Im Holstein-Stadion finden 12.000 Zuschauer Platz. Im Holstein-Stadion finden 12.000 Zuschauer Platz. © Hardt/Bongarts
Im Holstein-Stadion finden 12.000 Zuschauer Platz.

Wirbel um Bundesliga-Lizenz: So geht es bei Holstein Kiel jetzt weiter

Scheitert ein möglicher Bundesliga-Aufstieg von Holstein Kiel am Stadion? Rückt ein anderes Team in die Relegation? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Wirbel um die Bundesliga-Lizenz für die Norddeutschen.

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Hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) Holstein Kiel die Bundesliga-Lizenz verweigert? Entsprechende Berichte sorgen seit Donnerstag nicht nur in Schleswig-Holstein für Unruhe. Denn sportlich haben die Kieler durchaus noch die Chance, den Durchmarsch von der 3. Liga ins Oberhaus zu schaffen. Drei Spiele vor Schluss steht Holstein in der Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf den Viertplatzierte Jahn Regensburg auf dem Relegationsplatz. Der Tabellenzweite 1. FC Nürnberg ist um fünf Zähler enteilt.

Der SPORTBUZZER beantworten die wichtigsten Fragen.

Stimmt es, dass Holstein Kiel keine Bundesliga-Lizenz bekommt?

Nein. Holstein hat die Lizenz sowohl für die erste als auch für die zweite Liga erhalten - allerdings unter Auflagen, die der Verein erfüllen muss. Knackpunkt ist das Holstein-Stadion.

Warum ist das Holstein-Stadion ein Problem?

Die DFL fordert (auch für die zweite Liga) eine Zuschauerkapazität von 15.000 Plätzen. Das Holstein-Stadion bietet knapp 12.000 Fans Platz. Holstein-Sprecher Wolf Paarmann bestätigt: „Wir wissen, dass unser Stadion aktuell nicht erstligatauglich ist. Wir haben bei der DFL eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Die Entscheidung steht noch aus.“ Verweigert die DFL die Ausnahmegenehmigung, muss die KSV in ein größeres Stadion ausweichen.

Das ist das Restprogramm der Spitzenteams in der 2. Bundesliga:

Warum darf Holstein aktuell trotzdem in der 2. Liga spielen?

Schon für die laufende Zweitliga-Saison hat die DFL bei der Stadiongröße ein Auge zugedrückt. Damals war die Fertigstellung der neuen Gästetribüne für Sommer 2018 geplant. Wegen des EU-weiten Ausschreibungsverfahrens beginnen die Bauarbeiten nun aber erst nach dem letzten Heimspiel Ende Mai. Bezugsfertig ist die neue Tribüne, die 5000 Fans Platz bieten wird, darum erst im Sommer 2019 – ein Jahr später als geplant. Während der Bauphase passen nur 10.000 Zuschauer ins Holsteinstadion. Zu wenig für die Erste Liga. Dass die DFL auch für sein Premiumprodukt Bundesliga die Ausnahme erteilt, gilt als unwahrscheinlich.

Gibt es noch weitere Auflagen für das Stadion?

Ja, für die Bundesliga müsste Holstein Kiel auch beim Flutlicht (1400 statt derzeit 1200 Lux), bei den Bedingungen für die TV-Übertragungen und bei den Presseplätzen kräftig nachrüsten. Statt derzeit elf bräuchten 21 TV-Kameras Platz. Die Zahl der Medienarbeitsplätze müssten die Störche von 65 auf 112 erhöhen. Davon müssten 50 mit Tisch und Stromanschluss für Online- oder Print-Journalisten ausgestattet sein. Die dafür erforderlichen Umbaumaßnahmen traut sich die KSV in der etwa drei Monate dauernden Sommerpause zu. Das haben Vereinsvertreter den DFL-Verantwortlichen auch bei der gemeinsamen Begehung des Holstein-Stadions zugesagt.

Der Saisonverlauf 2017/18 von Zweitligist Holstein Kiel

Könnte Holstein Kiel in ein anderes Stadion ausweichen?

Darauf läuft es wohl hinaus. Die nächstgelegenen Arenen liegen in Hamburg: das Volksparkstadion des HSV mit 57.000 Zuschauerplätzen oder das Millerntorstadion auf St. Pauli mit knapp 30.000 Plätzen.

Kommentar

Ist die Relegation in Gefahr?

Nein. Etwaige Relegationsspiele trägt Holstein Kiel in jedem Fall im eigenen Stadion aus. Die Installation der dafür nötigen Torlinientechnik ist nach Klub-Angaben kein Problem.

Mehr zur 2. Bundesliga

So hat Holstein Kiel im Sommer 2017 den Aufstieg in die 2. Liga gefeiert:

Holstein Kiel (Herren) Holstein Kiel 2. Bundesliga Region/Kiel

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