Der SV Lindenau konnte das Auswärtsspiel bei TuS Leutzsch um die Ecke klar gewinnen. © Sylvio Hoffmann

Hoher Derbysieg für Lindenau in Leutzsch

Die großen Erwartungen der Leutzscher erfüllten sich nicht: Der SV Lindenau nutzte seine Möglichkeiten zum Sieg konsequent.

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Leipzig. Kein Winter in Leipzig-Leutzsch, es bleibt Herbst! Teilweise Sonnenschein, etwas Wind und ein gut zu bespielender Platz waren gute Voraussetzungen für das Westderby, dem ersten Rückrundenspiel der Saison 2016/2017. Für die 40 Zuschauer war dies nicht ganz so angenehm. Auch die Anstoßzeit (13 Uhr) war nicht so günstig für alle Beteiligten.

Lindenau – der greifbare Tabellennachbar? So konnte der neutrale Betrachter gedacht haben beim Blick auf die Tabelle. Endlich wieder ein Sieg für die Leutzscher? In der Tabelle vor Lindenau, dem ewigen Nachbarn, stehen. Sich selbst krönen mit den Titel „Derbysieger“! Nichts da – ein deutlicher Sieg für die Gäste. In der zweiten Halbzeit zwar weiterhin mit großem Bemühen des TuS Leutzsch, aber auch mit gravierenden Fehlern in der Defensive bei den Gastgebern, was zu einem klaren Ergebnis führte.

Die Lindenauer Abwehr beherrschte brenzliche Situationen

Die erste Halbzeit gehörte der Leutzscher Mannschaft von Trainer Tino Berger. Das einzige Manko war allerdings erneut die Chancenverwertung durch Eismann (12. min) oder Franz (29. min). In der 32. Minute zog der diesmal von Anfang an spielende Dirk Winkler aus 25 Metern ab. Den Schuss konnte Lindenaus Hüter Florian Fuchs mit „Übergreifen“ noch aus dem Winkel kratzen. Diese Aktion hätte ein Tor verdient. Aber wenn man unten steht...

Ab der 32. Minute hatten die Gäste erste Möglichkeiten durch einen Kopfball durch Ken Schreiber aus Nahdistanz und Ivo Makiola, der allein auf den Leutzscher Torhüter zulief. Pfefferkorn meisterte diese Situation. Nur zwei Minuten später ein Konter. Ken Schreiber wurde steil angespielt und konnte zur etwas überraschenden Führung verwandeln. TuS Leutzsch schockte das allerdings nicht, sondern legte noch eine Schippe drauf, woraus sich weitere Möglichkeiten ergaben. Beispielsweise in der 44. Minute, als Dirk Winlkler gleich zweimal den Treffer auf dem Fuß hatte. Die Lindenauer Abwehr blieb allerdings Sieger auch in dieser brenzlichen Situation.

Christian Bellstädt netzte zum 0:4-Endstand ein

Zur Halbzeit musste TuS-Trainer Berger selbst die Schuhe schnüren, da Martin Franz verletzungsbedingt nicht weitermachen konnte. In der 50. Minute dann die wohl größte Chane für die in grün spielenden Gastgeber. Das Lindenauer Tor war durch einen Torhüterausflug leer, aber der Ball flog neben das Gehäuse der Gäste. Das Spiel wurde jetzt intensiver, doch der 65-jährige Schiri Lothar Forstner aus Dommitzsch hatte das Spiel jederzeit in Griff – Hut ab!

Ein schwerer Schlag für die Leutzscher Truppe, denn nun folgten die acht Minuten, die das Spiel entschieden. Zweimal war Christopher Hausmann (64. Minute und 68. Minute) mit Ball schneller als die gesamte TuS-Abwehr. Er erzielte das 0:2 beziehungsweise 0:3. In der 72. Minute hatte sich der Torhüter der Gastgeber nach einer Ecke verschätzt und Christian Bellstädt war im richtigen Moment am richtigen Ort – 0:4. In der 70. Minute verletzte sich Kevin Eck am rechten Fuß, so dass er vom Platz geführt werden musste. Gute Besserung!

Der Rest des Spiels verlief in geordneten Bahnen. So sehr sich Burak Topaloglu und Dirk Winkler auf Leutzscher Seite im Mittelfeld bemühten, das TuS-Spiel zu führen, und der Rest der Mannschaft sich bemühte, es war einfach zu wenig. Der Sieg der Gäste ging in Ordnung. Wer seine Chancen nicht nutzt, kann nicht gewinnen. Etwas entschuldigend ist sicherlich für die Leutzscher Mannschaft anzuführen, dass gleich fünf wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen.

Am 17. Dezember 2016 (14 Uhr) kommt die SG LVB zum Nachholspiel an die Rietschelstraße.

TuS Leutzsch 1990 SV Lindenau 1848 TuS Leutzsch 1990 I-SV Lindenau 1848 I (10/12/2016 15:00) Kreisoberliga Kreis Leipzig Stadtliga (Herren) Region/Leipzig TuS Leutzsch 1990 I (Herren) SV Lindenau 1848 I (Herren)

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