holstein 28.1. imago Gelb/Rot für Kingsley Schindler in der 35. Spielminute. © Imago
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Holstein Kiel holt einen Punkt trotz Unterzahl

Schindler sieht in Frankfurt nach 35 Minuten Gelb-Rote Karte – Störche-Coach Anfang spricht vom „schlechtesten Spiel“

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Fußball-Drittligist  Holstein Kiel muss sich zum Jahresauftakt 2017 mit einem 0:0 begnügen. Begnügen? Nein, es war ein Punktgewinn beim FSV Frankfurt. Denn nach einer spielerisch ungewohnt mäßigen Leistung in der ersten halben Stunde kassierte Kingsley Schindler in der 35\. Minute die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl bewiesen die Störche, dass sie nicht nur Finesse können, sondern auch kämpfen und verteidigen. 
Wer  darauf gehofft hatte, dass sich die Anspannung vor dem Rückrunden-Start  in einem Feuerwerk auf dem holprigen, aber nicht gefrorenen Rasen entladen würde, wurde in Durchgang eins enttäuscht. Nicht nur in den statistischen Werten (Punkte/Tore) lagen die Kontrahenten auf Augenhöhe, auch der Spielstil ähnelte sich erwartungsgemäß.
Fast  logisch, dass sich Frankfurter und Kieler bei klirrender Kälte und Sonnenschein fast durchweg neutralisierten. Die Störche wirkten im Aufbau einen Tick souveräner, doch die Qualitätsmerkmale der Hinrunde, Dominanz und Spielkontrolle,  waren allenfalls in Ansätzen erkennbar. Der Zweitliga-Absteiger aus dem Osten der Mainmetropole löste Probleme gegen  sporadisch früh pressende Gäste simpler,  notfalls auch mit einem Schlag ins Seitenaus.
Ein  leichtes Plus besaß der FSV dagegen in Sachen Torgefahr. Einen 18-m-Freistoß von Yannick Stark (9.) fischte KSV-Keeper Kenneth Kronholm  aus dem Eck. Erneut war es Stark, der 20 Minuten später nach Fehler von Dominic Peitz Kronholm aus der Distanz prüfte. Die Kieler hingegen produzierten nicht eine annähernd torgefährliche Szene.
Schlimmer  noch: Als Kingsley Schindler (31.)  einem zu kurzen Rückpass der Frankfurter hinterher sprintete, kam er gegen Sören Pirson den Bruchteil  einer Sekunde zu spät und hielt seinen Fuß nach Ansicht von Schiedsrichter Justus  Zorn über den Spann des FSV-Torwarts. Die folgende Gelbe Karte war diskussionswürdig. An der zweiten für Schindler nur vier Minuten später gab es keine Zweifel, wieder hatte der Störche-Flügel „drübergehalten“ – diesmal gegen Denis Streker. Die Ampelkarte führte zu  einer 55-minütigen Unterzahl der Nordlichter. Und damit folgerichtig zu  einem Strategiewechsel.
Denn  fortan agierte Holstein gegen die torgefährlichste Heimmanschaft der Liga (20 Treffer) aus einer tiefer stehenden Grundordnung, suchte das Heil in Kontern.  Die Akzente indes setzten zunächst die Hessen. Cagatey Kader (57.) hatte  die Führung auf dem Fuß, seinen Schuss aus zehn Metern indes parierte Kronholm prächtig. Und auch einem erneuten Distanzversuch von Stark (61.) zeigte sich Kronholm auf dem Posten.
Immer  mehr igelten sich die Störche im und am eigenen Hoheitsbereich ein. Der  nach der Gelb-Roten Karte zwangsweise auf die rechte Bahn gewechselte und dort komplett wirkungslos gebliebene Dominic Drexler löste nach einer guten Stunde Mathias Fetsch als zentrale Sturmspitze ab, Tim Siedschlag gab den Flügel-Joker.
Ein  Schachzug, der  ansatzweise Wirkung zeigte. Denn der Offensivelan der Gastgeber erlahmte, die Holstein-Nadelstiche wurden fortan mit mehr Geschwindigkeit vorgetragen. Zentimeter fehlten zum kompletten Glück der Kieler. Peitz (78.) zog aus 18 Metern ab, der Ball knallte zum Entsetzen der Störche vom Aluminium zurück ins Feld.
Für  Holstein-Cheftrainer Markus Anfang war diese Szene nur ein Teilaspekt des  über weite Strecken langweiligen Treibens: „Das war das schlechteste Spiel, seitdem ich in Kiel Trainer bin, das wir abgeliefert haben.  Vielleicht hatten sich die Jungs zu viel vorgenommen. In Unterzahl war ich dann zumindest mit der Einstellung zufrieden. Dass wir sagen, diesen Punkt haben wir uns redlich erkämpft, haben wir bis dato in dieser Saison so noch nicht erlebt.“  
Region/Kiel FSV Frankfurt 1899 (Herren) Holstein Kiel (Herren)

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