becker Ein eingespieltes Team: Holsteins Sportchef Ralf Becker (re.) und Cheftrainer Markus Anfang. © Agentur 54 Grad
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Holstein Kiel mit positiver Startbilanz

Punktausbeute, Spielniveau, Zuschauerresonanz: Holstein-Sportchef Ralf Becker ist zufrieden

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Während sich der Sommer aus Schleswig-Holstein verabschiedet, dominieren beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel nach vier Spieltagen Frühlingsgefühle. Tabellenplatz sechs, torgefährlichste Offensive, steigende Zuschauerzahlen – keine schlechten Werte für einen Aufsteiger. Auch Ralf Becker, Geschäftsführer Sport der Störche, zieht vor dem Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern (Sonnabend, 13 Uhr) eine positive Startbilanz.

Saisonstart:

Nach der tollen vergangenen Serie mit einer überragenden Rückrunde sei die Vorfreude, so Becker, auf die Zweite Liga riesengroß gewesen. Sieben Punkte nach vier Meisterschafts-Partien und das Erreichen der zweiten DFB-Pokalrunde stellen den 46-Jährigen „absolut zufrieden. Wir haben uns auch in der neuen Liga von Anfang an mit einer attraktiven Spielweise gut und selbstbewusst präsentiert“. Jeder Spieler habe begriffen, dass „wir als Mannschaft in jedem Spiel mithalten können, wenn jeder Einzelne seine Leistungsgrenze erreicht“. Dem Liga-Top-Wert von zehn Treffern stehen die acht Gegentore gegenüber. Nur Dresden (9) hat mehr „Buden“ im Bundesliga-Unterhaus kassiert. Becker erklärt dies mit dem Lernprozess zu Beginn und dem Tag der offenen Tür beim 3:4 bei Union Berlin.

Zuschauer:

Für den KSV-Sportchef war die Unterstützung durch die Störche-Fans schon in der vergangenen Saison „klasse“. Nach drei Pflicht-Heimspielen der neuen Serie sagt Becker: „Nicht nur die Mannschaft ist aufgestiegen, sondern auch unsere Zuschauer. Sie lassen den Funken von außen auf den Platz fliegen. Das ist ganz, ganz wichtig für uns. Gerade in schwierigen Phasen während eines Spiels.“ Allen Beteiligten sei bewusst, dass dieser Support keine Selbstverständlichkeit, sondern die Verpflichtung für stetig konzentrierte Arbeit sei. Für die Begegnung gegen den 1. FC Kaiserslautern sind die rund 9800 Tickets, die dem Kieler Anhang zur Verfügung stehen, bis auf wenige Restkarten vergriffen. Dazu sollen rund 1000 Schlachtenbummler aus der Pfalz anreisen.

Trainer:

Die Partie am Sonnabend gegen die Roten Teufel wird fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Spiel unter der Leitung des Duos Markus Anfang/Tom Cichon (11. September 2016/3:1 in Paderborn) angepfiffen. Die Erfolge der Trainer sprechen nicht nur aus Beckers Sicht für sich. Und die Fußballlehrer sind per Arbeitspapier entgegen bisheriger Informationen über den 30. Juni 2018 hinaus an Holstein gebunden. „Beide haben einen Vertrag für die Zweite Liga bis zum 30. Juni 2019“, so Becker am Mittwoch.

Pokal-Plan:

Am Dienstag, 24. Oktober (20.45 Uhr) gastieren die Störche in der zweiten DFB-Pokalrunde beim Erstligisten Mainz 05. Am Sonnabend darauf stehen die Störche ab 13 Uhr beim circa 33 Kilometer entfernt beheimateten Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 auf dem Prüfstand. Um den Reisestress (siehe Grafik links) zu entgehen , wollen die Kieler nach dem Pokal-Duell in der Region bleiben. „So ist unsere Planung, wir suchen einen entsprechenden Standort“, bestätigt Becker.

Transfer-Wahnsinn:

Becker sieht in den Ablösesummen von über 200 Millionen Euro eine gefährliche Entwicklung. „Man weiß wirklich nicht, wo das endet. Aber der Fußball verbindet die Menschen. Deshalb sollte man ein waches Auge haben und die Zuschauer, die für viel Geld die Stadien füllen, im Blick behalten. Entfernt sich der Fußball durch die Geschäftsgebaren von den Menschen, besteht die Gefahr, dass die Stadien leer bleiben.“ Der gebürtige Schwabe zieht eine Obergrenze für Ablösesummen in Erwägung. Holstein zahle, so Becker, derweil maximal Beträge im mittleren fünfstelligen Bereich – und das auch nur in Einzelfällen: „Aber auch in der Zweiten Liga wird es eine Entwicklung hin zu höheren Transferausgaben geben. Dem müssen wir uns irgendwann gegebenenfalls anpassen.“

Leihspieler:

Insgesamt 39 Profis auf Leihbasis tummeln sich im Bundesliga-Unterhaus herum. Fünf davon alleine im Nest der Störche. „Es geht darum, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu haben“, so Becker: „Die Qualität der Leihspieler wäre ansonsten für uns nicht finanzierbar gewesen.“ Zudem seien beispielsweise beim jüngsten 2:1-Sieg in Regensburg zehn Akteure in der Startelf gewesen, die schon im Aufstiegsjahr für die Störche aufgelaufen sind. Becker sieht in der Weiterentwicklung von Profis auf Abruf einen Imagegewinn für die Kieler: „Mittlerweile leihen andere Vereine gerne Spieler an uns aus.“

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