Dominick Drexler versucht den Alleingang Dominick Drexler versucht den Alleingang ©
Dominick Drexler versucht den Alleingang

Holstein Kiel gewinnt Testspiel gegen HSV

Holstein siegt verdient mit 5:3 -  6000 Zuschauer beim Neumünsteraner Torfestivale vom Bundesliga-Dino enttäuscht

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Große Namen der Region, große Kulisse, großes Kino: 6000 Zuschauer erlebten am Dienstagabend in der ausverkauften Neumünsteraner „Grümmi-Arena“  ein echtes Torfestival. Am Ende der unterhaltsamen 90 Minuten feierte der formstarke Fußball-Zweitligist Holstein Kiel einen verdienten 5:3 (1:2)-Erfolg gegen den Bundesliga-Dino Hamburger SV.

Die Störche, die ohne Neuzugänge in der Startelf begannen, übten sich bei zunächst idealem Fußballwetter in High-Tech-Mode. Erstmals liefen die KSV-Profis mit neuen Funktionsshirts (inklusive eingearbeiteter Elektroden und  GPS-Sender im Nacken) auf. Die übermittelten der Athletik- und Medizinabteilung Daten über Laufstrecke, Belastung oder  Herzfrequenzen. Die Hanseaten waren derweil bei ihrem Kurztrip nach Schleswig-Holstein zunächst einmal am VfR-Stadion vorbeigefahren.

Und auch auf dem bestens präparierten Grün fehlte den Rothosen zunächst die Orientierung.  Vier Minuten waren gespielt, da spielte der stark auftrumpfende Störche-Torjäger Marvin Ducksch den Flügelkollegen Manuel Janzer frei. Dessen Schuss knallte vom Pfosten des HSV-Gehäuses ins Aus.

Kronholm sorgt für Doppel-Bock

Dann sorgte ausgerechnet der sonst so souveräne Kenneth Kronholm für einen dicken Doppel-Bock. Zunächst verursachte der KSV-Keeper Luca Waldschmidt im eigenen Strafraum ein Foul. Den fälligen Strafstoß versenkte Aaron Hunt (6.) zur überraschenden Führung des Erstligisten. Kurz danach patzte Kronholm  beim Pass-Versuch auf Patrick Herrmann, Filip Kostic (10.) spritzte dazwischen und schob zum 2:0 ein.

Das Zwischenresultat änderte nichts daran, dass die Störche bereits zu diesem Zeitpunkt die gefälligere Mannschaft waren. Lohn der Bemühungen war der schnelle Anschlusstreffer durch Ducksch (12.), der nach einem Papadopoulos-Foul an ihm selbst den Elfmeter verwandelte. Dominick Drexler (14.) nach einem 40-m-Quarterback-Zuspiel von Dominik Schmidt, Steven Lewerenz (22.) mit einem spektakulären Seitfallzieher und zweimal Ducksch (37., 39.) mit Kopf und Fuß hatten weitere Treffer vor Augen. Die  wären  gerecht gewesen gegen einen HSV, der in Sachen Spielaufbau Bundesliga-Reife vermissen ließ.

Becker: Ein unterhaltsames Spiel

Holsteins Sportchef Ralf Becker zeigte sich beim Gang in die Halbzeitpause durchaus zufrieden: „Ein unterhaltsames Spiel. Man sieht, dass auf diesem Niveau Fehler gnadenlos bestraft werden. Aber ich habe auch viele gute Sachen gesehen. Eine flexible Defensive - und im Angriff haben wir uns mehrfach gut durchkombiniert.“ Wie auch nach knapp einer Stunde, als der eingewechselte Torjäger Kingsley Schindler (59.) am Fuß von Julian Pollersbeck scheiterte.

Als aber Lewerenz (70.) nach einer Flanke von Amara Conde einen Volleyschuss abfeuerte, war auch der U21-Europameister zwischen den HSV-Pfosten machtlos. Und Dominik Schmidt degradierte Pollersbeck  gar zum Pannen-Keeper. Per 55-m-Bogenlampe von der Mittellinie traf der KSV-Innenverteidiger zum Sieg. Die  HSV-Offensive um Bobby Wood, Nicolai Müller und Andre Hahn präsentierte sich dagegen mit zunehmender Spieldauer immer einfallsloser. Lediglich durch die brachiale Gewalt des Sturm-Jokers kamen die Rothosen zum unverdienten Ausgleich.

Doch in diesem Punkt spielten die Kieler nicht mit. Zuspiel Alexander Mühling, kaltschnäuziger Anschluss des 19-jährigen Utku Sen – 4:3 die Entscheidung in der 89. Minute, aber noch nicht das Ende. Denn der 17-jährige Noah Awuku sorgte mit seinem Abstauber für finalen Jubel in Kieler Reihen. Es war der sechste Sieg im achten Testspiel der Saisonvorbereitung ohne Niederlage. Die HSV-Anhänger verließen das Areal bis ins Mark enttäuscht.   

Statistik:           

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz (63. Heidinger) – Peitz (63. Kinsombi) – Janzer (46. Schindler), Mühling, Drexler (63. Conde), Lewerenz (80. Awuku) – Ducksch (80. Sen).

Hamburger SV: Manthenia (46. Pollersbeck) – Diekmeier (84. Arp), Mavraj (60. Holtby), Papadopoulos (46. Thoelke), Sakai (60. Behounek) – Ekdal (46. Janjicic), Walace (46. Jung) – Hunt (46. Hahn), Waldschmidt (46. Müller), Kostic (46. Jatta/75. Lasogga)) – Schipplock (46. Wood).

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg) – Tore: 0:1 Hunt (6., Foulelfmeter), 0:2 Kostic (10.), 1:2 Ducksch (12., Foulelfmeter), 2:2 Lewerenz (70.), 3:2 Schmidt (77.), 3:3 Lasogga (83.), 4:3 Sen (89.), 5:3 Awuku (90.)  – Zuschauer: 6000 (ausverkauft).

In Neumünster trafen Holstein Kiel und der HSV in einem Testspiel aufeinander.

Region/Kiel Holstein Kiel Hamburger SV Holstein Kiel (Herren) Hamburger SV (Herren)

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