jg_201704251849_1456 Dominic Peitz bejubelt seinen Treffer. © 54 Grad
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Holstein Kiel schlägt den VfB Lübeck 2:0

Mathias Fetsch und Dominic Peitz schießen Störche ins Finale - Fetsch verletzt

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Der Preis, den Mathias Fetsch für den 2:0 (2:0)-Erfolg von Holstein Kiel im Halbfinale des SHFV-Lotto-Pokals beim Regionalligisten VfB Lübeck bezahlen muss, könnte hoch sein. Mit einer schweren, noch näher zu diagnostizierenden Knieverletzung musste der Angreifer des Fußball-Drittligisten nach 79 Minuten vom Platz. Für den Neuzugang war es ein schwacher Trost, dass er der einzige verletzte Kieler nach einer von den VfB-Spielern überhart geführten Begegnung blieb. Im Endspiel am 25. Mai empfängt Holstein das Regionalliga-Schlusslicht SV Eichede.

Vor der dürftigen Kulisse von 2715 Zuschauern, darunter rund 350 KSV-Fans, entwickelte sich ein zäher Pokalfight. Die Gastgeber warfen erwartungsgemäß (übertriebene) Kampfkraft und Laufstärke in die Waagschale, die Störche setzten mit ihrer Technik auf Tempo und Kombinationsspiel. Des Resultat war indes eine weitgehend zerfahrene Partie, in der die offensiven Zweikämpfe auf beiden Seiten häufig verloren gingen. Zum Führungstor bedurfte es schon der freundlichen Unterstützung von Lübecks Abwehrchef Moritz Marheineke, der einen hohen Ball unterlief und Fetsch damit freie Bahn eröffnete. Der KSV-Stürmer bedankte sich mit einem schönen Heber zum etwas überraschenden 1:0 in der 39. Minute. Und wie bedeutsam ein simpler Standard sein kann, demonstrierten die Störche eine Minute vor der Pause: Ecke Alex Bieler, Kopfball Dominic Peitz, Tor. Die Vorentscheidung schon vor dem Kabinengang.

Nach dem Wiederanpfiff nahm die Begegnung einen Verlauf, den man erwarten konnte: Mit dem Mute der Verzweiflung drängten die Lübecker auf das Anschlusstor, während die Anfang-Männer ob des Vorsprungs in den Verwaltungs- und Kontermodus schalteten – eine nicht risikofreie Strategie. Die Schüsse von Marvin Thiel (59.) und Marcello Meyer (62.) zischten noch knapp am vorbei, beim 20-Meter-Schuss von Gary Noel musste Zentner eine starke Parade auspacken (65.). Ihre durchaus zügigen Konter schlossen die Störche allerdings nicht präzise genug ab. Die übertriebene Härte der Gastgeber hatte ihren Höhepunkt in der 80. Minute, als Marvin Thiel Holsteins Flügelmann Kingsley Schindler rüde von den Beinen holte. Nach der anschließenden, lautstarken Rudelbildung zwischen den Trainerbänken wurden VfB-Coach Rolf Landerl und Holsteins Co-Trainer Tom Cichon auf die Tribüne verbannt. Auch KSV-Coach Markus Anfang konnte sich nach dem Schlusspfiff kaum beruhigen. „Was hier stattfand, hatte mit Fußball nichts zu tun. Da gab es den Vorsatz, Spieler zu verletzen“, schimpfte der 42-Jährige.

„Es war kein qualitativ gutes Fußballspiel. Das positivste ist, dass außer Mathias alle Akteure gesund vom Feld gekommen sind.“ Kapitän Rafael Czichos betonte, „dass wir uns nicht haben provozieren lassen und keine Gelbe Karte bekommen haben. So ein Pokalspiel ist immer eklig für die ranghöhere Mannschaft. Aber den Einzug ins Finale habe wir uns verdient“. Und Tim Siedschlag ergänzte, dass die Störche nun zu den nächsten Großtaten zu schreiten gedenken: „Aus den letzten vier Saisonspielen wollen wir zwölf Punkte holen.“

3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) Holstein Kiel (Herren) Region/Kiel VfB Lübeck (Herren)

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