Informationsveranstaltung zur Erweiterung des Holstein-Stadions Ansicht Holstein Stadion Wolfgang Schwenke zeigt die neue Tribüne. © Eisenkrätzer
Informationsveranstaltung zur Erweiterung des Holstein-Stadions Ansicht Holstein Stadion

Holstein Kiel: Kein „Rübermachen“ auf neue Tribüne

Gästeblock zu nah: Umzug der Holstein-Fans von West nach Ost kann aus Sicherheitsgründen nicht realisiert werden

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Die zweite Umbauphase steht bevor

Im Holstein-Stadion steht die zweite Umbauphase bevor, die notwendig ist, um die Anforderung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nach einer Arena für 15000 Zuschauer zu erfüllen. KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke hatte am Dienstagabend in den VIP-Raum des „Holsteiner“ geladen, um mit dem für den Sport in Kiel zuständigen Stadtrat Gerwin Stöcken die Anwohner der Stadtteile Wik und Steenbek-Projendsorf über den Neubau der Ost-Tribüne zu informieren. Rund 70 Anwohner nutzten die Einladung. Sie hatten über die Tribünenbelange hinaus aber auch viele Fragen, die sich auf die Begleitumstände des alltäglichen Spielbetriebes beziehen.

2782 Steh- und 1702 Sitzplätze stehen nach dem Umbau zu Verfügung

Schwenke stellte die ersten Fakten der neuen Tribüne vor. Sie soll 4492 Zuschauer aufnehmen. Das liegt gut 2000 Plätze über der Kapazität der jetzigen Gästekurve, die 2400 Plätze zum derzeitigen Fassungsvermögen beiträgt. Das neue Platzangebot wird sich auf 2782 Steh- und 1702 Sitzplätze (acht Rollstühle) verteilen. Der Wermutstropfen: Der „neue Osten“ des Holstein-Stadions kann zumindest in absehbarer Zeit nicht die Heimat der lautstärksten Störche-Fans werden. Die ursprüngliche Idee eines Umzugs des Kieler Anhangs von der jetzigen West-Stahlrohr-Tribüne in den Blöcken H, I und J hinüber auf das neue Schmuckstück lässt sich nicht verwirklichen. Aus Sicherheitsgründen, um Ausschreitungen vorzubeugen, die Fan-Gruppen möglichst weit voneinander fernzuhalten.

Block L wird der neue Gästeblock

Und ein weiträumiger „Flankenwechsel“ der Gäste-Fans als Alternative ist verkehrstechnisch nicht möglich. Die direkte Anbindung über den Olof-Palme-Damm und den Grüngürtel zum Stadion hin steht nicht zur Debatte. Die Auswärtigen können nur über die Projensdorfer Straße und das Gelände am ehemaligen China-Restaurant an das Stadion herangeführt werden. Sie finden ihre neue Bleibe im derzeitgen Block L am nordöstlichen Ende der Gegengeraden, wo „wir deshalb schon für diese Saison keine Dauerkarten verkauft haben“, so Schwenke. Holstein muss bei einem Ausbau auf 15000 Zuschauer zehn Prozent, also 1500 Tickets, für die Schal-Träger von St. Pauli, Union oder Arminia vorhalten. In dem Bereich an der „Projensdorfer“ sollen auch die auswärtigen Fahrzeuge Stellplätze finden. Dort müssen dann zwingend Verriegelungsanlagen und getrennte Zugänge für Heimtribüne und Gästeblock entstehen.

Neue Tribüne steht nur neun Meter vom Spielfeldrand

Die neue Tribüne wird so nah wie möglich an die Grundlinie des Spielfeldes herangesetzt. Der Abstand muss neun Meter betragen. „Alle Zuschauer kommen gemeinsam auf die Tribüne, dann gehen die Steher nach unten und die Sitzer nach oben“, beschrieb Schwenke das Verteilungsprocedere auf halber Tribünenhöhe. Mittig unter der Dachschale wird die neue Anzeigen- und Videowall hängen, natürlich ohne die Sicht der Sitzplatzinhaber zu beeinträchtigen. Im Sockelbereich des Betonbaus sind Toiletten und Versorgungsstände vorgesehen, auch ein neuer Störche-Fan-Shop denkbar.

Von Andrè Haase und Jens Kunkel

Region/Kiel Fussball 2. Bundesliga Holstein Kiel (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige