Die Roten Teufel bitten die Kieler Störche zum Tanz. Für die Musik am Freitagabend werden die FCK-Fans auf der Westtribüne sorgen. Die Roten Teufel bitten die Kieler Störche zum Tanz. Für die Musik am Freitagabend werden die FCK-Fans auf der Westtribüne sorgen. © imago/Eibner
Die Roten Teufel bitten die Kieler Störche zum Tanz. Für die Musik am Freitagabend werden die FCK-Fans auf der Westtribüne sorgen.

Holstein Kiel: Ein teuflischer Höhepunkt

KSV-Trainer Markus Anfang fährt voller Vorfreude zum legendären Betzenberg

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Die Vorfreude stand Markus Anfang deutlich ins Gesicht geschrieben. Premieren-Gastspiel der Kieler Störche beim 1. FC Kaiserslautern, ein Flutlichtduell am Freitagabend (18.30 Uhr) auf dem legendären Betzenberg – für den Cheftrainer der KSV Holstein „ein echtes Highlight der Zweiten Bundesliga“.

Vom 1. Juli 2002 bis zum 29. Januar 2004 hatte Anfang als aktiver Profi selbst das Trikot der Roten Teufel getragen, bei der obligatorischen Pressekonferenz am Mittwoch schwärmte der 43-Jährige von der speziellen Atmosphäre in der pfälzischen Fußball-Kultstätte: „Ich habe eine besondere Beziehung zu diesem Klub. Ich wünsche dem FCK und uns die Unterstützung der Fans. Am liebsten wäre mir ein ausverkauftes Stadion. Damit meine Spieler das einmal erleben dürfen.“ Knapp 50 000 Zuschauer fasst die nach dem berühmtesten Sohn der Region, der 54er-Weltmeister Fritz Walter, benannte Arena. Bis gestern waren nach FCK-Auskunft erst rund 16 000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt. Die Störche erwarten die Unterstützung von circa 500 Schlachtenbummlern.

Das sind die nächsten Gegner für Holstein Kiel:

Dass die Kaiserslauterer Anhänger ihrem Verein dieser Tage zahlenmäßig nicht stärker zur Seite stehen (Zuschauerschnitt: 20 666), hat seinen Grund. Der viermalige deutsche Meister und zweifache DFB-Pokalsieger ziert nach dem sowohl wirtschaftlichen als auch sportlichen Siechtum der vergangenen Jahre das Tabellenende des Bundesliga-Unterhauses. Sieben Punkte beträgt der Rückstand zum Relegationsrang 16. Doch der 2:1-Erfolg bei der Braunschweiger Eintracht am vergangenen Sonntag hat in der Pfalz 14 Spiele vor dem Saisonende eine Prise Optimismus entfacht. „Die ersten Trainingstage ließen sich nach dem Auswärtssieg etwas angenehmer gestalten“, sagte Neu-Trainer Michael Frontzeck. Und mit Blick auf den kommenden Gegner ergänzte der 53-Jährige: „Holstein hat eine richtig gute Mannschaft, sie spielen ansehnlichen Fußball und stehen zurecht da oben auf Platz drei.

Leistungsdaten von Holstein Kiel

Torhüter Marius Müller kehrt nach Gelb-Rot-Sperre zurück. Im Angriff dürfte der zurückgekehrte Hoffnungsträger Halil Altintop (35) neben dem Braunschweiger Doppeltorschützen Lukas Spalvis zu seinem Startelf-Debüt kommen. Anfang erwartet ein ähnlich intensives Mentalitäts-Duell wie zuletzt beim 1:1 gegen Regensburg: „Die werden laufen bis zum Umfallen.“ Personalsorgen plagen den KSV-Coach derzeit nicht. Am Mittwoch stimmten sich alle zum erweiterten Kader-Kandidatenkreis zählenden Störche bei Eiseskälte und Sonnenschein auf dem Kunstrasenplatz auf den heißen Gang zu den Roten Teufeln ein. Mittendrin auch U21-Nationalstürmer Aaron Seydel, der gestern seinen 22. Geburtstag feierte, und der gegen den SSV Jahn gesperrte Mittelfeld-Lenker Dominick Drexler.

Mit dem ersten Dreier nach acht sieglosen Partien in Folge könnte Holstein die Träume vom Wunder namens Bundesliga-Aufstieg weiter am Leben erhalten. Und zugleich das zarte Pflänzchen Hoffnung in Kaiserslautern sofort wieder zertreten. Anfangs Prioritäten-Liste hört sich folgendermaßen an. „Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Aber unser Ziel war von Beginn an, eine gute Saison zu spielen. Dazu gehört nicht nur eine gute Hin-, sondern auch eine gute Rückrunde. Und wenn es einmal guter Fußball ist, der nicht mit dem optimalen Ergebnis belohnt wird, muss man das auch akzeptieren.“In Erinnerung an die „Experten“-Prognose vor dieser Serie sagte Anfang: „Der 1. FCK steht mit seiner Historie und Infrastruktur da, wo uns viele erwartet haben.“ 21 Punkte Unterschied (Holstein 36/Lautern 15) geben dem Kieler Fußball-Lehrer Recht.

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