11. Februar 2019 / 10:21 Uhr

Holstein Kiel: Kingsley Schindler und Janni Serra kommen angeschlagen aus Magdeburg wieder

Holstein Kiel: Kingsley Schindler und Janni Serra kommen angeschlagen aus Magdeburg wieder

Marco Nehmer
Volltreffer: Janni Serra liegt benommen auf dem Boden. Der Stürmer musste zur Halbzeit mit einer Gehirnerschütterung runter.
Volltreffer: Janni Serra liegt benommen auf dem Boden. Der Stürmer musste zur Halbzeit mit einer Gehirnerschütterung runter. © imago/Jan Huebner
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Zweite Bundesliga: Kieler Kampfspiel in Magdeburg endet 1:1 – Schindler und Serra verletzt

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Abpfiff, 1:1. Holstein Kiel ist nach umkämpften 90 Minuten nur zu einem Punkt beim 1. FC Magdeburg gekommen. Doch für die Störche geht der Sonntagnachmittag noch in die Verlängerung: Trainer Tim Walter versammelt seinen Kader auf dem Feld, hält im Kreis eine Ansprache. Attribut: ungemütlich. So wie das Wetter im nasskalten Sachsen-Anhalt. Erst nach zehn Minuten geht es in die Katakomben. „Wir waren nicht aktiv genug“, sagt Walter hinterher. „Der Gegner hat mit Wucht und Härte dagegengehalten. Wir haben uns darauf eingelassen und die Bälle weggekickt.“

In der Tat erinnert vom Anpfiff weg nichts an das ungekrönte Feuerwerk im Pokal gegen den FC Augsburg. Fahrig, schläfrig, unpräzise agiert die KSV, die auf Platz drei springen könnte. Der FCM – ohne den angeschlagenen Ex-Kieler Steven Lewerenz – rennt sofort aggressiv an. Und bringt Holstein, mit Jae-Sung Lee und Lászlo Bénes in der Startelf, ins Schwimmen. Doch die KSV geht nicht unter. Sondern sie versenkt im Stile einer Topmannschaft ihre erste Chance.

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Euphorie schnell verflogen

Kenneth Kronholm setzt zum Dribbling gegen hoch pressende Magdeburger an – und eröffnet damit das Spiel. Über mehrere Stationen kommt Alexander Mühling rechts in Position, bedient Janni Serra. Und der zuletzt so glücklose Angreifer schließt zum 1:0 ab (5.). Jubel bei elf Kielern auf dem Feld und rund 800 im Gästeblock unter den 19704 Zuschauern in der MDCC-Arena. Doch die Euphorie trägt nicht lang. Magdeburg rennt an, stellt Passwege zu, erobert viele zweite Bälle. Und Holstein ist unsauber.

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Hauke Wahl verzettelt sich mehrfach, im Mittelfeld bleiben viele Bälle hängen.„Wir haben nicht einfach gespielt, haben es immer kompliziert gelöst“, sagt Wahl. Aus der Konzeptlosigkeit resultieren Standards für Magdeburg – am Ende sind es elf Ecken, viele Freistöße aus aussichtsreicher Position. Das Gegentor aber fällt aus dem Spiel – mit Unterstützung Holsteins. Angriff FCM, Atakan Karazor senst über den Ball. Der landet bei Philip Türpitz. Abschluss, Dominik Schmidt fälscht ab. Kronholm ist geschlagen (42.). Das Stadion bebt, Pause, 1:1.

Gutes Timing ist alles: Hauke Wahl (rechts) grätscht Felix Lohkemper ab. Dem Holstein-Profi unterliefen sonst aber ungewohnt viele Fehler.
Gutes Timing ist alles: Hauke Wahl (rechts) grätscht Felix Lohkemper ab. Dem Holstein-Profi unterliefen sonst aber ungewohnt viele Fehler. © imago/Jan Huebner
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Gleich drei schlechte Nachrichten

Bitter für die Störche: Kingsley Schindler verletzt sich am Knöchel, muss in der Kabine bleiben. Genauso wie Serra, der bei einer Abwehraktion am Kopf erwischt wird. Der Doppelsturm ist dezimiert. Und: Mühling schubst Dennis Erdmann, holt sich seine fünfte Gelbe Karte. „Ich würde in der Situation immer wieder so reagieren. Über den Erdmann muss man nicht mehr viel sagen“, grollt Mühling. Der Magdeburger zerrt, zieht, wirft sich in jedes Wortgefecht. Auch das ist Abstiegskampf, in dem der FCM weiter steckt.

Nach der Pause wird es etwas besser, Holstein spielt schneller, geradliniger. Jae-Sung Lee vergibt dreimal praktisch frei vor dem Tor, ein Kopfball des gekommenen Heinz Mörschel wird auf der Linie geklärt. Doch die KSV hat auch zweimal großes Glück: Kronholm rettet in höchster Not gegen den freien Felix Lohkemper (58.), Wahl lässt sich von Marius Bülter düpieren, dessen Schuss den Pfosten küsst (81.).Am Ende können die Gäste mit dem Punkt leben. Jetzt heißt es durchatmen. Zwei Tage frei nach vier Spielen in eineinhalb Wochen. Die Pause ist nötig.

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Kenneth Kronholm ist die aktuelle Nr. 1 im Tor von Holstein Kiel. Der 33-jährige Deutsch-Amerikaner prägt das Torwartspiel bei den Störchen schon seit 2014. Seine Leistungen sprechen für sich. Zur Galerie
Kenneth Kronholm ist die aktuelle Nr. 1 im Tor von Holstein Kiel. Der 33-jährige Deutsch-Amerikaner prägt das Torwartspiel bei den Störchen schon seit 2014. Seine Leistungen sprechen für sich. ©
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