22. August 2018 / 12:34 Uhr

Holstein Kiel: Ein Lee aus dem Fernsehtopf

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Redaktion Sportbuzzer
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Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Neuzugang Jae-Song Lee. Der Südkoreanische Nationalspieler verstärkte den Kader der KSV zu Saisonbeginn, kommt der nächste Transfer?
Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Neuzugang Jae-Song Lee. Der Südkoreanische Nationalspieler verstärkte den Kader der KSV zu Saisonbeginn, kommt der nächste Transfer? © pae
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Holstein arbeitet sich im TV-Gelder-Ranking vier Plätze nach vorne – Fließen Pokal-Einnahmen in weiteren Transfer?

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Das Klingeln in der Kasse von Holstein Kiel wird lauter: Die Störche machen in der Fernsehgelder-Tabelle – auch dank der erfolgreichen Vorsaison – einen ordentlichen Sprung. Als nunmehr 14. der Zweitliga-Rangliste erhält die KSV aus dem nationalen Vermarktungstopf der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in der laufenden Saison 8,01 Millionen Euro – eine Steigerung von 1,76 Millionen gegenüber dem Vorjahr (6,25 Mio.). Und der Geldregen prasselt weiter: Dank des Einzugs in die zweite Pokalrunde kann die KSV mit einer knappen halben Million zusätzlich kalkulieren.

Zur Einordnung: Die taxierte Ablöse und das geschätzte Jahresgehalt von Holsteins neuer Offensiv-Rakete Jae-Sung Lee könnten durch das Plus aus dem nationalen TV-Topf gestemmt werden. Dennoch: Die Kieler Erlöse sind vergleichsweise bescheiden – Köln führt die Liga mit der dreifachen Summe an (rund 24 Millionen Euro), muss durch den Abstieg aber herbe Verluste hinnehmen. Das gilt auch für den HSV, der von 34,1 Millionen auf 20,7 Millionen Euro fällt. Vom Jonglieren mit solchen Summen können die Macher der KSV Holstein derzeit nur träumen – und doch zählen die Kieler zu den Gewinnern. Wirtschaftlich wie sportlich. Sportlich wie wirtschaftlich. Beides bedingt einander. Und so ist der 3:1-Erfolg bei 1860 München im DFB-Pokal auch ein ökonomischer. 498000 Euro ist der Einzug in die nächste Runde wert.

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Schnell noch Zuschnappen?


Beim Blick auf den Kalender stellt sich zwangsläufig die Frage: Geht da jetzt noch was auf dem Transfermarkt? Bis zum 31. August kann noch gehandelt werden. „Sofern sich bis dahin noch passende Optionen auftun, ist es gut möglich, dass wir unser Team nochmals verstärken“, verrät Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. Dass die Verantwortlichen Geld in die Hand nehmen werden, scheint klar. Die Frage ist: Beine oder Steine? „Wir müssen uns in allen Bereichen Ziele setzen und investieren. Das gilt für die Mannschaft ebenso wie für die gesamte Infrastruktur des Klubs“, so Wohlgemuth. Soll heißen: Auch ins Stadion könnten die Mehreinnahmen fließen. Schließlich ist der Umbau ein Kraftakt. Der Neubau der Osttribüne wird die zunächst kalkulierten 10,4 Millionen Euro übersteigen. Der Gesamtumbau wird mit 70 bis 90 Millionen veranschlagt.

Neben Stadt und Land ist hier auch der Verein gefordert, ein Finanzierungskonzept auf die Beine zu stellen. Da hilft jeder Euro. Und die kann die Mannschaft wiederum beschaffen – etwa, wenn sie auch die zweite Pokalrunde Ende Oktober übersteht (Auslosung Sonntag, 18 Uhr, ARD). Nach „Kicker“-Zahlen ist der Einzug ins Achtelfinale weitere 664000 Euro wert. Eine Menge Holz für Holstein.

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