Andre Hofschneider Union Berlin Union Berlins neuer Trainer André Hofschneider greift auch im Winter gerne zur kurzen Hose. © dpa
Andre Hofschneider Union Berlin

André Hofschneider zögert keinen Moment mit Zusage

2. Bundesliga: Union Berlins neuer Trainer soll den Verein in die Bundesliga führen.

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André Hofschneider grüßte mit einem kräftigen „Mahlzeit“. Der neue Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin gab sich am Donnerstag am frühen Nachmittag bei seinem ersten offiziellen Auftritt als Nachfolger von Jens Keller betont gelassen und erschien zur Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag (13 Uhr) gegen Dynamo Dresden in kurzer Hose. „Langes Beinkleid ist mir bei Bewegung unangenehm“, erklärte er seinen Dress. Am Samstag wolle er jedoch eine lange Hose tragen. Nicht, weil die Temperaturen mit dem Gefrierpunkt flirten, sondern „um die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten“.

Klares Ziel Aufstieg

Und das ist der Aufstieg des 1. FC Union in die Bundesliga. Nichts weniger als das ist die Mission, die der Ex-Rostocker Hofschneider nach der überraschenden Trennung von Keller angetreten hat. Denn wer als Tabellenvierter eine Kurskorrektur vornimmt und den Fahrer austauscht, will die Ausfahrt Bundesliga nehmen. Damit ist der Druck auf den 47-Jährigen groß, zumal Teile der Mannschaft gerne mit Keller weitergearbeitet hätten. Dennoch habe Hofschneider nicht an seiner sofortigen Zusage gezweifelt. Am Sonntagabend nach der Köpenicker 1:2-Niederlage sei seine Bereitschaft abgefragt worden. „Gewisse Angebote sollte man nicht ablehnen“, sagte der bisherige A-Junioren-Coach, der von Kellers Demission durchaus überrascht war. „In dem Fall musste ich nicht so lange überlegen, was ich mache. Es gibt genug Argumente, Trainer bei Union Berlin zu werden.“

Wiedersehen mit Neuhaus

Immerhin weiß Hofschneider, was ihn erwartet. Von 2007 bis 2016 war er Co-Trainer bei Union. In der Spielzeit 2015/2016 half der einstige Verteidiger gleich zweimal als Interimscoach aus. Damals fehlte ihm jedoch die nötige Fußballlehrer-Lizenz, um im Amt zu bleiben. Inzwischen hat er den Lehrgang absolviert, sein Trainerstil habe sich aufgrund der Fortbildung jedoch nicht grundlegend geändert. „Jeder Trainer sollte sich ein Stück Persönliches aufheben. Der Unterschied macht es aus. Wenn alle das Gleiche machen, wird es langweilig.“ Viel habe er von den Gesprächen mit Kursteilnehmern gelernt. Etwa mit Herthas Nachwuchstrainer Michael Hartmann, mit dem Hofschneider eine Fahrgemeinschaft nach Hennef (Nordrhein-Westfalen) bildete und das Zimmer teilte. „Auch wenn er im Herzen Blau-Weiß ist, ist er ganz in Ordnung“, sagte Hofschneider mit einem Lächeln.

Die Karriere des neuen Union-Trainers André Hofschneider in Bildern.

Beim Thema Uwe Neuhaus blieben die Mundwinkel oben. Hofschneider assistierte dem heutigen Dresden-Coach von 2007 bis 2014 bei Union. „Montagabend erhielt ich eine SMS von ihm. Wir haben dann telefoniert. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihm einen Platz neben mir freihalten soll“, flachste Hofschneider. Tatsächlich wird der bisherige Co-Trainer Sebastian Bönig an seiner Seite sitzen.

Viele Gespräche

Auch darüber hinaus setzt Hofschneider auf Kontinuität. „Ich wäre schlecht beraten, viele Dinge in so kurzer Vorbereitungszeit zu verändern. Die Mannschaft ist gewisse Dinge und Abläufe gewohnt. Grundlegende Dinge kann man so schnell nicht ändern.“ Seine Aufgabe sei es zunächst, Gespräche zu führen, „um Selbstvertrauen in die Köpfe zu bekommen“. Außerdem wolle er mit den Profis, die ihn noch nicht kennen, eine Basis finden. Immerhin wissen sie schon mal, was es mit der kurzen Hose auf sich hat.

Fussball 2. Bundesliga 1.FC Union Berlin 1. FC Union Berlin (Herren) Kreis Havelland Region/Brandenburg F.C. Hansa Rostock

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