08. März 2018 / 12:39 Uhr

Holstein Kiel: Ende der Leidenszeit bei Janzer in Sicht

Holstein Kiel: Ende der Leidenszeit bei Janzer in Sicht

Andreas Geidel
„Manu“ Janzers Motto steht auf seinen Schuhen: „Come back stronger“.
„Manu“ Janzers Motto steht auf seinen Schuhen: „Come back stronger“. © Paesler
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Der Flügelflitzer trainiert nach Achillessehnenriss wieder mit dem Team

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Radio Schleswig-Holstein hat eigens für ihn einen Song komponiert. Doch am Mittwochvormittag lauschte Marvin Ducksch, Top-Torschütze (13 Treffer) und -Scorer (neun Assists) der Zweiten Fußball-Bundesliga in Diensten der KSV Holstein, anderen Tönen. Der Männer-Chor der Störche-Kollegen stimmte anlässlich seines 24. Geburtstags ein „Happy Birthday“ an. Wie auch für Flügelspieler Manuel Janzer, der ebenfalls am Mittwoch seinen 26. Geburtstag feierte.

Manuel Janzer im Trainingslager in La Manga

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Ein vorgezogenes Geschenk hatte Janzer allerdings schon am Vortag erhalten. Erstmals nach seinem Achillessehnenriss am 12. September 2017 durfte der Ur-Schwabe in Reihen der Nordlichter das komplette Trainingsprogramm mit der Mannschaft absolvieren. „Die Bewegungen sind noch nicht zu 100 Prozent rund. Aber ich habe keine Schmerzen mehr“, berichtet Janzer. Jetzt gelte es, die Reaktion an der Sehne abzuwarten.

Die Frühschicht am Mittwoch spulte der ehemalige U17-Europameister auf dem Fahrrad-Ergometer im Kraftraum der Kieler ab. Zwei Einheiten mit dem Team an einem Tag seien noch zu viel, so Janzer. Nur nichts überstürzen, ein Zeitfenster für sein Comeback gibt es nicht: „Im besten Fall dauert die Pause nach einer derartigen Verletzung sechs Monate. Bei mir ist bislang alles gut gegangen. Ich mache mir keinen Druck. Wenn es am Ende der Saison zu Kurzeinsätzen reicht, würde ich aber nicht nein sagen.“ So bleibt ihm auch am Sonnabend, wenn die Kollegen ab13 Uhrin Bochum auf Punktejagd gehen, lediglich die Rolle des Daumen drückenden Zuschauers.

Vertragslaufzeiten bei Holstein Kiel


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Nur zu gut erinnert sich Janzer an die Ereignisse vor einem halben Jahr. An die 93. Minute im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am 9. September. Als sein Schuss von Stipe Vucur zum entscheidenden 2:1 abgefälscht worden war und im Holsteinstadion Sieges-Ekstase ausgelöst hatte. Drei Tage später dachte der Störche-Joker im Trainingsalltag, ihm sei jemand in die Hacke gesprungen. Doch beim Blick nach hinten sei kein Mitspieler zu sehen gewesen. „Dafür sah ich meine Achillessehne und wusste sofort, da ist etwas kaputt“, blickt Janzer auf einen seiner bittersten Karriere-Tage zurück. Am 14. September erfolgte die erforderliche Operation, zeitgleich mit Linksverteidiger Christopher Lenz, der sich am 30. August einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich zugezogen hatte. „Das Ganze war schon ein Schock“, so Janzer über die erste kapitale Verletzung seiner Karriere. Zuvor war er zwar häufiger ausgefallen, dies aber „nur wegen muskulärer Geschichten“. Um die besser in den Griff zu bekommen, hatte er sich Anfang des Jahres 2016 zwecks Ausschaltung möglicher Krankheitsherde zwei Weisheitszähne ziehen lassen.

Seine aus Kiel stammende Freundin Sarina, mit derJanzer in einer Dreizimmer-Wohnung in Elmschenhagen wohnt, und die Teamgefährten seien die größte Hilfe in der Zeit der Reha gewesen. Als moralische Stärkung beschreibt der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann dazu die Verlängerung seines Vertrages am 15. November 2017 bis zum 30. Juni 2019. „Das gibt’s nicht oft in Deutschland“, freut sich Janzer noch heute im Nachklapp über die Wertschätzung seines Arbeitgebers.

Manuel Janzer im Video-Interview

Zweifel an einer Rückkehr auf den Rasen habe er nie gehabt. Als aber die Genesung bei Lenz schneller voran schritt als bei ihm, sei zwischenzeitlich leichter Frust aufgekommen. Beim zehntägigen Trainingslager in Südspanien im Januar war Janzer indes schon wieder mit von der Partie. Mit deutlichen Einschränkungen im Programm, aber immerhin. Sein von Kampfgeist zeugendes Motto stand in La Manga auf den Fußballstiefeln: „Comeback stronger“ – komm’ stärker zurück.

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