Holstein Kiel 003 Alexander Mühling trifft auf seinen Ex-Club. © Paesler
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Holstein Kiel: Duell mit der eigenen Vergangenheit

Mittelfeld-Motor Alexander Mühling trifft beim Zweitliga-Start auf Ex-Verein SV Sandhausen

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Unterschiedliche wirtschaftliche Voraussetzungen, differierende sportliche Ausrichtungen – doch ein, für den Fußball grundsätzlich geltendes Zauberwort eint auch die 18 Klubs der Zweiten Bundesliga: Teamgeist! Aufsteiger Holstein Kiel bereichert den vielschichtig interpretierbaren Begriff mit einer speziellen Komponente: Nachbarschaft.Gleich fünf Kollegen, erzählt Störche-Mittelfeld-Motor Alexander Mühling, wohnen in Mönkeberg auf dem Kieler Ostufer dicht beieinander. Dort, wo er mit seiner Frau Celina und dem Golden Retriever Sammy in einem Reihenhaus vom stressigen Alltag entspannt. Mehr Homogenität unter Profis im privaten Bereich geht kaum vor der Heimpartie am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den SV Sandhausen.

Natürlich sei der vor Spannung knisternde Auftakt im Bundesliga-Unterhaus auch bei den Mönkeberger Störchen ein Thema, so Mühling. Und für ihn ganz besonders. Schließlich hat der 1.86 Meter große Profi seine bislang 39 Zweitligaspiele samt und sonders für den kommenden Gast aus der 15000 Einwohner zählenden Gemeinde in der Nähe Heidelbergs bestritten. In den beiden Spielzeiten, bevor er im Sommer 2016 in den Norden übersiedelte.„Ich habe mir, wann immer zeitlich möglich, die Sandhäuser Spiele live im Fernsehen angesehen“, berichtet Mühling. Sein Urteil über den Ex-Verein mit zeitlichem Abstand: „Da arbeitet jetzt mit Kenan Kocak ein neuer Trainer. Aber trotz einer leicht veränderten Taktik überlassen sie es immer noch gerne dem Gegner, das Spiel zu machen. Der SVS ist vorne sehr effektiv, steht hinter gut und kontert stark“, ordnet Mühling die Kurpfälzer in die Kategorie „unangenehm zu spielender Gegner“ ein.Auch eine andere Sandhäuser Besonderheit sei wie früher: „Die haben die wenigsten Zuschauer in der Zweiten Liga.“ Nur handverlesene rund 30 Schlachtenbummler wollen ihr Team am Sonntag im Holsteinstadion unterstützen.Solche Zahlen gehören für die Kieler schon länger der Vergangenheit an. Und nach dem grandiosen Erfolg in der vergangenen Serie ohnehin. „Die Wahrnehmung in der Stadt ist größer geworden. Man wird häufiger angesprochen“, sagt Mühling, der sich in seiner Wahlheimat rundum wohl fühlt. Und in seinem ersten Jahr in Kiel gleich mehrere Höhepunkte erlebt hat.

Das packende Aufstiegsrennen mit Happy End, die spektakuläre Triumph-Party auf dem Rathaus-Markt („Die war richtig geil und wird mir ewig in Erinnerung bleiben“) und nicht zuletzt die Hochzeit im Sommer, bei der er seinen Nachnamen Bieler gegen den seiner Frau („Wir kennen uns seit der fünften Klasse in meiner Heimstadt Oberhausen“) wechselte.Seine Prognose für Sonntag klingt fast wie eine Kampfansage in Richtung Sandhausen. „Wir wollen dort anknüpfen, wo wir in der vergangenen Saison aufgehört haben“, sagt Mühling und bezieht seinen eigenen formidablen Leistungsanstieg in der Endphase der zurückliegenden Serie explizit mit ein. Der verbale Konter folgte am Donnerstagmittag. „Wir brauchen uns vor keinem Gegner zu verstecken. Und wir fahren auch nach Kiel, um zu gewinnen“, erklärte Kocak auf der SVS-Pressekonferenz. Worte, die nicht nur bei den Mönkeberger Störchen 36 Jahre Jahre nach dem letzten Zweitligaspiel in Kiel für die richtige Motivation sorgen werden.

Region/Kiel Fussball 2. Bundesliga Holstein Kiel (Herren) Alexander Bieler (Holstein Kiel)

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