manuel janzer Die Joker Manuel Janzer (li.) und Niklas Hoheneder (2. V. re.) feiern mit Christoper Lenz und Kingsley Schindler das finale 3:0 in Regensburg. © Nawe
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Holstein Kiel: Die Joker stechen

Von der Bank kommt Qualität

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Nach dem Spiel ist auch für den zurzeit so grandios auftrumpfenden Fußball-Drittligisten Holstein Kiel vor dem Spiel. Am Sonnabend gegen 21.45 Uhr erreichten die Störche heimisches Terrain. Bis ins Mark zufrieden, aber von den Anstrengungen des 3:0-Triumphes in Regensburg hatten die Profis des Tabellen-Zweiten den Rückflug von München nach Hamburg hinter sich gebracht. Wohlwissend, dass die Momentaufnahme goldenen Anstrich besitzt. Dass aber faktisch drei Spieltage vor Saisonschluss noch nichts erreicht ist.

Am Sonntagvormittag stand Regeneration auf dem Dienstplan. Danach entließ Cheftrainer Markus Anfang seine Schützlinge in den freien Montag. Erholung für Körper und Seele, ehe am Dienstag die Konzentration auf die nächste Hürde im Aufstiegsrennen beginnt: Hansa Rostock, am kommenden Sonnabend (14 Uhr) Gast im Holsteinstadion. Auch im Ostseederby könnte ein Pluspunkt der Störche wieder den Ausschlag zum Guten geben. Wie schon in der Regensburger Continental Arena: die Akteure der Einwechselbank. Die Szene nach dem Treffer zum 3:0 besaß Symbolcharakter. Soeben hatte Gold-Joker Manuel Janzer, kaum 40 Sekunden auf dem Platz stehend, in abgezockter Manier für den Endstand gesorgt. Da sprintete der 90 Minuten lang zum Zuschauen verurteilte Tim Siedschlag zwecks Einreihung in den Jubelchor 70 Meter über den Rasen. Hüpfend, vor ausgelassener Freude, mit den Armen wedelnd. Keine Frage, die Störche siegen dieser Tage als professionelles Kollektiv.

Diese Einschätzung bestätigte auch „Mr. Zuverlässig“, der nach 70 Minuten eingewechselte und für zusätzliche Stabilität sorgende Defensiv-Allrounder Niklas Hoheneder: „Wir haben nicht nur elf Spieler. Wir können immer nachlagen. Die, die von der Bank kommen, besitzen alle gehobenes Drittliga-Niveau. Und jeder hilft gerne mit, dass das Team erfolgreich ist. Ob von Beginn an oder später.“ Er habe ein gutes Gefühl, Spaß habe die Partie in Regensburg gemacht, schob der österreichische Routinier mit Europapokal- und Aufstiegserfahrung nach. Um dann sofort auf die Euphoriebremse zu treten: „Nur wir selbst können uns stoppen. Wenn wir auch nur einen Zentimeter nachlassen.“ Damit dieses Szenario nicht passiert, dafür stehen die Joker. Wie halt der Ur-Schwabe Manuel Janzer. „Ich wollte dieses Tor unbedingt machen“, gab der Flügelflitzer zu Protokoll. Seinem Solo vorausgegangen war ein präzise und gedankenschnell ausgeführter Freistoß über fast 50 Meter von Spielmacher Dominick Drexler. „Diese Möglichkeit hatte ich mit Dominick besprochen."Man konnte nämlich von draußen sehen, wie viel Platz uns die Regensburger Verteidiger gelassen haben“, so der in der Vergangenheit so arg vom Verletzungspech gebeutelte Janzer. Schon in der Vorwoche beim 2:0 gegen Chemnitz hatte er als Einwechsler für frischen Wind gesorgt. Jetzt das Tor als Krönung der famosen Kieler Darbietung in der Oberpfalz. Die Bewerbungsakte für die Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrages wird dicker.

Holstein Kiel (Herren) Region/Kiel 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren)

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