Holstein Kiel gegen Fortuna Köln. Voller Einsatz beim Spiel von Holstein Kiel gegen Fortuna Köln. © imago
Holstein Kiel gegen Fortuna Köln.

Holstein Kiel zwingt Köln in die Knie

Störche siegen gegen Fortuna Köln mit 5:1 (2:1)

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Feiertag beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel: In allen Belangen verdient mit 5:1 (2:1) fertigten die Störche am Sonnabend Fortuna Köln ab. 3952 Zuschauer waren
begeistert von der besten Heimleistung der Kieler in diesem Spieljahr.

​Martin Schulz auf der Tribüne

25 Minuten lang lieferten sich beide Teams auf tiefem Rasen einen offenen Schlagabtausch. Ohne große Chancen, aber mit quicklebendigen und aggressiven Kölnern. Mit 3:0führten die Gäste gar in der Eckenstatistik, den Störchen fehlte es trotz guter Ansätze ein ums andere Mal an der Genauigkeit beim letzten Pass. Dann aber begann Holstein vor den Augen des auf der Haupttribüne sitzenden SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, seine Trickkiste zu öffnen. Alexander Bieler (29.) nahm die Kugel – sträflich ungedeckt – 20 Meter vor dem Fortunen-Gehäuse an, drehte sich kurz und schoss flach zur Holstein-Führungein. Nur 60 Sekunden später endete eine perfekte Kombination über die Stationen Kingsley Schindler, Dominick Drexler und Martin Fetsch bei Manuel Janzer. Der trotz einer Wadenprellung aufgelaufene Flügelflitzer staubte aus Nahdistanz ohne Probleme zum 2:0 (30.) ab. Zwei Chancen, zwei Tore – mehr Effizienz geht nicht!

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Phase der mangelnden Konzentration

Nach dem Motto „flach und schnell spielen, hoch gewinnen“ düpierten die Platzherren die groß gewachsene, aber zunehmend verunsicherte Gäste-Deckung nun mehrfach.

Ein Freistoß von Christopher Lenz (36.) bereitete Fortunen-Keeper  Andre Poggenborg große Probleme. Nach Turbo-Sprint Janzers und anschließender Flanke kam sein Flügel-Pendant Schindler (41.) um einen Schritt zu spät.

Und dann kam sie doch noch, die von KSV-Cheftrainer Markus Anfang im Vorfeld kritisierte Phase der mangelnden Konzentration. Ein Einwurf des für diese Art der Standards ligaweit gefürchteten Daniel Flottmann verlängerte Christopher Theisen per Kopf, Torjäger Hamdi Dahmani (45.) vollendete per Volleyschuss zum Kölner Anschlusstreffer.

Schulz tippte auf 4:1

Sollte sich die Szenerie des jüngsten Heimspiels gegen den VfR Aalen (2:2 nach Kieler 2:0-Halbzeitführung) wiederholen? Martin Schulz beruhigte die Störche-Anhänger in seiner Pausenansprache, tippte auf ein finales 4:1 der Kieler. Das war die richtige Motivationsspritze für Fetsch. Nach Fehler von Bone Uaferro bugsierte der KSV-Mittelstürmer den Ball an Poggenborg vorbei zum 3:1 ins Netz. Gerade einmal 15 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt in Durchgang zwei absolviert.

Die Kölner Abwehr geriet vollends ins Schwimmen. Janzer (52.) verpasste ein Fetsch-Zuspiel um Zentimeter. Poggenborg bewies nach einem Fetsch-Solo (53.) seine Klasse. Und weiter ging’s im Takt. Der vor Tatendrang sprühende Fetsch bediente Schindler mustergültig, der Kieler Außenbahnspieler scheiterte aber frei vor Poggenborg. Den Abpraller schnappte sich reaktionsschnell Drexler, der im Strafraum von Uaferro gefoult wurde. Gelb-Rot für den Kölner Innenverteidiger, Elfmeter für Holstein: Drexler (60.) ließ sich diese Chance nicht entgehen, verwandelte eiskalt zum 4:1.

Holstein kontrollierte das Geschehen

Damit war auch der letzte Widerstand der Gäste gebrochen. Holstein agierte fortan mit gebremstem Schaum, kontrollierte aber jederzeit das Geschehen. Und profitierte von einem Eigentor Mimbalas (72.), der eine Drexler-Flanke – bedrängt von Tim Siedschlag – ins eigene Netz köpfte.KSV-Coach Anfang trat trotz des höchsten Sieges in dieser Serie kräftig auf die  Euphoriebremse: „Es war heute ein Mentalitätsspiel. Diese Fokussierung hat uns in den vergangenen Wochen manchmal gefehlt. Heute haben wir das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Doch schon morgen gibt’s dafür nichts.“

Pressekonferenz #KSVFOR

Holstein Kiel:

Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz – Peitz – Schindler (85. Sicker), Bieler, Drexler, Janzer (64. Siedschlag) – Fetsch (74. Azemi).

Fortuna
Köln: Poggenborg – Flottmann, Uaferro, Mimbala, Kwame (85. Engelmann) –Theisen,Pazurek – Bender, Oliveira Souza (74. Bösing), Kessel (61. Schneider) – Dahmani.

Schiedsrichter: Alexander Sather
(Grimma) – Tore: 1:0 Bieler (29.), 2:0 Janzer (30.), 2:1Dahmani (45.), 3:1 Fetsch (46.), 4:1 Drexler (60./FE), 5:1 Mimbala(72./Eigentor) – Zuschauer: 3952 – Gelbe Karten: Schmidt /Flottmann – Gelb-Rote Karte: Uaferro (59.).

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