dc5a-6vy3m4y6srskeylw62a_original Wenn Holstein Kiels Athletiktrainer Timm Sörensen die Profis zum Aufwärmprogramm bittet, schnellt die Belastung zügig in die Höhe ... © Paesler
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Holstein Kiel arbeitet bei seiner Leistungsdiagnostik mit Funktionsshirts und iPad

Neue Liga - neue Technik

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Das Vertrauen in die eigene Beobachtung ist gut, die Kontrolle durch moderne Technik besser: Timm Sörensen, Athletik-Trainer des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, hat die KSV-Profis fast täglich vor Augen. Auf dem Bildschirm seines iPads sieht der 34-Jährigen seit der vergangenen Woche die Werte der Spieler in Sachen Laufstrecke, Geschwindigkeit und Herzfrequenz – in farblich unterschiedlichen Fieberkurven und Balken visualisiert und unbestechlich.Das Leistungsdiagnostik-System stammt von der Firma Polar Team Pro. Sowohl bei Testspielen als auch in den Trainingseinheiten tragen die Akteure Funktionsshirts mit Elektroden im Rückenbereich und einem die Daten übertragenden GPS-Sender im Nackenteil. Leistungstracking im Mannschaftssport, so lautet der diese Technik beschreibende Fachbegriff. Trainerteam und medizinische Abteilung können entweder anhand der Live-Daten sofort reagieren oder bei der Analyse im Nachklapp die individuelle Belastung steuern. „Das ist wichtig für die Trainingsperiodisierung. Beispielsweise in der vergleichsweise langen Woche nach dem Pokalspiel gegen Eintracht Braunschweig am Freitagabend (11.August/Anm. der Redaktion) und dem nächsten Zweitliga-Heimspiel zehn Tage später gegen Greuther Fürth“, erklärt Sörensen.

dc5a-6vy3m53ihhk1izdip62a_original ... danach können die Spieler, hier Marvin Ducksch (re.) und Atakan Karazor, ihre Werte selbst auf dem iPad begutachten © Paesler

Das Tragen der Spezial-Unterziehhemden bereitet den Spielern keine Probleme. „Die merkt man gar nicht“, sagt Mittelstürmer Marvin Ducksch stellvertretend. Jede Trainingseinheit, so Sörensen, werde ausgewertet  und archiviert. Bei Bedarf könne Chefcoach Markus Anfang die Daten jederzeit nutzen. Beim 0:0 beim SC Weiche Flensburg 08 am vergangenen
Sonntag, der Generalprobe für den Zweitliga-Auftakt am kommenden Sonntag gegen den SV Sandhausen (15.30 Uhr), wies das iPad in Durchgang eins Tim Siedschlag als laufstärksten Storch aus: 6,2 Kilometer, darunter acht Sprints. „Innenverteidiger werden in aller Regel eine geringere Strecke zurücklegen als Mittelfeldspieler“, relativiert Sörensen. Ein Sprint beginnt in der Datenwertung bei 25 km/h, ab 19 km/h heißt es Tempolauf. Der wichtigste Wert bei der Belastungskrontrolle sei zudem die Erholungszeit.Dass die Laufstrecke eines Teams während der 90 Minuten nicht zwangsläufig mit guten Ergebnissen gleichzusetzen ist, belegt das Beispiel des FC Bayern. Lange Ballbesitzphasen plus Felddominanz halten eher den Gegner auf Trab. Passgenauigkeit und Zweikampfquote sind da schon aussagekräftiger sowohl für die individuelle als auch die Teamleistung. Und auch in diesem Punkt erhält die KSV Holstein künftig Informationen. Dank unter dem Stadiondach montierter Kameras sammelt die für die Erste und Zweite Bundesliga zuständige Deutsche Fußball Liga (DFL) entsprechende Daten und lässt sie auswerten. Neue Liga, neue Technik!

dc5a-6vy3m57wpad1gfzp662a_original Der GPS-Sender im Nacken der Funktionsshirts übermittelt die von den Elektroden im Rückenbereich aufgenommenen Daten. © Paesler
Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga Region/Kiel

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