19. November 2018 / 20:38 Uhr

Holstein Kiel entschuldigt sich beim VfB Lübeck

Holstein Kiel entschuldigt sich beim VfB Lübeck

Volker A. Giering
Daniel Franziskus wird auf eine Anzeige verzichten.
Daniel Franziskus wird auf eine Anzeige verzichten. © Agentur 54°
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Nach Faustschlag-Affäre gegen Daniel Franziskus haben die Kieler den Schläger als eigenen Fan identifiziert – VfB-Stürmer verzichtet auf Anzeige.

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Holstein Kiel hat auf den Eklat nach dem Regionalliga-Landesderby gegen den VfB Lübeck (2:1) reagiert. „Wir wissen, wer das war“, sagte Pressesprecher Wolf Paarmann dem LN-Sportbuzzer. Es wird Konsequenzen geben. Wie berichtet, war es nach dem Abpfiff zu unschönen Szenen am Spielerausgang gekommen, wo der schützende Spielertunnel noch nicht ausgefahren war. Lübecks Torwarttrainer Walter Franta wollte in die Kabine eilen, wurde dabei erst bepöbelt, schließlich geohrfeigt. Der gelbgesperrte VfB-Stürmer Daniel Franziskus wollte schlichten und kassierte einen Faustschlag. Der Ex-Oldenburger blutete nach eigenen Angaben aus dem Mund.

Stadionverbot für den Täter

Laut Paarmann handelte es sich bei dem Aggressor allerdings nicht um einen Kieler Fanbetreuer (wie erst angenommen), sondern um einen treuen Holstein-Fan. „Dieser wurde von einem Mitarbeiter vom Sicherheitspersonal sofort identifiziert. Uns als Verein tut das total leid. Wir entschuldigen uns beim VfB Lübeck für diesen Zwischenfall“, erklärte Paarmann: „Wir werden entsprechende Maßnahmen gegen die uns bekannte Person ergreifen.“ Die Polizei hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Dem Zuschauer droht nun Stadionverbot, wie Paarmann bestätigte.

Franziskus will sich sportlich revanchieren

Der Kieler Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Fabian Müller, rief noch am Sonntag bei VfB-Vorstandsmitglied Florian Möller an, während sich Paarmann sich nach näheren Details bei Franziskus und Franta (der sich aber telefonisch nicht äußern wollte) erkundigte. "Fabian Müller hat sich bei mir für den Zwischenfall entschuldigt. Wir werden das intern besprechen, machen aber wohl nichts mehr daraus“, sagte Möller. Franziskus hatte erst überlegt, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. „Ich will aber kein großes Theater machen, in vier Wochen sehen sich beide Klubs im Rückspiel an der Lohmühle schon wieder. Wir werden dann eine sportliche Antwort auf dem Platz geben. Vielleicht überlege ich mir einen passenden Jubel, wenn ich treffen sollte“, sagte er. Der Ex-Oldenburger will auch deshalb auf eine Anzeige verzichten, um nach zwei Niederlagen in Folge nicht für weitere Unruhe im Umfeld zu sorgen. „Die Niederlagen tun weh. Wir wollen uns jetzt voll auf das nächste Spiel in Jeddeloh konzentrieren. Und das Rückspiel gegen die Kieler ist ja schon bald“, sagte Franziskus, der leichte Prellungen davon getragen hat. „Wenn etwas kaputt gewesen wäre, hätte ich sofort eine Anzeige erstattet. Leider gibt es halt solche Idioten.“

Holstein Kiel II - VfB Lübeck

Der VfB bei der Mannschaftsbesprechung, während es auf der rechten Seite funkt und kracht. Zur Galerie
Der VfB bei der Mannschaftsbesprechung, während es auf der rechten Seite funkt und kracht. ©
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