31. Juli 2018 / 08:29 Uhr

Holstein Kiel gegen den HSV: Knalleffekte und Zuschauerrekorde

Holstein Kiel gegen den HSV: Knalleffekte und Zuschauerrekorde

Reinhard Gusner
Diese Reproduktion des Spiel- ankündigungsplakats stammt vom 23. März 1924 und ist im HSV-Museum am Volksparkstadion zu sehen. Das ist auch am Freitag bis 20.15 Uhr geöffnet (exklusive Spieltags-Touren ab 17.30 Uhr gegen Voranmeldung).
Diese Reproduktion des Spiel- ankündigungsplakats stammt vom 23. März 1924 und ist im HSV-Museum am Volksparkstadion zu sehen. Das ist auch am Freitag bis 20.15 Uhr geöffnet (exklusive Spieltags-Touren ab 17.30 Uhr gegen Voranmeldung). © HSV-Museum
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Ein historischer Rückblick auf die größten Spiele zwischen Holstein Kiel und dem Hamburger SV

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Schon immer elektrisierten die Begegnungen zwischen dem HSV und Holstein die Massen der gesamten Region. Auch deshalb, weil die Störche über lange Jahre der einzige ernsthafte Konkurrent des HSV in Norddeutschland war, wie unser historischer Rückblick verdeutlicht.

Erstes Aufeinandertreffen der Klubs 1919

Am 5. Oktober 1919 kam es anlässlich des Kieler Stiftungsfestes zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Holstein und dem HSV, zu dem sich im gleichen Jahr der Hamburger FC 1888, SC Germania und FC Falke 06 zusammengeschlossen hatten. Holstein gewann auf eigenem Platz mit 4:1, bei dem der Kieler Nationalspieler Franz „Seppl“ Esser ein Tor zum Endstand beisteuerte. Es war der Beginn einer Rivalität, bei der sich beide Vereine heiße Rennen um die Nummer eins in Norddeutschland lieferten, die Holstein in den Jahren 1910 bis 1912 war – mit der Krönung des deutschen Meistertitels 1912 als erster norddeutscher Klub überhaupt.

Mehr über Holstein Kiel beim Hamburger SV

Holstein Kiel und der HSV bei den norddeutschen Meisterschaften

Von 1921 bis 1933 machten Holstein und der HSV die norddeutsche Meisterschaft fast konkurrenzlos nur unter sich aus. Zehn Titel gingen in die Hansestadt, drei an die Kieler Förde, wo auch das erste Punktspiel beider Kontrahenten in der Nordkreismeisterschaft über die Bühne ging. Am 3. Oktober 1920 zog das Spiel „Massenbesuch“ an, wie die „Kieler Neueste Nachrichten“ damals berichtete. Holsteins 1:0 durch einen Kopfball von Theodor Lagerquist (21.) glich für den noch ungeschlagenen HSV Karl Schneider (41.) zum 1:1-Endstand aus.

Duelle in der Gauliga Nordmark

Ab 1933 flogen die Kieler Störche in der neuen Gauliga Nordmark tabellarisch nicht mehr ganz so hoch und fielen etwas zurück hinter die HSV-Rothosen. 1933/34 gewann Holstein zu Hause gegen den HSV zwar noch mit 6:2 und in Hamburg 3:1, es waren damit aber auch schon die letzten nennenswerten Achtungserfolge im Kampf um die Gaumeisterschaft, zu der für den HSV ab 1938 auch Erwin Seeler („Old Erwin“) in 200 Spielen seine Tore beisteuerte.

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1951 kamen 30000 Zuschauer zum Derby

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten die heißen Duelle in der ab 1947 eingeführten Oberliga Nord als höchste deutsche Spielklasse wieder auf. Bis zur Einführung der Bundesliga 1963 blieb der Reiz der Nordduelle ungebrochen. So strömten am 23. März 1951, einem Karfreitag, sagenhafte 30000 Zuschauer auf den Holsteinplatz und wurden bei diesem Rekord für die Ewigkeit (?) Zeugen, wie Holstein einen 1:3-Rückstand mit stimmgewaltiger Unterstützung noch zu einem 3:3 umbiegen konnte gegen einen HSV, für den der spätere 54-er-Weltmeister „Jupp“ Posipal ein Tor erzielte.

Vorfreude auf Punktspiel-Derby nach 55-jähriger Pause

Für einen sensationellen Knalleffekt sorgte Holstein dann am 14. Dezember 1952. Der 5:0-Triumph der Störche am Rothenbaum vor 18000 Zuschauern war zugleich die höchste Punktspiel-Heimniederlage der Rothosen überhaupt neben dem 0:5 gegen den FC Bayern München 1974 in der Bundesliga. Eine rosarote Erinnerung vor dem kommenden Freitagabend, wenn die packenden Duelle um Punkte zwischen dem HSV und Holstein nach 55-jähriger Abstinenz jetzt auf Zweitliga-Ebene eine Renaissance erfahren.

Die Bilanz der Duelle gegen den HSV aus Kieler Sicht:

115 Spiele, 22 Holstein-Siege, 76 Niederlagen, 17 Unentschieden.

Wie wertvoll sind die Mannschaften der Regionalliga Nord? Hier das Ranking laut transfermarkt.de (Stand: 10. Juli 2018):

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