IMG_0023 War auf Erkundungstour im Westen: Markus Anfang. © Andrè Haase
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Holstein Kiel: Markus Anfang beobachtete den VfL Bochum

Kieler Störche etablieren sich in der 2. Bundesliga

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Nach dem Spiel ist nicht nur vor dem Spiel, sondern auch zwischen den Spielen gibt’s noch Fußball. Unter diesem Motto war Holstein Kiels Trainer Markus Anfang nach dem überzeugenden 3:1-Erfolg am Freitag beim Zweitliga-Mitaufsteiger MSV Duisburg gleichim tiefen Westen geblieben und schaute sich am Sonntagnachmittag den 2:0-Sieg des nächsten KSV-Gegners VfL Bochum über den FC Ingolstadt an. Das war Arbeit, am Abend gönnte sich der 43-Jährige noch das Vergnügen der Bundesliga-Partie seines früheren Arbeitgebers Bayer Leverkusen gegen den HSV (3:0).

Entspannt konnte Anfang ob der Performance seiner Männer bei den Zebras allemal sein. Bis auf 15 Minuten nach dem Wechsel, in denen Torhüter Kenneth Kronholm mit drei großartigen Aktionen den Ausgleich verhinderte, hatten die Störche die Partie unter Kontrolle. Spielerisch sowieso. Erstaunlich war indes, dass von den Zweikampf-Defiziten, die noch vier Tage zuvor gegen den FC St. Pauli zutage getreten waren, nichts zu sehen war. Als hätte es das 0:1 im Nordderby nie gegeben, boten die Gäste dem MSV auch in puncto Aggressivität Paroli – das Gesamtpaket stimmte.
„In der ersten Halbzeit waren wir sehr überlegen und hätten noch zwei bis drei Tore mehr machen müssen. Nach dem Wechsel haben wir eine schwierige Phase mit einem Quäntchen Glück und einem starken Kenny Kronholm überstanden“, erläuterte Anfang. „Natürlich kann man so etwas besser kontrollieren“. Kapitän Rafael Czichos pflichtete bei: „Da müssen wir abgebrühter spielen.“ Doch als Regisseur Dominick Drexler nach einem im Training einstudierten, tiefen Pass von Steven Lewerenz MSV-Keeper Mark Flekken ausgetanzt und das 2:0 erzielt hatte, war die Messe gelesen.
„Die Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben. Die Zweikampfstärke und der Zusammenhalt im Team sind die Basis des Erfolgs“, befand der Chefcoach. Hinzu kommt die taktische und technische Eleganz, die die Störche mit der Selbstverständlichkeit eines Fünf-Meter-Passes von der Dritten in die Zweite Liga transferiert haben. Fünf Siege in acht Spielen hat der Aufsteiger mit seinem Stil generiert, von Zufall kann auch der größte Skeptiker nicht mehr ernsthaft sprechen. Holstein ist mittendrin, sich als Spitzenteam und damit zwangsläufig auch als ein Aufstiegskandidat zu etablieren. Wenig bis nichts deutet derzeit darauf hin, dass der „Lauf“ nachhaltig abreißen könnte. Der Trainer formuliert naturgemäß vorsichtiger und bescheidener, aber im Grundsatz sieht er die Zukunft genauso positiv: „Mit unserem bisherigen Auftreten können wir ganz gut leben. Wenn wir das stabil bekommen, dann stehen wir vor einer schönen Saison.“
Den Löwenanteil an der schönen Momentaufnahme in Duisburg hatte Kenneth Kronholm, ohne dessen Paraden das Spiel durchaus hätte anders verlaufen können. Der 31-Jährige wollte jedoch seine Verdienste nicht zu hoch hängen. „Das tut halt gut, wenn die genau so schießen wie ich fliege“, frozzelte Kronholm. Zu bescheiden, denn die meisten der 13578 Zuschauer hatten die Schüsse von Kingsley Onuegbu, Ahmet Engin, Kevin Wolze und später auch noch Moritz Stoppelkamp schon im Tornetz zappeln sehen, ehe der Kieler Keeper seine ganze Klasse auspackte. Doch der Deutsch-Amerikaner stellte lieber seine Vorderleute in den Vordergrund: „Wir haben einfach wieder ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert.“ Das Team müsse „genau so weitermachen“.
Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga

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