11. Juli 2018 / 11:59 Uhr

Holstein Kiel:  Außenverteidiger Jannik Dehm betritt in Kiel Neuland

Holstein Kiel:  Außenverteidiger Jannik Dehm betritt in Kiel Neuland

Andreas Geidel
Starker Schuss: Störche-Neuzugang Jannik Dehm.
Starker Schuss: Störche-Neuzugang Jannik Dehm. © Paesler
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Blond, schnell und gierig nach Erfolg - Keine Furcht vor „göttlicher“ Konkurrenz

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Die Zeit scheint reif für den 22-jährigen Jannik Dehm. Reif für Auftritte auf der großen Fußball-Bühne. Nach knapp drei Jahren Regionalliga Südwest bei der TSG Hoffenheim II soll Zweitligist Holstein Kiel als Sprungbrett dienen. Als Rechtsverteidiger mit ausgeprägter Angriffslust will er für Furore im Bundesliga-Unterhaus sorgen. Hoffenheim II, rechte Bahn – das hat vor 24 Monaten schon einmal an der Förde funktioniert. Damals stieß Kingsley Schindler aus dem Kraichgau ins Nest der Störche, war zunächst für die Defensive eingeplant, setzte aber als offensiver Flügelflitzer den Blinker für die Überholspur und steigerte seinen Marktwert bis heute um rund zwei Millionen Euro.

Eine rasante Entwicklung, die natürlich auch Dehm, der mit dem Kieler „King“ im Spieljahr 2015/16 bei 31 Einsätzen gemeinsam das TSG-II-Trikot trug, bei seiner Entscheidung pro Holstein nicht ungerührt ließ: „Ja, wir hatten immer mal wieder Kontakt. Und als Fußballer verfolgt man selbstverständlich den Werdegang eines ehemaligen Mitspielers besonders. “Blond, schnell, gierig – diese Beschreibung seiner Person nickt Dehm mit einem für ihn typischen Lachen und strahlenden Augen ab. Mit dem Zusatz: „Gierig nach Erfolg!“ Nicht einmal die in Kiel gottgleiche Präsenz von Publikumsliebling Patrick Herrmann auf seiner Stammposition sorgt ihn. „Wir können viel voneinander lernen, da wir unterschiedliche Typen sind. Wir verstehen uns gut. Die letzte Entscheidung liegt dann ohnehin beim Trainer.“

Und zu diesem hat der ablösefreie Dehm ein besonderes Verhältnis. Schließlich hatte KSV-Chefcoach Tim Walter den Störche-Neuzugang mit der starken rechten Klebe bereits in der U19 des KSC unter seinen Fittichen. Damals, als der Einzug ins DM-Finale gegen Schalke 04 nur knapp verpasst wurde. „Das war in der Jugend, jetzt sind wir im Profifußball. Das ist schon ein großer Unterschied“, so Dehm, der aus der neuerlichen Zusammenarbeit mit Walter trotz der grundsätzlichen Kenntnisse dessen Spielphilosophie keinen persönlichen Vorteil ableiten mag: „Die Vergangenheit zählt heute nicht mehr.“ Neuer Klub, fast ausschließlich neue Kollegen, eine neue Lebenserfahrung.

„Als ich am Kieler Hauptbahnhof aus dem Zug gestiegen bin, war da gleich das Wasser. So etwas kannte ich natürlich nicht. Auch die Sprache im Norden ist halt etwas anders. Aber die Menschen hier haben mich toll aufgenommen, ich fühle mich wohl, habe sogar schon eine nette Wohnung gefunden“, erzählt Dehm, der in seinen jungen Jahren bislang nur zwischen seinem Geburtsort Karlsruhe und Hoffenheim gependelt war. Dass es zuletzt auch unter Julian Nagelsmann bei der TSG nicht zu Bundesliga-Ehren reichte, sei abgehakt. Was zähle, sei das Hier und Jetzt. Überzeugung klingt aus seinen Worten. Verbunden mit einem klar abgesteckten Plan inklusive einer Ebene abseits der aktiven Karriere. Der Abiturient hat ein Fernstudium mit der Fachrichtung „Sport Business Management“ begonnen.

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