08. Februar 2019 / 09:54 Uhr

Holstein Kiel: KN-Reporter Jan-Phillip Wottge testete beim Pokalspiel die neue Event-Tribüne

Holstein Kiel: KN-Reporter Jan-Phillip Wottge testete beim Pokalspiel die neue Event-Tribüne

Jan-Philipp Wottge
Reporter Jan-Phillip Wottge (vorne) sah sich das Augsburg-Spiel im neuen Block M des Holstein-Stadions an.
Reporter Jan-Phillip Wottge (vorne) sah sich das Augsburg-Spiel im neuen Block M des Holstein-Stadions an. © Uwe Paesler
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 „Wenn hier heute vor lauter Euphorie das Dach wegfliegt, merken wir es gar nicht.“ Vor dem Anpfiff des DFB-Pokal-Achtelfinals von Holstein Kiel gegen den FC Augsburg blüht im Block M des Holstein-Stadions der Flachs. Der Kalauer kommt an. Der Block M ist schließlich Teil der neu errichteten Eventtribüne, die ohne Regen- und Windschutz ihre Feuertaufe erlebte.

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Der Norddeutsche ist hart im Nehmen. So ein bisschen Regen schreckt doch den Kieler per se nicht ab. Oder doch? Einen Tag vor dem Augsburger Gastspiel an der Kieler Förde gab es für die Zusatztribüne noch mehr als 100 Karten im freien Verkauf. Warum eigentlich? Holstein befindet sich in der zweiten Liga im Höhenflug, Augsburg ist ein machbares Los. Also nichts wie hin und die neue Perspektive ausprobieren!

Um 17.45 Uhr macht sich leichtes Unbehagen beim Blick auf Wetter-App des Handys breit: Gefühlte Temperatur -3 Grad. Und da steht sie, die neue Stahlrohrtribüne für 2500 Fans – eigens für den DFB-Pokal-Abend genehmigt. Wird es eine magische Nacht? Langsam füllt sich der Stehplatzbereich. Schaut man sich um, sieht man zu meist in männliche Gesichter. Vom Teenager bis zum Rentner sind alle Altersschichten vertreten. Die etwas jüngeren und kleineren Besucher besetzen ihre Plätze sich am Zaun oder an den Gittern über den Aufgängen, denn hier ist freie Sicht garantiert. Das Gedrängel hält sich in Grenzen. Jeder findet seinen Platz. Glühweinduft liegt in der Luft.

Hinter uns wird es laut. Raketen steigen in die Höhe. Ein Feuerwerk kurz hinter der Tankstelle am Westring sorgt außerhalb des Stadions für einen würdigen Pokal-Rahmen. Im Stadion selbst ist es die stimmungsvolle Choreo der Holstein-Fans in Rot und Blau, die sich fast über das gesamte Stadion erstreckt. Einzig die neue Zusatztribüne ist noch nicht Teil des Spektakels. Der Blick darauf entschädigt jedoch – Gänsehaut.

Bilder von der Achtelfinal-Partie im DFB-Pokal zwischen Holstein Kiel und dem FC Augsburg

Holsteins Trainer Tim Walter betritt den Platz. Zur Galerie
Holsteins Trainer Tim Walter betritt den Platz. ©
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Es ist angerichtet. Der Regen hat sich pünktlich zum Anpfiff verzogen. Der Wind ist fast eingeschlafen. Bibbern vor Kälte muss ich nicht. Auf der Tribüne ist man enger zusammengerückt. Die Verzweiflung über die vergebenen Großchancen der Störche vereint. Zaghaft wird die neue Zusatztribüne eingemeindet: Die „K-S-V“-Wechselgesänge mit den etablierten Fanblöcken streifen die Kinderschuhe ab. Operetten-Publikum findet man nicht im Block M. Der Stimmungspegel steigt mit dem Alkoholpegel – doch alles bliebt im grünen Bereich: Die Wartezeiten an den Bierständen sind moderat.

Den Pokal-Knock-out erleben wir im Block M aus nächster Nähe. Genau vor unseren Augen schlägt der Ball im Netz ein. Rundherum dampft es. Die Luftfeuchtigkeit ist zurück, die Kälte plötzlich spürbar. Das Pokal-Feuer ist erloschen. Jetzt dominierte nicht mehr Holstein Kiel , auch nicht der anfängliche Glühweinduft, sondern vielmehr der süßliche Geruch von Erdbeertabak und Gras. Friedliche Rauchzeichen. Die neue Tribüne hatte bei ihrer Premiere standgehalten. Allerdings ohne die ultimative Belastungsprobe, den Kieler Torjubel. Weitere 30 Minuten – die mögliche Verlängerung – wäre ich gerne Gast im Block M geblieben! So oder so. Das Dach hätte ja nicht wegfliegen können.

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Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Zu Saisonbeginn 2015/16 verpflichtete Drittligist Holstein Kiel Steven Lewerenz, der dort mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde. 2017 stieg er dann mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf. In der Zweitligasaion 2017/18 absolvierte Lewerenz 30 Zweitligapartien für die Kieler und trug mit acht Saisontoren maßgeblich zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes bei. Am 5. Januar 2019 schloss er sich bis zum Saisonende dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg an. Seine Bilanz im Trikot der Störche: 110 Partien (30 Tore). Zur Galerie
Zu Saisonbeginn 2015/16 verpflichtete Drittligist Holstein Kiel Steven Lewerenz, der dort mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde. 2017 stieg er dann mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga auf. In der Zweitligasaion 2017/18 absolvierte Lewerenz 30 Zweitligapartien für die Kieler und trug mit acht Saisontoren maßgeblich zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes bei. Am 5. Januar 2019 schloss er sich bis zum Saisonende dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg an. Seine Bilanz im Trikot der Störche: 110 Partien (30 Tore). ©
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