15. November 2017 / 07:06 Uhr

Holstein Kiel: Atakan Karazor schaltet in den Angriffs-Modus

Holstein Kiel: Atakan Karazor schaltet in den Angriffs-Modus

Andreas Geidel
Atakan Karazor.
Atakan Karazor im Spiel gegen den HSV II. © Paar
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Holstein-Neuzugang macht nächsten Schritt: "Ich musste den professionellen Mittelweg suchen und den habe ich jetzt gefunden".

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Die Vorschusslorbeeren waren groß, als Atakan Karazor im vergangenen Sommer von Borussia Dortmund II zum
Fußball-Zweitligaaufsteiger Holstein Kiel wechselte. Die Folgen eines im Training erlittenen Innenbandrisses im
Sprunggelenk zu Beginn der Saisonvorbereitung stellten den technisch versierten defensiven Mittfeldspieler aller-
dings zunächst in die Warteschleife. Jetzt hat der 21-Jährige in den Angriffs-Modus geschaltet.

Konkurrenten Peitz und Kinsombi sind die Platzhirsche

Die Gelbsperre des Positions-Konkurrenten Dominic Peitz spülte Karazor beim jüngsten 3:0-Heimsieg gegen
Dynamo Dresden erstmals in den Kader des Tabellenzweiten. Beim 2:3 im Test gegen Heracles Almelo stand der 1,90 m-Schlaks am vergangenen Donnerstag 90 Minuten auf dem Rasen. „Diese Woche war für mich der nächsten Schritt. Ich werte das auch als Belohnung für meine Trainingsleistungen“, sagt Karazor, der im Umgang mit Chefcoach Markus Anfang „viel Vertrauen“ spürt. „Das gab und gibt mir Kraft. Gerade nach meiner Verletzung.“

Das sind die nächsten Gegner für Holstein Kiel:

6. Mai, 15.30 Uhr: bei Fortuna Düsseldorf Zur Galerie
6. Mai, 15.30 Uhr: bei Fortuna Düsseldorf ©
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Noch müsse er an seiner Fitness arbeiten („da ist noch Luft nach oben“), doch Karazor wähnt sich auf dem richtigen Weg, um „der Mannschaft endlich richtig helfen zu können“. Den gelebten Teamgeist der Störche hat er verinnerlicht: „Der Erfolg der Mannschaft steht im Vordergrund. Aber verstecken will ich meine persönlichen Ziele auch nicht. Ich musste den professionellen Mittelweg suchen – und den habe ich jetzt gefunden.“

Marvin Ducksch bot Hilfestellung

Hilfestellung bot dabei vor allem Holsteins Zweitliga-Top-Torjäger Marvin Ducksch, Karazors Kumpel schon zu ge-
meinsamen Dortmunder Zeiten. „Über Marvin habe ich schnell Kontakt zu den anderen Spielern bekommen“, erin-
nert sich der gebürtige Ruhrpott-Junge, der im Kieler Stadtteil Elmschenhagen sein neues Domizil gefunden hat.
„Meine Familie und speziell mein Bruder Kaan besuchen mich oft und gerne. Und wird die Sehnsucht doch einmal zu groß, steigen Marvin und ich am freien Wochenende ins Auto und fahren in die Heimat“, lacht Karazor.

Viel Freizeit für derartige Exkursionen gibt es indes ob des eng getackteten Terminkalenders nicht. Ein Zustand, der sich so schnell nicht ändern dürfte. Schließlich ist Karazors Vertrag bei den Störchen bis zum 30. Juni 2020 datiert. Eine Laufzeit, die die Wertschätzung der Kieler Verantwortlichen für ihren Sommer-Neuzugang mit Perspektive belegt. Noch sind Routinier Peitz und der gleichaltrige David Kinsombi die Platzhirsche auf der „Sechs“. In einem Detail bewegt sich Karazor aber schon auf Augenhöhe mit dem 33-jährigen Peitz, der „Ag-
gressive Leader“ der Störche. In der vergangenen Saison kassierte Karazor in 29 Spielen der Regionalliga West 13 Gelbe Karten. „Ja, auch ich in bin auf dem Feld sehr emotional. Das kommt zwar bei den Schiedsrichtern nicht immer so gut an. Aber ein Zeichen zu setzen, ist für die Mannschaft manchmal richtig wichtig“, lautet Karazors Devise.

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