Holstein-Trainer Markus Anfang wollte sich auch gestern, beim Start in die Trainingswoche, nicht zu den Spekulationen um einen Wechsel nach Köln äußern. Holstein-Trainer Markus Anfang wollte sich auch gestern, beim Start in die Trainingswoche, nicht zu den Spekulationen um einen Wechsel nach Köln äußern. © Paesler
Holstein-Trainer Markus Anfang wollte sich auch gestern, beim Start in die Trainingswoche, nicht zu den Spekulationen um einen Wechsel nach Köln äußern.

Holstein Kiel: Anfang muss bleiben

Der KSV-Trainer schweigt weiter – und ist nicht mehr der einzige Trainer-Kandidat bei Bundesligist 1. FC Köln

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Die Gerüchte um einen Wechsel von Trainer Markus Anfang zum 1. FC Köln im Nacken, Eintracht Braunschweig vor der Brust: Fußball-Zweitligist Holstein Kiel bleibt augenscheinlich cool – und setzt auf den Lerneffekt.

Gestern, 14 Uhr. Trainer Markus Anfang geht in Kiel-Projensdorf auf dem Trainingsplatz vier einsam auf und ab. Den Kopf gesenkt, die Freisprecheinrichtung am Ohr. Mit wem er gerade telefoniert, verrät er nicht. „Kein Kommentar“, sagt auch Pressesprecher Wolf Paarmann. „Wir bleiben bei den Aussagen von Sonnabend.“ Nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf kam Anfang ein deutliches Dementi zu den Gerüchten um seine Person nicht über die Lippen.

Angeblich soll seit gestern auch der bei Union Berlin beurlaubte Jens Keller (siehe Text unten) ein Kandidat für den im Winter frei werdenden Trainerposten bei den Geißböcken sein. Markus Anfang, dessen Vertrag bei der KSV bis 2019 datiert ist und nicht für die Erste Liga gilt, sei wohl frühestens im Sommer 2018 zu haben, heißt es in gut unterrichteten Kölner Kreisen.

Um 15.06 Uhr kommen die Störche-Profis aus der Kabine und gehen in Richtung Kunstrasenplatz. Die Stamm-Kiebitze warten schon. Die Themen sind schnell gefunden: zum einen die Entlassung Kellers bei Union Berlin, zum anderen die Gerüchte um Anfang. „Ich könnte es schon verstehen, wenn Markus nach Köln geht. Aber das würde bei Holstein ein Loch reißen“, sagt Dieter Kahlert, der seit zwei Jahren nahezu jedes Training der Störche besucht. Ein anderer sagt: „Zehn Millionen für den Trainer aufzurufen, ist doch Quatsch. In unserem Klub haben Kaufleute das Sagen. Bei drei bis fünf Millionen wäre man sicher gesprächsbereit. Schade wäre es natürlich, aber so ist das Geschäft!“

Drexler:  „Natürlich will jeder, dass Markus Anfang in Kiel bleibt. Er ist der Macher unseres Erfolgs."


KSV-Sportchef Ralf Becker betritt den Platz. Eine veränderte Trainingsatmosphäre kann Dieter Kahlert nicht beobachten. „Ich würde das spüren, aber alles ist wie immer.“ Auch nach dem Training bleibt die Stimmung locker. „Natürlich will jeder, dass Markus Anfang in Kiel bleibt. Er ist der Macher unseres Erfolgs“, sagt Mittelfeldstratege Dominick Drexler, „und weil er hier noch einen Vertrag hat, gehe ich davon aus, dass er diesen auch erfüllen wird.“

Wollen sich nicht aus der Ruhe bringen lassen: Rafael Czichos (re.) und Dominick Drexler auf dem Weg zum Trainingsplatz. Wollen sich nicht aus der Ruhe bringen lassen: Rafael Czichos (re.) und Dominick Drexler auf dem Weg zum Trainingsplatz. © Paesler

Auch für Holsteins Kapitän Rafael Czichos ist ein Trainerwechsel aktuell nicht vorstellbar. „Der Trainer hat uns ein System mitgebracht, das perfekt auf uns zugeschnitten ist. Er lässt nicht den Oberlehrer raushängen und schenkt uns Vertrauen. Das Verhältnis zwischen Zuckerbrot und Peitsche stimmt einfach.“

Der 27-Jährige will lieber über die Vorbereitung auf das letzte Spiel der Zweitliga-Hinrunde bei Eintracht Braunschweig sprechen (Freitag, 18.30 Uhr). In den vergangenen Partien, gegen Nürnberg, Ingolstadt und Düsseldorf, habe man gemerkt, sagt Czichos, dass die Gegner viel Qualität besitzen und gut vorbereitet waren.

Etwas überrascht sei Czichos schon über die Möglichkeit, Herbstmeister zu werden. Aber dass die Mannschaft lernfähig ist, hätte sie schließlich schon in der vergangenen Saison bewiesen. Ein echter Lerneffekt für die Störche? „Das Niveau der Gegenspieler wird höher, und deshalb ist jeder Einzelne gefordert, sein Leistungsvermögen noch mal auf ein anderes Level zu heben“, so der Kieler „Capitano“.

Dominick Drexler rechnet schon mal: „Wenn du in Braunschweig gewinnst, hast du die beiden gegen Düsseldorf verlorenen Punkte wieder drin.“ Die Weihnachtspause nach dem Jahresabschluss beim SV Sandhausen (17. Dezember) sehnt aber nicht nur Drexler herbei. „Diese Woche haben wir wegen des Freitagspiels bei Eintracht Braunschweig keinen freien Tag. Die Jungs müssen jetzt noch einmal die Arschbacken zusammenkneifen und noch zweimal bis zur Weihnachtspause guten Fußball spielen, dann tut auch nichts weh“, verspricht Markus Anfang.

Der Trainer muss bleiben, dann gelingt der Durchmarsch in die Bundesliga – sagen drei Viertel der über 500 befragten Nutzer des KN-Sportbuzzers. Noch mehr Online-Befragte (81 Prozent) sind sich sicher: Geht Markus Anfang im Winter, ist der Aufstieg futsch.

Wechsel zum 1.FC Köln? So reagiert das Netz auf die Gerüchte um KSV-Trainer Markus Anfang

Das sind die nächsten Gegner für Holstein Kiel:

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