Emre Akbulut (re./Intertürk) spielt zunächst den Ball, trifft jedoch Timo Barendt auch am Fuß. Emre Akbulut (re./Intertürk) spielt zunächst den Ball, trifft jedoch Timo Barendt auch am Fuß. © Uwe Paesler
Emre Akbulut (re./Intertürk) spielt zunächst den Ball, trifft jedoch Timo Barendt auch am Fuß.

Holstein Kiel II müht sich zum 2:1 gegen Inter Türkspor und ist zurück an der Tabellenspitze

Klare Pleiten für VfR Neumünster und TSV Wankendorf 

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Holstein Kiel II ist zurück an der Tabellenspitze der Fußball-Oberliga. Dafür genügte den Jungstörchen ein knapper 2:1-Derbysieg vor 350 Zuschauern gegen Inter Türkspor Kiel. Erster Verfolger ist der NTSV Strand 08, der den VfR Neumünster mit 4:1 besiegte. Auf Platz fünf kletterte der TSV Schilksee nach einem mühevollen 4:3-Sieg gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf. Derweil holte der PSV Neumünster beim 3:1 gegen den TSV Lägerdorf wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Holstein Kiel II – Inter Türkspor Kiel 2:1 „Holstein hat uns 45 Minuten vorgeführt, weil wir überhaupt nicht körperlich präsent waren. In der zweiten Halbzeit haben wir dagegengehalten“, konstatierte Inter-Coach Özcan Atasoy. Die Jungstörche strahlten zunächst mit der Herbstsonne um die Wette. Timo Barendt knallte eine Fernandes-Flanke zum 1:0 in die Maschen (6.). Als Philipp Sander ein Missverständnis zwischen Jonas Schomaker und Inter-Keeper Hüsnü Özdemir mit dem 2:0 (18.) bestrafte, drohte ein Debakel. Doch die KSV drosselte das Tempo, verlor an Spielkontrolle und traf durch Julius Alt nur den Pfosten (38.). Inter machte hingegen aus dem Nichts das Anschlusstor, als Steffen Bruhn per Sonntagsschuss mit dem Pausenpfiff einnetzte. Ab Wiederanpfiff begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, gestatteten sich aber kaum Torchancen. Die beste vergab Inters Steve Sam, der nach einem Foit-Stockfehler an KSV-Torwart Malte Schuchardt (86.) scheiterte. „35 Minuten waren wir bärenstark. Die 55 Minuten danach werfen Fragezeichen auf“, bewegte sich Holsteins Trainer Ole Werner im Zwiespalt der Gefühle.

TSV Schilksee – TSV Friedrichsberg-Busdorf 4:3 Im ersten Durchgang schien es, als ob die Platzherren ihren Gegner überrennen wollten. Nach einem Doppelschlag von Yannik Jakubowski (12., 13.) und weiteren Treffern von Sven Nielsen (39.) und Timo Klotz (42.) stand es beim Gang in die Pause schon 4:0. „Klasse, es wurde umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, war Schilksees Coach Lars Dubau zufrieden. Das sollte sich dann aber ändern. „Jeder meiner Spieler hat seine Leistung um zehn Prozent heruntergefahren, und wir haben die Gäste ins Spiel kommen lassen“, so Dubau, der auch vom Schiedsrichter Deeg genervt war: „Er traf gegen beide Seiten unverständliche Entscheidungen.“ Unverständlich war für ihn aber auch das Nachlassen seiner Mannschaft, die sich durch Cedric Nielsen (58., 79./FE, 90.+2/FE) drei Gegentreffer einfinf und die komfortable Pausenführung fast noch verspielt hätte.Am Dienstag (15 Uhr) geht es für die Schilkseer beim Landesligisten Concordia Schönkirchen im Kreispokal um den Einzug ins Halbfinale.

Lägerdofs Keeper Marvin Koch (rechts) rettet in höchster Not gegen PSV-Angreifer Torben Czekay (links). Torge Kunter (Mitte) ist nur Zuschauer. Lägerdofs Keeper Marvin Koch (rechts) rettet in höchster Not gegen PSV-Angreifer Torben Czekay (links). Torge Kunter (Mitte) ist nur Zuschauer. © Jan-Phillip Wottge

PSV Neumünster – TSV Lägerdorf 3:1 Der PSV surfte zunächst auf der Erfolgswelle: Nach Fürst-Querpass schob Marc Barck bereits nach drei Minuten zum 1:0 ein. Ebenso wenig Mühe hatte Issam Khemiri nach einer Viertelstunde, als er eine Barck-Ablage zum 2:0 über die Linie drückte. Robin Ziesecke erhöhte drei Minuten später per Strafstoß – Lägerdorfs Keeper Marvin Koch hatte Björn Schmidt gefoult – gar auf 3:0. Der PSV jubelte, Lägerdorf ließ die Köpfe hängen. Patrick Fürst hätte in der 21. Minute den Deckel auf das proklamierte Schlüsselspiel schrauben können, doch der Interimskapitän zielte aus spitzem Winkel neben das Tor, anstatt die mitgelaufenen Schmidt oder Barck zu bedienen. Lägerdorf erwachte, traf durch Bastian Peters aber nur die Latte (38.). Die Polizisten kehrten mit neuem Elan aus der Halbzeit zurück, vergaben aber durch Schmidt (46./52.), Fürst (52.) und Barck (63.) die Entscheidung, bevor Alexander Feist noch den TSV-Ehrentreffer (66.) markierte. „Die drei Punkte sind das, was zählt“, bilanzierte PSV-Coach Maik Gabriel.

Strand 08 – VfR Neumünster 4:1 „Unser Matchplan war nach zwei Minuten über den Haufen geworfen“, haderte VfR-Coach Sven Boy mit dem frühen Rückstand. Halb Schuss, halb Flanke – bereits nach 120 Sekunden schlug die Bogenlampe von Romaric Logon im VfR-Tor ein. Strand blieb am Drücker, legte durch Jan-André Sievers (11.) das 2:0 nach. Marcello Meyers Freistoß ließ die Torlatte erzittern (13.). Langsam robbten sich die Veilchen ins Spitzenspiel. Als Ihab Hathat (31.) verkürzte, hatte die Boy-Elf ihre beste Phase. Doch dann kam der Jojo-Effekt zum Tragen: Kaum hatte der VfR Lunte gerochen, folgte der Rückschlag. Strands Torjäger Marco Pajonk schrumpfte mit dem 3:1 (44.) aufkommende Veilchenblüte im Herbst auf Normalmaß zurück. Pajonks 14. Saisontor markierte den Endstand.

SV Frisia 03 Risum-Lindholm – TSV Wankendorf 5:1 „Es geht weiter, immer weiter.“ Wankendorfs Trainer Olaf Weick bemühte nach der zehnten Niederlage im zehnten Spiel den Kahn’schen Duktus. Schnell wurde deutlich, dass seine Elf nicht den erhofften ersten Oberligapunkt einfahren würde. Frisias 1:0-Führung durch einen Bruhn-Kopfball beantwortet Arne Duggen mit einem Lupfer zum 1:1 zwar prompt (14.), doch dann nahm das Wankendorfer Schicksal seinen gewohnten Lauf: Tobias Zuth (25.) per Konter und Leif Johannsen (27.) per Kopfball nach Eckball ließen die Gastgeber per Doppelschlag auf 3:1 enteilen. „Konter wollten wir eigentlich vermeiden. Wir wussten um Frisias Stärken“, ärgerte sich Weick und verlieh dem Spiel den Stempel „gebrauchter Tag“. Frisia kannte keine Gnade mit den Gästen und erhöhte durch Andreas Lovrec (34.) und Leif Carstensen (72.) auf 5:1.

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