08. August 2018 / 10:49 Uhr

Holstein Kiel: Der Stadionausbau ist im vollen Gange

Holstein Kiel: Der Stadionausbau ist im vollen Gange

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Sandkasten Holstein-Stadion: Das Areal der mittlerweile abgerissenen Ostkurve ist blickdicht eingezäunt.
Sandkasten Holstein-Stadion: Das Areal der mittlerweile abgerissenen Ostkurve ist blickdicht eingezäunt. © Andrè Haase
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Alte Ostkurve ist eingezäunt – Bereich für Gästefans pünktlich zum Heidenheim-Spiel fertig – Haupttribüne wächst.

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Baustelle Westring 501. An allen Ecken wird gebohrt und gehämmert. Die Karawane der Arbeiter bahnt sich ihren Weg durch den neuen Gästebereich des Holstein-Stadions. Mittendrin: Wolfgang Schwenke, kaufmännischer Geschäftsführer von Holstein Kiel. Der Bauherr. In fünf Tagen, zum ersten Zweitliga-Heimspiel der Störche, muss hier alles sitzen. Es wird, da ist sich Schwenke ganz sicher: „Kein Grund zur Nervosität.“ Ortsbegehung vor der Heimpremiere gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag, 15.30 Uhr). Die alte Ostkurve: dem Erdboden gleich gemacht. Die Auswärtsfans werden von nun an in den Block L umziehen. 1300 Stehplätze, dazu gibt es weitere 60 Gäste-Sitzplätze in Block K3. Es wird kuschelig im Holstein-Stadion. Die Baustelle Ost ist derweil verhüllt. Blickdicht eingezäunt und zur Spielfeldseite pünktlich zum Spiel mit einer zweiten Bandenreihe abgeschlossen. Wie ein gigantischer Sandkasten. Ein fünf Meter hohes Netz soll den Ballschwund minimieren, eine mobile LED-Leinwand über Spielstand und -dauer informieren. Ansonsten ist auf der Ostseite erst einmal Stillstand angesagt.

Die Ausschreibung läuft noch, vor Ende des Monats wird es keinen Generalunternehmer geben für den Neubau der Tribüne, die zum Start der Saison 2019/20 4800 Zuschauern Platz bieten soll. Das Fassungsvermögen wird dann bei 15500 Zuschauern liegen und den DFL-Auflagen entsprechen. In der laufenden Umbauphase passen 10400 Besucher ins Holstein-Stadion. Mit ein paar Rechenübungen ergibt sich ein Überhang von 300 Plätzen. Wo kommen die her? Schwenke verrät: Vermutlich schon im September wird die Haupttribüne vergrößert. „Wo sich derzeit noch das Fernsehpodest befindet, können wir erweitern. Es wird 300 zusätzliche überdachte Sitzplätze in der ersten Preiskategorie geben.

Herausforderung angenommen


“Das Glas zwischen Tribüne und Dachkonstruktion wird entfernt, der Schwerpunkt der Tribünen-Erweiterung nach hinten versetzt. „Das ist eine statische Herausforderung“, sagt Schwenke. Eine Herausforderung, die der Verein aber gerne annimmt – und nach derzeitigem Stand in der kommenden Länderspielpause nach dem vierten Spieltag der Zweiten Liga angehen wird. Zunächst aber wird sich der neue Gästebereich erweisen müssen. Eine richtige Nagelprobe ist das Heidenheim-Spiel indes nicht. Schwenke erwartet etwa 100 Auswärtsfans.

Hier residieren ab sofort die Gästefans: KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke vor Block L im Holstein-Stadion.
Hier residieren ab sofort die Gästefans: KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke vor Block L im Holstein-Stadion. © Sonja Paar
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Sie kommen dann in den Genuss einer neuen Komfortstufe bei Holstein. Der separate Gästeeingang an der Ostseite führt auf einen Gastro-Bereich und einen Toilettencontainer zu. Ein weiterer steht neben dem Gäste-Ticketcenter vor der Eingangskontrolle. „Es gab Beschwerden, dass die Leute hier wild urinieren“, sagt Schwenke. Also hat man reagiert.Das gilt auch für den neuen Kontrollbereich: Holstein passt sich dem digitalen Zeitalter an. Die Drehschranke ist mit einem Kartenterminal ausgestattet. Strichcode unter den Scanner halten – und hinein ins Stadion. Damit es auf dem beengten Raum nicht zu Zusammenstößen zwischen den Fangruppen kommt, wurde die Zaunanlage hochgezogen. Bis Sonntag wird im Zwischengang zum Block K noch ein Netz eingehängt. Keine Chance für fliegende Becher. Für den Moment kann der Spielbetrieb also kommen. Die erste Ausbaustufe – die wohl teurer als die kalkulierten 10,4 Millionen Euro wird – soll dabei nur der Beginn des Gesamtumbaus im Umfang von 70 bis 90 Millionen Euro sein. Doch bereits jetzt muss sich die KSV-Spielstätte nicht verstecken, findet Geschäftsführer Schwenke: „Für mich hat das Stadion einen tollen Charakter. Ich bin stolz darauf.“ Die Heidenheimer Reisegruppe wird sich am Sonntag davon überzeugen können.

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