holstein 22.9. roland weihrauch dpa Groß war der Jubel bei Holstein Kiel in der Schauinsland-Reisen-Arena. © DPA/Roland Weihrauch
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Holstein Kiel wieder Tabellenführer 3:1 nach Regenschlacht beim MSV Duisburg

Die Regenschlacht in der Schauinsland-Reisen-Arena entscheiden Kingsley Schindler (9.) und Dominick Drexler (73., 87.). Kronholm hält stark  - damit ist Holstein Kiel kurzfristig wieder aktueller Tabellenführer.

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Hier die Benotung der Holstein-Spieler

3:1-Sieg für die Störche

In einem großartigen Fußballspiel hat Holstein Kiel mit seiner besten Saisonleistung den MSV Duisburg im Duell der Aufsteiger mit 3:1 (1:0) bezwungen. Damit gelang den Störchen im achten Saisonspiel der fünfte Sieg. Nach dieser Vorstellung darf die KSV seriös zu den Topteams der Zweiten Bundesliga gezählt werden.

Kingsley Schindler macht früh das 1:0

Noch besser als hinten die Null zu halten ist früh in Führung zu gehen – unter diesem Motto übten die Gäste direkt nach dem Anpfiff maximalen Druck aus. Die erste von vier Ecken in Folge in der zweiten und dritten Minute konnte Schmidt aus kurzer Distanz noch nicht verwerten, nach dem Traumpass von Drexler scheiterte Marvin Ducksch an MSV-Keeper Mark Flekken (8.). Doch eine Minute später war es soweit: Erneut Drexler bediente Flügelflitzer Kingsley Schindler, der aus spitzem Winkel ins lange Eck zur Führung traf.

Fortan konnten die Störche „entspannt“ eine besondere Pressing-Variante praktizieren und empfingen die ballführenden Zebras erst kurz vor der Mittellinie. In den dadurch verengten Räumen fanden die Platzherren keine Wege in Richtung KSV-Torhüter Kenneth Kronholm. Die Duisburger verfielen zunehmend in Ratlosigkeit und produzierten Fehlpässe am Fließband.

Holstein Kiel in der Einzelkritik gegen Duisburg

Holstein lässt beste Chancen liegen

Hatten die Störche den Ball erobert, ging’s in zügigem Direktspiel nach vorn. Woran es wieder einmal haperte, war die Chancenverwertung. Alexander Mühlings 25-Meter-Hammer strich am Tor vorbei (28.), Drexler verzog aus 14 Metern (39.). Und die schönste „Kombi“ des Abends musste einfach ein Tor sein: Drexler passte nach links auf den stark verbesserten Lewerenz, doch dessen präzisen Querpass setzte Ducksch frei stehend aus sieben Metern über das Tor (43.).

Nach dem Wechsel erschien ein Spiegelbild des Auswärtsspiels in Aue vor einer Woche. Wie die Sachsen damals nach dem 0:2-Rückstand, kamen auch die Meidericher mit Verve aus der Kabine. Moritz Stoppelkamp verfehlte den rechten Torwinkel nur um Millimeter (52.), Kronholm musste eine Minute später gegen Kingsley Onuegbu alles zeigen. Holstein verlor die defensive Ordnung, Kronholm rettete sensationell gegen Ahmet Engin und Kevin Wolze (66./67.).

Duisburg stürmt - Holstein kontert

Beide Teams ließen nun Taktik Taktik sein: Der MSV stürmte, Holstein konterte. Drexler setzte einen Schlenzer allein vor Flekken leichtfertig neben das Tor (69.), Lewerenz traf nach feinem Solo nur den Pfosten (71.). Doch aller guten Dinge sind drei. Nach Lewerenz-Pass tanzte Drexler den MSV-Torwart aus und schob den Ball ins leere Tor (73.). Und weiter ging’s in einem begeisternden Fußballspiel. Stanislav Iljutcenko köpfte ans Lattenkreuz (77.), Kronholm stoppte Stoppelkamp (79.). Den Schlusspunkt setzten jedoch die Störche: Nach einem Strafraumfoul von Flekken an Schindler verwandelte Drexler den fälligen Strafstoß zwei Minuten vor Schluss zum 3:0, das von den 200 mitgereisten Fans frenetisch gefeiert wurde. Das Anschlusstor in der letzten Aktion des Spiels durch Lukas Fröde tat der Stimmung keinen Abbruch mehr.

Stimmen zum Spiel:

Markus Anfang, Holstein-Trainer: „Wir haben eine sehr gute Reaktion auf das St. Pauli-spiel gezeigt und sind gut in die Partie reingekommen. Wir sind verdient in Führung gegangen, hätten allerdings in der ersten Halbzeit nachlegen müssen. Im zweiten Durchgang hatten wir das Quäntchen Glück und einen überragenden Kenneth Kronholm im Tor. Der Ausgleich wäre nach einer Stunde auch okay gewesen, aber wir haben diese Phase gut überstanden und dann die Entscheidung herbeigeführt.“

Ilia Gruev, MSV-Trainer: Das Resultat ist verdient. In den ersten 30 Minuten sind wir überhaupt nicht zurechtgekommen und haben viele Fehlpässe produziert. Nach der Pause wurden wir gefährlicher und hatten diverse Chancen, doch das Aluminium und ein großartiger Torhüter haben einen Treffer für uns verhindert. Ohne Glück ist so ein Spiel nicht zu gewinnen. Gegen die konterstarken Kieler haben wir einfach einen schlechten Tag erwischt.“

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga MSV Duisburg (Herren) MSV Duisburg-Holstein Kiel (22/09/2017 18:30) Holstein Kiel (Herren)

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