Traf zum abschließenden 3:0 in Mainz: Holstein -Akteur Kingsley Schindler. Traf zum abschließenden 3:0 in Mainz: Holstein -Akteur Kingsley Schindler. © Uwe Paesler (Archiv)
Traf zum abschließenden 3:0 in Mainz: Holstein -Akteur Kingsley Schindler.

Holstein Kiel siegt 3:0 in Mainz

Störche gewannen hochverdient

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Kalter Wind, heiße Herzen: Mit 3:0 (1:0) gewann Fußball-Drittligist Holstein Kiel bei Mainz 05 II, zeigte dabei bis auf wenige Sequenzen eine souveräne Vorstellung und feierte verdient den zweiten „Dreier“ am Stück. Der dritte Saison-Auswärtserfolg der auf Tabellenplatz vier geflogenen Störche war zugleich beste Eigenwerbung für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg.

Konzentration und Engagement in der Zweikampfführung von Beginn an hatte Holstein-Cheftrainer Markus Anfang von seinen Schützlingen gefordert. Und die setzten die Vorgaben auch tatsächlich um. Die Mainzer Nachwuchs-Garde wirkte im ersten Spielabschnitt mehrfach überfordert gegen das schnelle Umschaltspiel der Nordlichter. Ein 16-m-Freistoß von Christopher Lenz (3.) landete in der 05er-Mauer. Nach Eckball Lenz köpfte Kapitän Rafael Czichos knapp drüber. Marvin Ducksch verpasste ein Zuspiel Dominick Drexlers nur knapp (21.), den Abstauber schoss Lenz neben das Tor.

Den Torschrei schon auf den Lippen

Dann hatten die knapp 100 Kieler Schlachtenbummler den Torschrei schon auf den Lippen. Nach Präzisionsflanke von Steven Lewerenz köpfte Drexler (30.) die Kugel frei stehend aus fünf Metern 05-Keper Lukas Watkowiak an die Beine. So musste ein Eigentor zur verdienten Störche-Führung herhalten. Der eminent bissige Alexander Bieler schoss den Eckball an den Fünfmeterraum, Dominic Peitz stieg hoch, doch Mainz-Stürmer Petar Sliskovic (32.) nickte den Ball unfreiwillig ins eigene Netz.

Die Gäste schnauften durch – und luden den Bundesliga-Unterbau zur aktiven Spielteilnahme ein. Vor allem Holstein-Torwart Kenneth Kronholm nahm sich eine mentale Auszeit. Sein erster Fußfehler blieb noch ohne Folgen (24.). Der zweite (34.) hätte zum Ausgleich führen müssen. Wohlan, Mounir Bouziane offenbarte wie schon 120 Sekunden zuvor erhebliche Schwächen im Torabschluss.

Glück für die Kieler, die mit größerer finaler Genauigkeit bei diversen Konteransätzen höher hätten in Front liegen können, vielleicht müssen. Und auch direkt nach der Halbzeitpause standen die Störche mit Fortuna im Bunde. Bouziane (49.) blieb seiner Schussschwäche treu und zirkelte einen 16-m-Freistoß über das KSV-Gehäuse. Suat Serdars Solo (52.) blieb ohne Lohn, weil dessen 14-m-Versuch in den Armen des fangbereiten Kronholm endete.

05-Coach Sandro Schwarz blies gegen langsam wieder Kontrolle über das Geschehen gewinnende Gäste zur Attacke und brachte den in der Bundesliga und Europa League erprobten Angriffshünen Aaron Seydel (58.). Kollege Anfang reagierte und wechselte wie zuletzt beim 2:0 gegen Duisburg den kopfballstarken Defensiv-Allrounder Niklas Hoheneder für Sturmspitze Ducksch ein.

Herrmann holte sich die fünfte Gelbe

Eine Maßnahme mit durchschlagendem Erfolg. Zwar besaßen die Gastgeber ein optisches Übergewicht, doch den entscheidenden Nadelstich setzten die Kieler. Kingsley Schindler behauptete den Ball nach der dritten Mainzer Ecke gegen Marin Sverko, übersprintete die Mittellinie und passte den Ball gegen eine entblößte 05-Deckung klug auf den gestarteten Drexler. Der bewies frei vor Watkowiak Übersicht und bediente Lenz. Der Linksverteidiger hatte keine Mühe, die Kugel zu seinem zweiten Tor in Folge einzuschieben (71.). Das 2:0 – die Entscheidung, aber noch nicht das Ende. Denn Schindler (82.) veredelte
einen weiteren Kieler Konter zum Endstand.

Für Abwehrchef und Kapitän Czichos war dieses neuerliche Erfolgserlebnis kein Grund, um abzuheben: „Wir haben das abgerufen, was man in Mainz abrufen muss. Und wir hätten leicht noch höher gewinnen können. Wichtig war, dass erneut die Null stand. Wir hatten noch keine drei Siege in Serie in dieser Saison. Das ist kein Wunderwerk, das ist jetzt unser Ziel.“ Einziger Wermutstropfen im Kieler Freudenkelch: Im Top-Spiel gegen Magdeburg fehlte Rechtsverteidiger Patrick Herrmann wegen der fünften Gelben Karte.

Mainz 05 II – Holstein Kiel 0:3 (0:1)

Mainz 05 II:
Watkowiak – Costly (74. Mörschel), Ihrig, Rossmann, Sverko – Zimling, Steinmann (58. Seydel) – Bouziane (56. Trümner), Serdar, Holtmann – Sliskokiv.

Holstein Kiel:
Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz – Peitz – Schindler, Bieler, Drexler, Lewerenz (78. Sicker) – Ducksch (61.Hoheneder).

So benotet KN-Sportredakteur Andreas Geidel die Leistung der Holstein-Spieler:

http://www.sportbuzzer.de/artikel/die-einzelnoten-der-holstein-spieler-gegen-mainz-o5-ii/

Den genauen Spielverlauf lesen Sie hier im KN-KSV-Liveticker: http://www.kn-ksv-liveticker.de/liveticker.html

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