dpa_1495FA0013F683FD Die Union-Fans stehen wie eine Wand hinter ihrem Team. © Matthias Balk/dpa
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Holstein Kiel reist zum 1. FC Union Berlin

Die Köpenicker gelten als Top-Favorit im Bundesliga-Unterhaus - 1:0-Auftaktsieg in Ingolstadt

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Jens Keller steht mit beiden Beinen auf der Euphoriebremse. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin könnte sich in dieser Woche im 1:0-Sieg beim Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt sonnen. Es war schließlich der erste Auftaktsieg der Berliner seit dem Aufstieg 2009, als ein 3:0 in Oberhausen gelang. Und der Triumph  beim Aufstiegsfavoriten war ein Ausrufezeichen hinter den eigenen Bundesliga-Ambitionen. Doch Keller sucht das Haar in der Suppe.  „Wir sind in den ersten 20, 25 Minuten überhaupt nichts ins Spiel gekommen. Wir hatten keinen Mut. Dann war das Spiel aus meiner Sicht ausgeglichen. Die Mannschaft hat richtig gut gegen den Ball gearbeitet. Mit dem Ball haben wir noch ein bisschen Luft nach oben“, sagte der 46 Jahre alte Ex-Profi. 

Keller weiß: Der Erfolg von Ingolstadt ist nur etwas wert, wenn die Mannschaft am Freitagabend gegen Holstein Kiel nachlegt. Deshalb will er jegliche Hochnäsigkeit unterbinden. Kapitän Felix Kroos unterstützt ihn in dieser Mission: „Wir können uns auf nichts ausruhen. Wir müssen in der Woche gut arbeiten und gegen Kiel am besten von Anfang an da sein, um den nächsten Dreier nachzulegen.“

Es ist das erste Zweitligaheimspiel seit der Präsentation der Stadionpläne. Die Kapazität wird von derzeit 22 012 Plätzen auf 36 978 erweitert. Das gesamte Projekt mit Anbau für Büro- und Geschäftsräume soll knapp 40 Millionen Euro kosten. Der Startschuss ist für den Frühsommer 2019 geplant. Die Bauzeit ist mit einem Jahr veranschlagt. „Wir wollen das Stadion zum hundertjährigen Geburtstag der Alten Försterei im Jahr 2020 in Betrieb nehmen“, sagt Präsident Dirk Zingler, der den Verein 2004 am Abgrund übernommen  und durch das tiefe Tal der Viertklassigkeit geführt hat. Union putzt sich immer mehr für die Bundesliga heraus. Der Gesamtetat beträgt mittlerweile rund 40 Millionen Euro.

dpa_1495FA0007AA052D Union-Coach Jens Keller. © Matthias Balk/dpa

So konnten sich die Köpenicker in der Saisonpause verstärken. Verteidiger Marc Torrejon vom SC Freiburg und Akaki Gogia von Dynamo Dresden haben die größten Chancen auf einen Stammplatz. In Ingolstadt fehlte Gogia wegen einer Fersenverletzung, ein Einsatz gegen Kiel ist nicht ausgeschlossen. Derzeit trainieren die Probespieler Matthias Stingl (U19 Bayern München) und Felicio Brown Forbes (Anschi Machatschkala) mit. Jakob Busk kehrte als Nummer eins ins Tor zurück, nachdem er in der vergangenen Rückrunde von Daniel Mesenhöler verdrängt worden war.

„Wir haben den Kader auf einigen Positionen verändert und Qualität dazu geholt. Aber auch das muss sich erst einmal einspielen“, sagt Keller. „Entscheidend ist, wie die Mannschaft zusammenhält, wenn sie mal nicht so erfolgreich ist. Wenn man im letzten Jahr Vierter geworden ist, gehört man zu dem Kreis, bei dem jeder sagt, dass man oben dabei ist.“ Im Mai hatte Union mit dem Vereins-Rekordergebnis von 60 Punkten knapp den Sprung in die Bundesliga verpasst. „Es war eine sehr lehrreiche Saison. Die Mannschaft hat gesehen, was für eine Qualität sie besitzt und was sie leisten kann“, sagte Keller. Bemerkenswert war jedoch der Einbruch, nachdem die Berliner in der Rückrunde die Tabellenführung erobert hatten. Schon gegen Kiel wird sich zeigen, ob die Mannschaft gelernt
hat, mit der Favoritenrolle umzugehen.

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