Radoki Janos Radoki, Trainer SpVgg Greuther Fürth an der Seitenlinie © imago/Eibner
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Holstein Kiel: Es läuft noch nicht rund bei der SpVgg Greuther Fürth

Bei der SpVgg träumt man davon, noch einmal in die Bundesliga aufzusteigen, wie in der Saison 2011/2012

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Richtig viel läuft bei der SpVgg Greuther Fürth noch nicht zusammen. Die ersten beiden Spiele in der Zweiten Fußball-Bundesliga wurden verloren, nur ein Treffer von Nik Omladic beim 1:2 gegen Bielefeld bewahrte die Franken vor dem letzten Tabellenplatz. Im Pokal hingegen kam die SpVgg bei Oberligist Morlautern locker mit 5:0 weiter.

Fürth möchte positiven Trend in Kiel fortsetzen

Dieser Positiv-Trend soll am Sonntag (13.30 Uhr) bei Holstein Kiel fortgesetzt werden. Enttäuscht aber nicht nervös sei er, sagt Trainer Janos Radoki. Der 45-Jährige, zuvor dreieinhalb Jahre Coach der Fürther U19, übernahm am 22\. Dezember 2016 das Traineramt von Stefan Ruthenbeck. Der Ex-Profi steht für offensiven Fußball, will mit aggressivem Anlaufen, hohem Pressing und schnellem Umschaltspiel zum Erfolg kommen. In der Rückrunde der vergangenen Saison führte er die SpVgg von Platz 13 auf Rang acht, bekam im Anschluss einen Vertrag bis 2019 als Cheftrainer und wünscht sich für die neue Spielzeit mehr Tempo über die Flügel.

Die SpVgg hat sich vor der Saison gezielt verstärkt

Mit den Neuzugängen Maximilian Wittek (1860 München), Nik Omladic (Eintracht Braunschweig), Manuel Torres (KSC) und Sebastian Ernst (Würzburger Kickers) versuchte der Verein die Vorgaben umzusetzen. Mit Philipp Hofmann (FC Brantford) wurde zudem ein kantiger Stürmer geholt, der die bis dato einzige Sturmspitze Serdar Dursun herausfordern soll. Pech hatte die SpVgg in der Vorbereitung, als die beiden Neuzugänge Richard Magyar (Innen- und Außenbandverletzung im Sprunggelenk) und Mario Maloca (Zehenbruch) ausfielen. Radoki musste daraufhin seine Innenverteidigung komplett umbauen. Adam Pinter, eigentlich der Abräumer auf der Sechs, rückte nach hinten, mit Lukas Gugganig rutschte ein unerfahrener Nachwuchsspieler ins Team.

Meister im Auslassen von Großchancen

Treu geblieben sind sich die Fürther im Auslassen von Großchancen, so auch zuletzt in Darmstadt und gegen Bielefeld. Fürth konnte in beiden Partien sein Pressingspiel kaum aufziehen, weil die Gegner meist mit langen Bällen die vordere Reihe überspielten und die Fürther gar nicht richtig in den Angriffsmodus schalten konnten. „Wenn ich vorne schon nicht treffe, dann muss zumindest hinten die Null stehen“, monierte Radoki. Selbst beim ungefährdeten Pokalsieg gegen Morlautern ließen die Kleeblätter beste Möglichkeiten fahrlässig aus. „Wir müssen weiter an unserer Spielgeschwindigkeit arbeiten“, sagt Radoki. „Wir benötigen zu viele Kontakte, trennen uns zu spät vom Ball. Nur wenn wir das Tempo verschärfen, erhöhen wir die Chancen auf einen Torferfolg.“ Zudem bereitet das Zweikampfverhalten dem Coach Sorgen. Der 45-Jährige war als Spieler ein beinharter Kämpfer. Seine Mannschaft hingegen tritt bislang
zu brav auf, lässt die letzte Konsequenz vermissen. „Im letzten Jahr waren wir da schon weiter“, meint Radoki.

Der Traum von der Bundesliga ist geblieben

In Fürth eine erfolgreiche Mannschaft zu formen, ist nicht einfach. Jahr für Jahr findet ein relativ großer Umbruch statt, gestandene Akteure werden verkauft, eigene Talente aus der Jugend hochgezogen und unerfahrene, externe Spieler dazu geholt. Der Anspruch des Vereins ist trotzdem, immer oben mitzuspielen. „Gemeinsam Großes schaffen“, malten die Fürther in großen Buchstaben an die Wände und Bodenflächen am Trainingszentrum. Anfang August wurde die neue Haupttribüne, ein ambitioniertes 18-Millionen-Euro-Projekt, eingeweiht. Bei der SpVgg träumt man davon, noch einmal in die Bundesliga aufzusteigen, wie in der Saison 2011/2012\. „Ich möchte um etwas und nicht gegen etwas spielen“, sagt Radoki und hat damit die Messlatte hoch gelegt.
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