dc5a-6uynbut36ih1jc3pnghy_original Gesprächig – aber zu Gerüchten um einen Wechsel zum Ligakonkurrenten FC St. Pauli als Sportdirektor wollte Ralf Becker nichts sagen. ©
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Holstein Kiel: „Die Mannschaft hat die nötige Qualität“

Holstein-Sportchef Ralf Becker hält die Zahl der Neuzugänge offen – Glücklich und erschöpft

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Mit den Fußballern von Holstein Kiel ist auch der Geschäftsführer Sport, Ralf Becker, am vergangenen Sonnabend in die Zweite Bundesliga aufgestiegen. Zwar spielte der 46-Jährige als Profi selbst in der ersten und zweiten Klasse, doch als leitender Funktionär betritt auch er Neuland. Unsere Zeitung sprach mit dem gebürtigen Leonberger über Visionen, Chancen und Notwendigkeiten für die kommende Saison.

Herr Becker, trotz des großen Erfolgs: Was hätte Holstein in der vergangenen Saison noch besser machen können, auch im Hinblick auf die kommende Spielzeit in der Zweiten Liga?

Ralf Becker: Vieles ist gut gelaufen, aber natürlich kann man sich, muss man sich sogar weiterentwickeln. Vieles hat funktioniert, aber in einigen Phasen, besonders in der Hinrunde, hat die Effektivität gefehlt. Da haben wir, gemessen an unserer Spielweise, zu wenig Punkte geholt. Das haben wir in der Rückrunde besser gemacht.

Sie waren selbst Profi. Was ist der sportliche Unterschied zwischen der Dritten und der Zweiten Liga?

Der Unterschied besteht im Spieltempo und in der Intensität. Fehler werden mehr bestraft, die Qualität des Spiels und der Spieler ist natürlich höher.

Im Kern ist Ihre Mannschaft sicherlich zweitligatauglich. Aber die Mehrheit der Spieler wird schon in jeder Begegnung an die individuelle Leistungsgrenze gehen müssen, um Erfolg zu haben. Reichen die geplanten zwei bis vier Neuzugänge aus, um die Klasse zu halten?

Ich bin mir sicher, dass unsere Mannschaft, die in der Dritten Liga eine sehr gute Runde gespielt hat, im Kern auch in der Zweiten Liga bestehen kann. Sie hat die nötige Qualität. Manche Entwicklung könnte sogar schneller vonstatten gehen als in der dritten Klasse. Das Ziel ist natürlich, sich in dieser Liga zu etablieren, das ist doch logisch. Was die Neuzugänge betrifft, will ich mich gar nicht auf eine Zahl festlegen. Wir haben eine gute Hierarchie und Struktur im Team, wir haben frühzeitig viele Verträge verlängert. Sie können sicher sein, dass wir eine Mannschaft zusammenstellen, die den Klassenerhalt erreichen kann.

Wie schätzen Sie die Stärke der Zweitligisten ein, was kann Holstein in dieser Konkurrenz erreichen?

Das muss ich ganz klar sagen: Es geht ausschließlich darum, in der die Zweiten Liga zu bleiben. Natürlich wollen wir wie in der abgelaufenen Saison die Spiele möglichst gewinnen, aber man muss realistisch bleiben. Es wäre falsch, andere Ziele als den Klassenerhalt anzustreben.

Ändert sich die Rolle eines Sportchefs nach dem Aufstieg in die zweithöchste Klasse?

Ein paar Dinge werden von größerer Intensität sein, zum Beispiel die künftige Medienpräsenz. Was sich sonst noch ändert, werden wir sehen. Ich habe ja auch in der Dritten Liga nicht gewusst, was in dieser Position bis ins letzte Detail auf mich zukommt (lacht). Aber das Kernthema, die Mannschaft und das Trainerteam, wird immer das gleiche bleiben.

Das „Hamburger Abendblatt“ hat im Zusammenhang mit der Suche des künftigen Konkurrenzklubs FC St. Pauli nach einem neuen Sportdirektor unter anderem auch Ihren Namen genannt.

Zu derartigen Spekulationen äußere ich mich grundsätzlich nicht. Andere Themen sind jetzt wichtiger, zum Beispiel, dass wir nach 36 Jahren den Aufstieg in die Zweite Liga geschafft haben und das am Sonnabend gemeinsam mit den Fans gebührend feiern werden.

Wie anstrengend waren diese Aufstiegs- und Feiertage für Sie persönlich?

Wir hatten bis zum Ende alle Kräfte gebündelt, um dieses Ding nun durchzuziehen. Jetzt haben wir es geschafft, und ich bin glücklich, erleichtert und auch ein wenig erschöpft. Ich habe es in den letzten zwölf Monaten nicht geschafft, einmal Urlaub zu machen – aber das war es wert. Doch ich werde sicher demnächst mit meiner Familie mal für eine Woche verreisen.

Interview: Thomas Pfeiffer

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren)

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