuf Poulsen (7.) legen mit zwei frühen Treffern einen Traumstart hin und schnell den Grundstein für den Erfolg. Marcel Sabitzer erhöht nach 21 Minuten auf 3:0. Timo Werner sorgt vor der Pause mit dem 4:0 für die Vorentscheidung (32.). In der zweiten Halbzeit setzen Sabitzer (55.) und Werner das Torfestival fort.

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RB Leipzig hat dem 1. FC Nürnberg sechs Tore eingeschenkt und sich mit dem Sieg auf Platz zwei geschossen. Zur Galerie
RB Leipzig hat dem 1. FC Nürnberg sechs Tore eingeschenkt und sich mit dem Sieg auf Platz zwei geschossen. ©
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Sieben Veränderungen nach Trondheim-Sieg und Blitzstart

In der RB-Startelf gibt es sieben Wechsel nach dem 3:1-Sieg am Donnerstag in der Europa League gegen Trondheim. Trotz der Rückkehr von Emil Forsberg und Kevin Kampl bleibt die Grundordnung der Leipziger ein 4-3-3, mit dem schwedischen Nationalspieler in der Spitze zwischen Yussuf Poulsen sowie Timo Werner. Bruma und Ibrahima Konate haben es nicht in den Kader geschafft.

Das Spiel hat noch gar nicht richtig begonnen, da zappelt der Ball bereits zum ersten Mal im Nürnberger Netz. Nationalstürmer Werner spielt scharf ins Zentrum. Dort will Margreitter klären, aber Kampl steht perfekt, zimmert den Ball ins rechte Eck. Der Slowene trifft bei seinem 100. Bundesligaspiel zum ersten Mal in dieser Saison. Fabian Bredlow, der ehemalige RB-Nachwuchskeeper, hat im Tor der Gäste keine Chance.

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(1) Peter Gulacsi: Macht seinen ersten Saison-Fehler, muss den Schuss von Günter besser abwehren. Sonst chancen - und fehlerlos. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Macht seinen ersten Saison-Fehler, muss den Schuss von Günter besser abwehren. Sonst chancen - und fehlerlos. Note 3. ©

Im selben Tempo legen die Hausherren nach. Nur vier Minuten später marschiert Werner auf der linken Seite bis zur Grundlinie, spielt in die Mitte, wo Poulsen den Ball bekommt. Der dänische Nationalspieler dreht sich auf engem Raum um die eigene Achse, würgt die Kugel an Bredlow vorbei ins Tor zum 2:0.

Neuer Rekord für RB Leipzig in der Bundesliga

Die 2500 Fans aus Nürnberg sind im Gästeblock kaum zu hören, denn die Zuschauer im Stadion lassen ihrer Begeisterung freien Lauf. Sie spüren: Der Gastgeber hat noch lange nicht genug. Die Post geht wieder über die linke Seite ab: Kampl bedient Sabitzer, der schneller als sein Gegenspieler ist und aus spitzem Winkel flach abzieht. Der Ball schlägt zwischen Pfosten und Bredlows rechtem Fuß ein – der FCN-Keeper trägt seinen Anteil am 3:0.

Die Leipziger fangen an zu Zaubern – Hacke, Spitze, eins zwei drei. Immer wieder Szenenapplaus von den Rängen. Nun ist Werner selbst beim Schützenfest an der Reihe, kombiniert mit Forsberg im Strafraum des Aufsteigers. Der Schwede zieht aus 25 Metern ab. Mühl hält den Hintern dazwischen. Doch der Abpraller fällt Werner vor die Füße, der Nationalspieler schiebt aus 16 Metern rechts unten zum 4:0 ein. Vier Tore vor der Pause schoss Leipzig zuvor noch nie in der Bundesliga.

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Willi Orban (RB Leipzig): „Als Abwehrspieler freut es mich natürlich auch, dass wir zu null gespielt haben. Ich denke, der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, weil wir den Gegner über 90 Minuten gestresst haben. Die frühen Tore tuen unserem Spiel gut. Platz 2 ist eine schöne Momentaufnahme – mehr nicht. Wir müssen jetzt da weitermachen.“ Zur Galerie
Willi Orban (RB Leipzig): „Als Abwehrspieler freut es mich natürlich auch, dass wir zu null gespielt haben. Ich denke, der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, weil wir den Gegner über 90 Minuten gestresst haben. Die frühen Tore tuen unserem Spiel gut. Platz 2 ist eine schöne Momentaufnahme – mehr nicht. Wir müssen jetzt da weitermachen.“ ©

Mit Standing-Ovation in die Kabine

Es ist ein Tag, an dem alles klappt. Als der Aufsteiger gegen Ende der ersten Halbzeit zwei Konterchancen auf dem Silbertablett serviert bekommt, ist RB-Keeper Peter Gulacsi als elfter Feldspieler zur Stelle, klärt zweimal sicher und spielerisch außerhalb des Strafraums. Mit Standing-Ovation der Fans geht’s in die Kabine.

Trainer Rangnick wechselt zur Halbzeit, gönnt seinem Dauerbrenner Kampl eine Pause, bringt Stefan Ilsanker. Auch bei Nürnberg gibt es eine Veränderung: Ex-RB-Stürmer Federico Palacios darf nun beim FCN ran. Doch die Leipziger sind nicht zu bremsen. Sabitzer und Werner erhöhen auf 5:0 und 6:0.

Für den Aufsteiger kommt es noch schlimmer: Leibold sieht nach einer Notbremse an Werner Rot. Der DFB-Stürmer vergibt den anschließenden Elfer, FCN-Keeper Bredlow ist noch mit dem Fuß dran. Die Fans singen: „Einer geht noch, einer geht noch rein.“ Es bleibt beim spektakulären 6:0.

Statistik

RB: Gulacsi - Mukiele, Orban, Upamecano, Halstenberg – Kampl (46. Ilsanker), Demme - Sabitzer, Forsberg (75. Cunha) – Poulsen (63. Augustin), Werner

FCN: Bredlow – Valentini (82. Bauer), Margreitter, Mühl, Leibold (62. Rot) - Petrak – Misdjan (46. Palacios), Löwen, Behrens, Kubo (60. Knöll) - Ishak

Tore: 1:0 Kampl (3.), 2:0 Poulsen (7.), 3:0 Sabitzer (21.), 4:0 Werner (32.), 5:0 Sabitzer (55.), 6:0 Werner (59.)

Zuschauer: 37.389

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