10. September 2018 / 11:23 Uhr

Holstein Kiel II unterliegt SC Weiche Flensburg 08 mit 0:2

Holstein Kiel II unterliegt SC Weiche Flensburg 08 mit 0:2

Jan-Philipp Wottge
Holsteins Verteidiger Tjorve Mohr (links) setzt sich bei einer der vielen Standardsituationen energisch gegen Weiches Christian Jürgensen (Mitte) und Patrick Thomsen (rechts) durch.
Holsteins Verteidiger Tjorve Mohr (links) setzt sich bei einer der vielen Standardsituationen energisch gegen Weiches Christian Jürgensen (Mitte) und Patrick Thomsen (rechts) durch. © Wottge
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Regionalliga Nord: Jungstörchen fehlt im Derby die Erfahrung

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Der Höhenflug der Jungstörche in der Regionalliga Nord hat im schleswig-holsteinischen Landesderby einen Dämpfer erfahren. Vor 907 Zuschauern im aus allen Nähten platzenden Citti Fussball-Park unterlag Holstein Kiel II dem SC Weiche Flensburg 08 mit 0:2. Durch die erste Heimniederlage rutschte der Aufsteiger auf den sechsten Tabellenplatz ab. „Weiche gewinnt letztlich verdient, weil sie mehr und die klareren Torchancen hatten“, konstatierte KSV-Coach Ole Werner nach der Derbyniederlage. Seine Elf begann auch gegen den Meister mutig. Vier Spiele ohne Niederlage gaben den nötigen Rückenwind. Laurynas Kulikas schraubte sich aus abseitsverdächtiger Position nach sechs Minuten in die Luft. Sein Kopfball wischte Weiches Keeper Florian Kirschke einhändig über die Latte. Auch bei Tim Siedschlags Freistoß aus 25 Metern hatte der Weiche-Schlussmann seine Finger im Spiel (11.). Die Flensburger kämpften sich körperbetont ins Spiel. Der Ex-Kieler Nedim Hasanebegovic setzte ein Zeichen, als er Tjorve Mohr im Luftkampf mit viel Einsatz zu Boden schickte. Weiche wollte, das war nun spürbar. Doch zunächst blieben die Jungstörche am Drücker. Siedschlags Flachschuss wurde von Kirschke zur Ecke abgefälscht.„Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu viele Abspielfehler erlaubt. Da hilft natürlich ein Standardtor, auch wenn es glücklich zustande kommt“, gestand Weiches Coach Daniel Jurgeleit im Rückblick auf das Flensburger Führungstor (25.). Ein Hartmann-Freistoß sprang Siedschlag in der Box an die Hand.

Schiedsrichter Murat Yilmaz zögerte nicht und zeigte auf den Punkt. Dominic Hartmann verwandelte eiskalt zur zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Weiche-Führung. Es war jedoch die Initialzündung für den Meister. Sekunden nach dem 1:0 scheiterte Nico Empen mit einem Heber am heraus geeilten KSV-Torwart Timon Weiner. Jetzt ging es munter hin und her. Kulikas Kopfball fischte Kirschke aus der Gefahrenzone (27.). Aber auch in der Kieler Box brannte es zunehmend lichterloh. Tobias Fleckstein wuchtete mit einem Scherenschlag den Kopfball des Flensburgers Marvin Ibekwe von der Torlinie (36.). 20 Sekunden später wehrte Weiner mit dem Fuß gegen Ibekwe (37.) ab. Weiche verdiente sich die Führung. Allein der pfeilschnelle und dribbelstarke Ibekwe war das Eintrittsgeld wert. Und schon kurz nach Wiederanpfiff hätte der Ex-Paulianer Empen für die Gäste alles klar machen müssen, doch der 22-Jährige verfehlte aus drei Metern das Kieler Tor (47.). Die Ibekwe-Show fand indes ihre Fortsetzung. Erst scheiterte der Deutsch-Nigerianer aus spitzem Winkel an Weiner, dann setzte er seinen Kopfball zu drucklos neben das Kieler Tor. Im fünften Anlauf durfte er schließlich jubeln. Fleckstein verlor den Ball im Spielaufbau. Weiches Kevin Schulz legte quer und Ibekwe schob zur 2:0-Vorentscheidung ein (77.). Holstein blieb hingegen zum zweiten Mal in dieser Saison torlos, weil Kirschke auch den letzten Kulikas-Schuss (84.) nach Awuku-Sololauf entschärfte. „Insgesamt haben wir uns gegen den Meister teuer verkauft. Aber man merkte, dass wir etwas weniger Erfahrung und Körperlichkeit auf dem Platz hatten“, resümierte KSV-Trainer Werner. Daniel Jurgeleit freute sich über den Auswärtsdreier: „Wir sind stabil geblieben. Holstein ist eben kein normaler Aufsteiger, wo man im Vorbeigehen gewinnt.“

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