08. März 2018 / 19:20 Uhr

Holstein Kiel: Mission Wertschöpfung in Bochum

Holstein Kiel: Mission Wertschöpfung in Bochum

Thomas Pfeiffer
Gegen Duisburg trat Rafael Czichos noch als Torschütze in Erscheinung. Der Einsatz des Holstein-Kapitäns beim Gastspiel in Bochum ist hingegen noch fraglich.
Gegen Duisburg trat Rafael Czichos noch als Torschütze in Erscheinung. Der Einsatz des Holstein-Kapitäns beim Gastspiel in Bochum ist hingegen noch fraglich. © Paesler
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Störche streben als logische Konsequenz aus der Duisburg-Gala den nächsten Sieg an

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Es ist ein Standardspruch unter Fußballern: „Der Sieg war nichts wert, wenn wir im nächsten Spiel nicht nachlegen.“ Das hat zwar beim Zweitligisten Holstein Kiel niemand so formuliert, dennoch ist es die Ausgangslage. Der Sieg – war das famose 5:0 über den MSV Duisburg; das nächste Spiel – steigt am Sonnabend (13 Uhr) beim VfL Bochum, wo der frische Trend bestätigt werden soll.

„Wir müssen genau so weitermachen, um auch in Bochum etwas zu holen“, formulierte Kapitän Rafael Czichos mit eigenen Worten das für die Störche geltende Anforderungsprofil. Und dabei gilt es auch, ein negatives „Untermenü“ der elfteiligen, gegen den MSV beendeten Ergebniskrise abzuschließen: das Problem mit der Favoritenrolle. Denn auch gegen die vermeintlichen Underdogs Greuther Fürth (0:0), 1. FC Kaiserslautern (1:3) und Erzgebirge Aue (2:2) gelang dem Spitzenteam Holstein kein Sieg. Beim Tabellen-14. im tiefen Westen gilt die KSV erneut als das stärkere Team.

Eine Mutmaßung, die Coach Markus Anfang – natürlich – nicht teilen mag. „Der VfL ist eine ambitionierte Mannschaft, die individuell gute Qualität hat“, sagt der 43-Jährige. „Das wird eine große Herausforderung für uns.“ Diese Prognose wird zwar gestützt vom 1:0 der „grauen Mäuse“ am vergangenen Montag in Ingolstadt, dem ersten Sieg für den neuen Trainer Robin Dutt. Doch die Gesamtqualität dieser Partie erreichte bestenfalls Zweitliga-Mittelmaß.

Wie dem auch sei, die Störche wollen im Ruhrstadion zeigen, dass sie einer Favoritenstellung nicht nur spielerisch, sondern auch im Ergebnis gerecht werden können. Hilfreich dürfte dabei das neue Selbstvertrauen nach der Duisburg-Gala allemal sein. „Zuvor sind wir auch ohne Angst in alle Partien gegangen, haben meistens gut gespielt, aber die Belohnung hat gefehlt. Das kann jetzt schon ein paar Prozent ausmachen“, bestätigt Anfang die segensreiche Wirkung eines klaren Erfolgs nach einer Durststrecke. Die Sehnsucht nach der effizienten Leichtigkeit der ersten 13 Spieltage (u. a. 3:0 über Bochum) ist groß.

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Kenneth Kronholm: 33 Einsätze ©
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Mit dem Triumph über Duisburg wurde auch das offizielle Saisonziel Klassenerhalt eingetütet. Nun könnten die Gedanken zu Höherem schweifen, beispielsweise in Richtung Bundesliga – für einen Klub, der seit dem achten Spieltag ohne Unterbrechung auf einem der ersten drei Tabellenränge steht, durchaus eine legitime Ambition. Kein Thema für Markus Anfang. „Wie konzentrieren uns immer nur auf die nächste Aufgabe. Zumal die Aufstiegsentscheidungen vielleicht erst am letzten Spieltag fallen“, erläutert der Cheftrainer, der außerdem anmahnt, dass ein Negativlauf wie der soeben überwundene für die Zukunft nicht einfach ausgeschlossen werden kann. „Man kann viel planen im Fußball, aber keine Ergebnisse.“

Voller Fokus also auf den VfL. Die Umsetzung der britischen Regel „Never change a winning team“, scheitert allerdings an der Infektion von Aaron Seydel, der mit Fieber im Bett liegt. Für den 22-Jährigen könnte Steven Lewerenz auf den linken Flügel zurückkehren. Fraglich bleibt zudem der Einsatz von Czichos, der von Rückenbeschwerden geplagt wird, die in den Gesäßmuskel hinein strahlen. Fällt der Capitano aus, dürfte Niklas Hoheneder in die Innenverteidigung rücken.

Gesetzt wie in Fels ist David Kinsombi nach seiner erstmaligen, überragenden Performance im zentralen, offensiven Mittelfeld. Der 22-Jährige wird am Sonnabend symbolisch dafür stehen, dass die Willenskraft seines Teams nicht nachlässt.

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