11. Januar 2019 / 09:13 Uhr

Holstein Kiel in Spanien: Der Freitag in Opas Liveblog

Holstein Kiel in Spanien: Der Freitag in Opas Liveblog

Andrè Haase
Buzzer
Buzzer
Anzeige

Störche-Experte Andreas Geidel berichtet aus dem Trainingslager in Oliva Nova

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Holstein hat den Bauantrag für die Tribüne eingereicht.

Dieses Bild erreichte uns heute in Spanien. Holstein-Fan Petra hat es uns zur Verfügung gestellt:

Es passiert etwas am Holstein-Stadion.
Es passiert etwas am Holstein-Stadion. © Petra B.
Anzeige
Die etwas andere Trainingseinheit

Tennisturnier

David Kinsombi mit einem konzentrieren Schlag. Zur Galerie
David Kinsombi mit einem konzentrieren Schlag. ©

Gute Laune beim Tennis-Training

Gute Laune bei den Profis des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel. Spätestens am Freitagvormittag war die herbe 1:6-Testspielschlappe gegen den belgischen Erstligisten KAA Gent vom Vortag aus den Köpfen der Störche. Denn beim internen Tennisturnier auf der Anlage des Golf & Beach-Resorts im Trainingslager von Oliva Nova blühte unter spanischer Sonne der Flachs. Als Hobby-Cracks auf dem Court präsentierten sich Innenverteidiger Hauke Wahl, Keeper Dominik Reimann und Rechtsverteidiger Jannik Dehm. Abwehr-Ass Stefan Thesker präsentierte seine persönlichen Varianten des Aufschlags – nach eigenen Worten eine Mischung aus dem Service der Kieler Wimbledonsiegerin Angelique Kerber und dem österreichischen Top-Ten-Spieler Dominic Thiem.

Die im Aufbau befindlichen Jonas Meffert, Franck Evina und Kingsley Schindler drehten derweil ihre Runden auf dem Fußball-Platz, Aaron Seydel arbeitete im Kraftraum. Eine kraftraubende Radtour der besonderen Art unternahmen Dominik Schmidt, JoO van den Bergh, Kenneth Kronholm und Dominic Peitz an seinem letzten Tag im Holstein-Trainingslager: Das Duo trat in Begleitung von „Physio“ Sebastian Süß am Mittelmeer-Strand in die Pedalen ihrer Mountainbikes. Der Freitagnachmittag stand zur freien Verfügung.

Dominic Peitz verlässt Holstein Kiel

Dominik Schmidt verlängert bei Holstein Kiel

KSV-Innenverteidiger Dominik Schmidt zu seiner Vertragsverlängerung

Big Brother für die Kieler Trainingsarbeit

Die Störche stehen unter Beobachtung. Nicht nur durch Presse, Spielerberater und Trainer vom Spielfeldrand, sondern auch von oben. Aus zehn Metern Höhe zeichnet Philipp Pelka die Trainingseinheiten von Holstein Kiel auf. Der „Koordinator Spielanalyse und Scouting“ soll den Fußball-Zweitligisten damit noch besser machen.Seit dem 1. Dezember 2018 ist Pelka in Diensten der KSV, arbeitete zuvor zwei Jahre lang für den Hamburger SV. Begonnen hat alles in Köln, über ein Praktikum in der Medienabteilung des FC kam der studierte Sportjournalist in die Spielanalyse, arbeitete dort in der Bundesliga unter Peter Stöger. „Für mich ist die Arbeit jetzt ein extremer Gegensatz zum Sportjournalismus, in dem ich mal angefangen habe. Damals reichte mir die Tiefe der Betrachtung nicht, ich wollte immer das genaue Warum erfahren“, erklärt Pelka.

Das untersucht er nun. Mithilfe der Kamera auf einem zehn Meter hohen Stativ, Fernbedienung und Steuerungsapp auf dem Smartphone sammelt er Trainingsaufnahmen. „Durch die Höhe erreicht man eine ganz andere Wahrnehmung der Räume als von einem Blickwinkel am Boden“, so Pelka, für das Filmen nur ein kleiner Teil seiner Arbeit ist. „Meine Aufgabe ist, das Scouting, was ja schon vorhanden war, zu kanalisieren, zu koordinieren und breiter zu organisieren, sowie die Auswertung voranzubringen“, sagt Pelka. Während Holsteins Chefscout Dirk Schlegel als „Live-Scout“ viel unterwegs und Markus Brunnschneider von München aus für die Gegneranalyse zuständig ist, spielt sich Pelkas Arbeit eher im Büro ab. „Ich mache die Planung, Organisation und Nachbereitung, pflege die Berichte ein, damit das ausgewertet wird und wir nicht einfach fürs Archiv dokumentieren“, beschreibt der 29-Jährige.

In dieser externen Arbeit versucht Pelka, „vorzufiltern, damit man für jede Position, die besetzt werden soll, immer eine Auswahl parat hat“. Dafür braucht er tiefgehende Kenntnisse der Störcheschar. „Als Scout musst du dein Team und die Spielphilosophie extrem gut kennen, um zu wissen, was für Spieler wir brauchen“, sagt Pelka. „Wir spielen ja auch nichts, was in irgendwelchen Lehrbüchern steht, sondern ein ganz eigenes System.“

Um den Kieler Weg umzusetzen und jeden einzelnen Spieler zu verbessern, greift das Trainerteam auf Pelkas Analysen zu. „Hier im Trainingslager geht es in der Videoanalyse vor allem darum, Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler einzufangen und aufzuzeigen, um anschließend daran zu arbeiten“, erklärt Pelka. „Wenn man das auf Video sieht, gibt es keine Ausreden mehr, weder bei den Spielern selbst noch beim Trainerteam. Es ist eine ganz andere Wahrnehmung, im Fall der Spieler eine ganz andere Selbstwahrnehmung.“ Was ist dem Analysten aufgefallen?

Philipp Pelka.
Philipp Pelka. © Paesler

„Bei Masaya Okugawa sieht man etwa, dass er extrem viele gute Wege in die Tiefe macht und gute Arbeit nach Ballverlusten leistet. Beim Abschluss selbst kann er sich aber noch deutlich steigern.“ Diese Erkenntnisse helfen den Coaches für ihre Arbeit mit den einzelnen Spielern. „Tim Walter legt sehr viel Wert auf individuelle Arbeit mit den Spielern“, sagt Pelka.

Knapp anderthalb Monate ist er nun in Kiel, hat sich schnell eingelebt in die besondere Struktur der KSV. „Der Wechsel vom HSV nach Kiel war für mich ein kompletter Kulturwechsel“, sagt Pelka. „Beim HSV gibt es 200 Mitarbeiter und dadurch ganz andere Ressourcen, es ist dadurch aber auch in Teilen etwas unübersichtlich.“ Holstein genieße in der Branche aber einen guten Ruf, „viele Kollegen haben mir gratuliert, dass ich hier anfange“, so Pelka. Und die Vorschusslorbeeren kann der 29-Jährige nur bestätigen. „Es beeindruckt mich, wie viel und wie gut die Leute hier arbeiten, und das bei dieser eher geringeren Anzahl an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.“

Für den guten Einstieg haben auch Walter und Co. gesorgt. „Das Trainerteam bei Holstein macht in Sachen Videoanalyse extrem viel selbst, das habe ich in dem Umfang und in der Qualität vorher noch nicht gesehen. Sie sind von sich aus sehr aktiv, das hat mir sehr geholfen, im Verein anzukommen“, erklärt Pelka. Und auch bei den Spielern hat der Scout positive Resonanz beobachtet: „Man merkt, dass die Spieler richtig Spaß haben, so zu kicken, wie sie es hier tun“, sagt er. „Es imponiert mir, mit wie viel Freude alle spielen, wie mutig sie sind und versuchen, guten Fußball zu spielen. Auch wenn in einigen Spielen aus dem Nichts Tore fallen und sich plötzlich Chancen ergeben, wird auf lange Sicht guter Fußball fast immer belohnt.“

von Niklas Schomburg

Holstein-Experte Andreas Geidel führt euch durch den Freitag.

Der Donnerstag in Bildern

Aufwärmphase. Zur Galerie
Aufwärmphase. ©
Weitere News zu Holstein Kiel

Der Saisonverlauf von Holstein Kiel in der Zweitliga-Spielzeit 2018/19.

1. Spieltag: Holstein Kiel startet mit einem Paukenschlag in die Saison und gewinnt beim Hamburger SV mit 3:0. Die Tore für die Störche erzielen Jonas Meffert (56.), David Kinsombi (78.) und Mathias Honsak (90.+3). Zur Galerie
1. Spieltag: Holstein Kiel startet mit einem Paukenschlag in die Saison und gewinnt beim Hamburger SV mit 3:0. Die Tore für die Störche erzielen Jonas Meffert (56.), David Kinsombi (78.) und Mathias Honsak (90.+3). ©
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Kiel
Sport aus aller Welt