14. Mai 2018 / 13:52 Uhr

Holstein Kiel II ist auf Schützenhilfe angewiesen

Holstein Kiel II ist auf Schützenhilfe angewiesen

Redaktion Sportbuzzer
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Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit passierte es - Arne Ingwersen (#17) kann aus kurzer Distanz abziehen und den Führungstreffer für Flensburg erzielen. Kiels Torwart Bernd Schipmann war von seinen Vorderleuten die Sicht versperrt, die tiefstehende Sonne tat ihr Übriges.
Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit passierte es - Arne Ingwersen (#17) kann aus kurzer Distanz abziehen und den Führungstreffer für Flensburg erzielen. Kiels Torwart Bernd Schipmann war von seinen Vorderleuten die Sicht versperrt, die tiefstehende Sonne tat ihr Übriges. © Karsten Freese
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Fußball-Oberliga: TSV Schilksee sichert den Klassenerhalt – Dem PSV droht der Absturz in die Landesliga

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Holstein Kiel II kann nicht mehr aus eigener Kraft Vizemeister der Fußball-Oberliga werden. Beste Karten hat nun der neue Tabellenzweite TSB Flensburg, der das Spitzenspiel bei den Jungstörchen mit 3:1 für sich entschied. Derweil sind auch im Abstiegskampf die Würfel gefallen. Der TSV Schilksee sicherte sich den Klassenerhalt durch einen 5:3-Sieg gegen den TSV Wankendorf. Der PSV Neumünster muss auf einen Aufstieg von Holstein Kiel II in die Regionalliga hoffen, um auch in der nächsten Saison weiter in der Oberliga zu spielen.

NTSV Strand 08 – Inter Türkspor 2:1

Inter bot zwei Spieler aus der Zweiten in der Startelf auf und versuchte mit einer Fünfer-Kette sowie engmaschigem Mittelfeld, Strand die Angriffswucht zu nehmen. „Unser Plan ist aufgegangen. Bis auf zwei Mal“, erklärte Türkspor-Trainer Özcan Atasoy, dessen Team gegen gelähmte Gastgeber die besseren Chancen besaß. Alban Jasari (17.) vergab aber ebenso wie Tino Kern, der den Gegenspieler anköpfte (33.). Pech zudem, als nach einem Foul an Jasari der Elfmeterpfiff ausblieb (20.). Den gab es zwei Minuten später nach einem Foul von Justus Kaack. Der Inter-Torwart bügelte seinen Fehler jedoch aus und parierte den Strafstoß von Marco Pajonk (22.). Inter blieb durch Konter aber weiter das gefälligere Team und ging durch Coskun Yamak auf Vorlage von Erdogan Cumur mit 1:0 in Führung (36.). Erst mit der Hereinnahme von Marcello Meyer bekam das Spiel der Strander mehr Zug zum Tor. Meyer war es auch, der zwei Mal für Pajonk auflegte. Binnen sechs Minuten drehte der NTSV-Torjäger die Partie (69., 75.). „Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden. Wir hatten mehr Möglichkeiten und den Punkt verdient. Am Ende fühlt sich das aber komisch an“, konnte sich Atasoy mit der Niederlage nicht anfreunden.

Von der Oberliga bis zur Kreisliga: Das sind die Top-Torjäger in der Region (Stand: 28. Mai 2018):

OBERLIGA – Seit Jahren ist er ein absoluter Erfolgsgarant für den NTSV Strand 08: Marco Pajonk (li.). Und auch in dieser Saison ist er mit 35 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Liga.  Zur Galerie
OBERLIGA – Seit Jahren ist er ein absoluter Erfolgsgarant für den NTSV Strand 08: Marco Pajonk (li.). Und auch in dieser Saison ist er mit 35 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Liga.  ©
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TSV Schilksee – TSV Wankendorf 5:3

Die mit dem kurzfristig aus Hamburg angereisten Feldspieler Jonas Nöhr im Tor angetretenen Gastgeber gingen von Beginn an in die Offensive und erzielten durch einen Kopfball von Berg Pekgür (8.) die frühe Führung. Nach einem Patzer mit anschließender Notbremse musste Nöhr mit Roter Karte schon wieder früh (28.) ausscheiden, und Chris Jastrzembski übernahm seinen Platz zwischen den Pfosten. Er kassierte dort gleich das 1:1 (29.) durch einen Foulelfmeter von Tobias Jantzen. Auf der 2:1-Pausenführung (Yannik Jakubowski/38.) konnte sich die Heimelf gegen die ab Wiederanpfiff offensiveren Gäste nicht ausruhen. Viktor Dragusha gelang das 3:1 (59.), ehe Schiedsrichter Jannik Schapals einen Treffer von Yannik Grothkopp wegen angeblichen Foulspiels nicht anerkannte. Beim finalen munteren Toreschießen sorgten Rezan Acer (73./FE) und Yannik Jakubowski (77.) für die Tore der Platzherren, die sich gegen nicht aufgebende Wankendorfer durch Tom Steinmetz (76.) und Philipp Dittkuhn (83.) aber auch noch zwei Gegentreffer einfingen. „Ärgerlich, dass unser Tor zum 3:2 nicht anerkannt wurde“, sah auch der Wankendorfer Coach Olaf Weick („Wir haben noch nie so lange in Überzahl gespielt“) einen regulär erzielten Treffer. „Hauptsache drei Punkte“, war Schilksees Coach Daniel Sahre „froh über den Sieg“ und sah zumindest auch positiv, „dass wir in Unterzahl vier Tore erzielt haben.“

SV Todesfelde – VfR Neumünster 3:1

Die Talfahrt der Veilchen geht weiter. In Todesfelde kassierte der VfR bereits die sechste Niederlage in Folge. Dabei wussten die Yilmaz-Schützlinge allerdings 45 Minuten zu gefallen. „Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war deutlich erfrischender als die letzten Auftritte. Leider verpennen wir die zehn Minuten nach der Halbzeit“, haderte VfR-Coach Abdul Yilmaz mit dem schnellen Doppelschlag des SVT. Oliver Zebold markierte nach einem abgefangenen VfR-Einwurf das 1:0 (52.). Nicht einmal 60 Sekunden später köpfte Todesfeldes Kai-Fabian Schulz einen Eckball zum 2:0 (53.) ein. Neumünster kämpfte um den Anschluss, doch Aladjie Barrie vergab in einer 1:1-Situation mit SVT-Keeper Danny Schramm das 1:2 (59.). Die Strafe folgte postwendend, als Rafael Krause per Konter (65.) vorentscheidend zum 3:0 traf. Barrie gelang in der Schlussminute nur noch der Ehrentreffer.

Holstein Kiel II – TSB Flensburg 1:3

„Wir haben ungewöhnlich viele individuelle Fehler gemacht. Vielleicht hätten wir bei der Hitze das Tempo besser dosieren sollen“, konstatierte KSV-Coach Ole Werner nach der 1:3-Schlappe. 45 Minuten bestimmten die Jungstörche die Musik, doch Maurice Knutzen scheiterte bereits nach acht Minuten freistehend an TSB-Keeper Andre Hagge. Nach dem Seitenwechsel kam der TSB schneller auf Touren. Arne Ingwersen knallte einen abgewehrten Freistoß aus 20 Metern zur Gästeführung in die Maschen (49.). Timo Carstensen schloss kurz darauf einen Konter zum 2:0 (57.). Die Kieler zollten dem Tempo der ersten Halbzeit Tribut. Und die routinierten Flensburger machten die Räume eng. Erst als Philipp Sander nach einem Freistoß auf 1:2 (86.) verkürzte, keimte nochmals Hoffnung auf einen KSV-Sieg auf. Die machte Carstensen allerdings mit einem Lupfer zum 3:1 (90.) zunichte.

Die Bilder zum Topspiel Holstein Kiel II gegen TSB Flensburg

Lasse Sohrweide (links) versucht, Julius Rainer Alt am Schuss zu hindern. Zur Galerie
Lasse Sohrweide (links) versucht, Julius Rainer Alt am Schuss zu hindern. ©

PSV Neumünster – Heider SV 1:2

Die Polizisten haben ihr Oberliga-Schicksal nicht mehr in den eigenen Händen. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Heider SV kann nur noch ein Regionalliga-Aufstieg von Holstein Kiel II den Absturz in die Landesliga verhindern. Der PSV begann mutig und belohnte sich schnell, als Torben Czekay mit seinem 13. Saisontreffer zum 1:0 (8.) abstaubte. Doch die Westküstenkicker aus Heide waren nicht an die Stettiner Straße gereist, um die Sonne zu genießen. Jonah Gieseler enteilte nach schönem Schnittstellenpass den PSV-Innenverteidigern und glich zum 1:1 (14.) aus. „Irgendwie haben wir das Remis in die Pause gerettet“, wunderte sich PSV-Coach Thomas Möller ob des Heider Chancenwuchers, dem sich in erster Linie der wieder genesene Keeper Philipp Reinhold entgegenstellte. Möller baute um, setzte nun auf ein 4-4-2-System, um dem Kraftverlust zu trotzen, doch Gieseler besorgte mit strammen Distanzschuss den finalen 2:1-Siegtreffer für die Gäste.

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