Holstein Kiel 001 Der spezielle Tor-Gruß des Kieler Knipsers: Marvin Ducksch (re.) feiert am Sonntag mit Christohper Lenz und Steven Lewerenz (li.) seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. © Paesler
Holstein Kiel 001

Holstein feiert „Dreier“-Premiere in Liga zwei

Störche bezwingen am 3. Spieltag die SpVgg Greuther Fürth mit 3:1

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​Holstein zeigt erneut Comeback-Qualitäten

Na bitte! Holstein Kiel fühlt sich in neuer sportlicher Luft immer wohler. Der verdiente 3:1 (2:1)-Heimsieg des offensiv erneut zum Teil brillant agierenden Aufsteigers gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth war im dritten Versuch der erste „Dreier“ in der Zweiten Liga – der nächste wichtige Schritt im Lernprozess. Marvin Ducksch (25. Minute), Dominik Schmidt (32.) und Dominick Drexler per Foulelfmeter (76.) sorgten mit ihren Treffern am Sonntag vor 8535 Zuschauern erneut für Jubelgesänge auf den Rängen. Und wie schon zuletzt bei der 2:1-Pokal-Gala gegen Braunschweig oder beim Liga-Auftakt gegen den neuen Spitzenreiter Sandhausen bewiesen die Störche auch gegen die Franken nach einem frühen 0:1-Rückstand eine enorme Comeback-Qualität.

​Greuther Fürth mit vier Nationalspielern

Bereits zum 997. Mal (!) in ihrer Vereinsgeschichte liefen die Gäste an der Förde als Fußball-Zweitligist auf. Mit Balazs Megyeri, Jürgen Gjasula, Nik Omladovic und Veton Berisha standen vier Nationalspieler in der Anfangself. Und die Fürther legten auch tatsächlich von Beginn an derart forsch los, als wollten sie den verpatzten Saisonauftakt mit zwei Niederlagen im Handstreich korrigieren. Berisha (2.) hatte die Blitz-Führung auf dem Fuß, Gjasula (11.) machte es unter extremer Mithilfe der Kieler Abwehr nach der zweiten Ecke der Gäste besser.

​Christopher Lenz mit überragender Leistung

Ein Schockerlebnis ohne nachhaltige Wirkung. Die Störche schüttelten die anfängliche Schlafmützigkeit aus ihrem Gefieder, schalteten das Defensiv- „Navi“ ein, gingen nun deutlich aggressiver in die Zweikämpfe und drehten an ihrem von der Konkurrenz gefürchteten Kombinations-Schwungrad. Einmal mit bedachtem Aufbau mit viel Ballzirkulation über die Flügel, in der nächsten Szene mit überfallartigem Umschaltspiel. Auch mit ihrem giftigen Pressing brachten die Nordlichter ihren Gegner immer wieder in Schwierigkeiten.Schon vor dem Rückstand hatte Ducksch (7., 9.) die Möglichkeit zum eigenen Treffer ausgelassen. Als aber der überragende Christopher Lenz im Anschluss an seinen zweiten Eckstoß erneut eine Flanke in den Fürther Strafraum geschlagen hatte, kam der Kieler Torjäger (25.) unbehelligt zum Kopfball und nickte zum Ausgleich ein. Der Beginn eines desaströsen Defensiv-Vortrages von der Mannschaft des am Ende komplett desillusionierten Coaches Janos Radoki.Und weiter ging’s im Kieler Takt. Angriffs-Hüne Philipp Hofmann (31.) vergab frei vor KSV-Keeper Kenneth Kronholm einen „Riesen“ zum 2:1. Auf der Gegenseite hechtete KSV-Innenverteidiger Schmidt (32.) mit Macht in den mit viel Effet getretenen Eckball von Lenz und köpfte die Störche in Front. Der Anfang vom Ende aller Fürther Hoffnungen auf die Wende. Kingsley Schindler (40. 42.) und Drexler (42.) hätten schon vor der Pause die Zeichen endgültig auf Heimerfolg stellen können. Lenz (45.+1) schmetterte einen „Hammer“ aus gut 20 Metern gegen die Querlatte des Gäste-Gehäuse.

​Anfang lobt die Leidenschaft der Störche

Sollte sich die Fahrlässigkeit in der Chancenverwertung rächen? Der eingewechselte Sebastian Ernst (50.) hätte die Uralt-Weisheit des Fußball um Haaresbreite bestätigt. Dann jedoch übernahmen wieder die Gastgeber das Kommando auf dem Rasen. Im Zeitlupen-Tempo inszenierten Drexler und Ducksch einen Doppelpass im gegnerischen Hoheitsgebiet. Die Greuther Verteidiger standen Spalier, übten sich in einem Akt von Arbeitsverweigerung. Khaled Narey brachte Drexler zu Fall. Der KSV-Spielmacher selbst verwandelte seinen zweiten Elfmeter in Folge zur Entscheidung (76.).„Wir haben acht, neun Minuten gebraucht, bis wir im Spiel angekommen sind. Nach dem Rückstand haben die Jungs ihre Sache dann richtig gut gemacht. Sie haben immer nach vorn und mit viel Leidenschaft gespielt“, lobte Holstein-Cheftrainer Markus Anfang: „Ich freue mich sowohl über die drei Punkte als auch über die Leistung meiner Mannschaft.“12:5 Torchancen, aber kein Kantersieg – das Haar in der ansonsten so bekömmlichen Kieler Fußball-Suppe? „Natürlich geht es immer besser. Aber wir sind Aufsteiger, erspielen uns regelmäßig viele Möglichkeiten und tun gut daran, Demut zu beweisen und mit dem bislang Erreichten zufrieden zu sein“, antwortete Anfang am Ende eines Nachmittages, der neun Tage nach dem heroischen Pokal-Erfolg nun auch Kieler Helden des Zweitliga-Alltags gebar.

Hier geht es zur Einzelkritik der Holstein-Spieler

Region/Kiel Fussball 2. Bundesliga Holstein Kiel SpVgg Greuther Fürth Holstein Kiel-SpVgg Greuther Fürth (20/08/2017 13:30)

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