Zweifacher Torschütze für Holstein Kiel war am Sonnabend Kingsley Schindler Zweifacher Torschütze für Holstein Kiel war am Sonnabend Kingsley Schindler © Uwe Paesler/Kieler Nachrichten
Zweifacher Torschütze für Holstein Kiel war am Sonnabend Kingsley Schindler

Holstein Kiel gewinnt gegen den SC Paderborn

Holstein Kiel feiert den siebten Heimsieg in dieser Saison: Gegen den SC Paderborn haben die Störche 2:1 (1:1) gewonnen. Torschütze für den Kieler Drittligisten war jeweils Kingsley Schindler.

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Fußball-Drittligist Holstein Kiel feiert seinen siebten Heimsieg. Matchwinner beim hart umkämpften 2:1 (1:1) gegen den SC Paderborn nach 93 packenden Minuten waren
Doppelpack-Schütze Kingsley Schindler (16., 50.) sowie Torwart Kenneth Kronholm, der einen Foulelfmeter von Christian Strohdiek (61.) grandios entschärfte.  Die Störche wittern als Tabellensechster mit drei Punkten Rückstand auf Rang zwei  wieder Morgenluft, der SCP rutschte auf den vorletzten Rang.     

Dabei demonstrierten die  bis ins Mark engagiert zu Werke gehenden Gäste aus Ostwestfalen bereits in der Anfangsphase eindrucksvoll, dass sie nicht gewillt sind, mit einem Negativrekord in die Fußball-Historie einzugehen. Der Absturz in die Regionalliga wäre der dritte Abstieg in Folge. Begünstigt wurde der Tatendrang  des SCP durch die Schläfrigkeit der Störche in allen
Mannschaftsteilen. Die gerechte Strafe:  Als Steven Lewerenz zunächst ein Stellungsfehler unterlief und dann im Zweikampf zu zaghaft agierte, nutzte Paderborns Verteidiger Ben Zolinski (7.) die Gunst der Sekunde mit einem Flachschuss zur frühen Führung.

15 Minuten Lethargie

Erst nach 15 Minuten erwachte Holstein aus der kollektiven Lethargie. Und wie! Einen Zuckerpass von Dominick Drexler veredelte Kingsley Schindler (16.) eiskalt zum Ausgleich. Paderborn protestierte leidenschaftlich, aber erfolglos, weil Innenverteidiger Christian Strohdiek nach einem Zweikampf mit Lewerenz während der Entstehung des Kieler Treffers verletzt auf dem Rasen gelegen hatte.

Der Ex-Bundesligist schüttelte schüttelte sich kurz und zeigte eine passende Reaktion. Roope Riski (21.) prüfte aus Nahdistanz Kenneth Kronholm, der im Nachfassen die brandgefährliche Situation bereinigte. In der Folge ging bei den Kielern endlich die Post ab. Wieder war es Drexler, der Schindler (29.) zu einem Fernschuss auflegte. Lewerenz (31.) eiferte seinem KSV-Flügelkollegen aus 20 Metern nach, zwang SCP-Keeper Lukas Kruse zu einer Parade. Die Gäste gingen stetig aggressiver zur Sache, kassierten schon im ersten Durchgang vier Gelbe
Karten. Drexler (36./39.) verpasste indes das 2:1 der Störche.

Zurück aus der Kabine knüpfte Holstein an die Vorstellung am Ende der ersten Halbzeit an. Alexander Bieler passte perfekt auf Lewerenz, der die Kugel von der Grundlinie
exakt in den SCP-Strafraum spielte. Dort lauerte der blank stehende Schindler (50.), der mit der Eiseskälte eines Torjägers mit seinem fünften Saisontor humorlos zum 2:1 vollendete.

Kronholm in Topform

Immer intensiver wurde das Geschehen. Und spektakulärer. Nach einer kurzzeitigen Konfusion  im Kieler Strafraum flankte Sven Michel, KSV-Kapitän Rafael Czichos flog der Ball an die Hand. Zum berechtigten Elfmeter trat Christian Strohdiek an, hämmerte den Ball in Richtung Störche-Gehäuse. Doch Kronholm (61.) reagierte im Stile eines Extraklasse-Keepers und lenkte die Kugel zur Begeisterung des Holstein-Anhangs ins Seitenaus.

Derart inspiriert, legte der 31-Jährige passend zu seinem 100. Drittliga-Einsatz sechs Minuten später noch eine Glanzparade nach einem Geschoss von Zlatko Dedic nach. Tempo und Spannung stieg von Minute zu Minute. Der Einsatz aller Akteure auch. Als Patrick Herrmann bei einem Kieler Konteransatz im Doppelpack weder sich noch den Gegner schonte, gab’s von den Tribünen frenetische „Herrmann, Herrmann“-Sprechchöre.

Die  Paderborner ließen nicht locker, kamen aber zu keinem Erfolgserlebnis mehr.  Wermutstropfen im Kieler Freudenkelch: Dominic Peitz sah seine zehnte Gelbe Karte, Czichos seine fünfte. Beide Defensivrecken fehlend damit am kommenden Freitagabend im Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück. Für Holstein-Cheftrainer Markus Anfang kein Grund zur Besorgnis: „Heute haben wir erstmals ein enges Spiel dreckig gewonnen.  Und wir haben das Quäntchen Glück gehabt. Das haben wir einfach mal gebraucht.  Wir haben genügend Spieler, die in Osnabrück die Ausfälle kompensieren können.“

Kenneth Kronholm parierte den Elfmeter von Christian Strohdiek stark Kenneth Kronholm parierte den Elfmeter von Christian Strohdiek stark © Uwe Paesler/Kieler Nachrichten

Einzelnoten Holstein Kiel

Kronholm: 1,5

Herrmann: 2,5

Hoheneder: 3,5

Czichos: 3

Lenz: 3,5

Peitz: 3,5

Schindler: 2

Bieler: 3

Drexler: 2,5

Lewerenz: 3

Fetsch: 4

Ducksch: 4

Siedschlag: 3,5

Stimmen zum Spiel #KSVPAD

Schema Holstein Kiel - SC Paderborn

**Holstein Kiel:** Kronholm - Herrmann, Hoheneder, Czichos, Lenz - Peitz - Kingsley Schindler, Bieler, Drexler (86\. Sigurbjörnsson), Lewerenz (77\. Siedschlag) - Fetsch (68\. Ducksch). - Trainer: Anfang **SC Paderborn:** Kruse - Tim Sebastian, Boeder (83\. Bickel), Strohdiek - Heidinger, Zolinski, Kruska, Herzenbruch (62\. Schonlau) - Michel - van der Biezen (60\. Dedic), Riski. - Trainer: Emmerling **Schiedsrichter:** Tobias Reichel (Stuttgart) **Tore:** 0:1 Zolinski (7.), 1:1 Kingsley Schindler (16.), 2:1 Kingsley Schindler (50.) **Zuschauer:** 4939 **Gelb-Rote Karte:** Riski wegen wiederholten Foulspiels (90.+2) **Gelbe Karten:** Peitz, Drexler, Czichos - Michel, Herzenbruch, Strohdiek, Zolinski, van der Biezen, Bickel
Pressekonferenz #KSVPAD
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